Alle wichtigen Infos

Mit 56 Jahren: Oscar-Preisträger Glen Hansard ist tot

Schock aus Irland: Musiker und Oscar-Preisträger Glen Hansard ist im Alter von 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Dublin ums Leben gekommen. Der „Once“-Star hinterlässt ein außergewöhnliches musikalisches Vermächtnis.

Glen Hansard ist im Alter von 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Dublin ums Leben gekommen
Große Trauer um Glen Hansard. Foto: IMAGO / ZUMA Press

Die Musikwelt trauert um Glen Hansard. Der irische Singer-Songwriter, Schauspieler und Oscar-Preisträger ist im Alter von 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Dublin gestorben. Sein Management bestätigte den Tod des Künstlers, der mit dem Film „Once“ und dem Oscar-prämierten Song „Falling Slowly“ internationale Bekanntheit erlangte. Die irische Polizei ermittelt derzeit zum genauen Unfallhergang.

Glen Hansard stirbt bei Motorradunfall in Dublin

Nach Angaben der irischen Polizei ereignete sich der Unfall am frühen Mittwochmorgen gegen 4.30 Uhr im Westen Dublins. Hansard wurde nach dem Motorradunfall noch direkt am Unfallort von Rettungskräften medizinisch versorgt, erlag jedoch kurze Zeit später seinen Verletzungen. Die Behörden bitten Zeuginnen und Zeugen, sich zu melden, während die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls andauern.

In einer bewegenden Erklärung seines Managements heißt es: „Mit schwerem Herzen geben wir den Tod von Glen Hansard bekannt, der heute in den frühen Morgenstunden infolge eines Verkehrsunfalls in Dublin verstorben ist. Glens Familie ist zutiefst schockiert und untröstlich über diesen tragischen Verlust und bittet in dieser äußerst schwierigen Zeit respektvoll um Privatsphäre.“

Weitere Angaben wolle man derzeit nicht machen, da die Ermittlungen noch laufen.

Mit „Once“ schrieb Glen Hansard Filmgeschichte

International berühmt wurde Glen Hansard mit dem Musikfilm „Once“ aus dem Jahr 2007. Gemeinsam mit der tschechischen Musikerin Markéta Irglová spielte er nicht nur die Hauptrolle, sondern schrieb auch den Soundtrack.

Für den Song „Falling Slowly“ wurden beide 2008 mit dem Oscar für den besten Filmsong ausgezeichnet. Der emotionale Titel entwickelte sich weit über den Film hinaus zu einem Welterfolg und machte Hansard endgültig zu einem der bekanntesten Musiker Irlands. Aus „Once“ entstand später sogar ein erfolgreiches Broadway-Musical, das mehrere Tony Awards gewann.

So wurde er zum international gefeierten Künstler

Bevor Glen Hansard die größten Bühnen der Welt eroberte, spielte er als Straßenmusiker in Dublin. Ende der 1980er-Jahre gründete er die Rockband The Frames, deren Frontmann er über Jahrzehnte blieb. Auch als Teil des Duos The Swell Season sowie mit mehreren Soloalben feierte er Erfolge.

Schauspielerisch machte Hansard bereits Anfang der 1990er-Jahre im Kultfilm „Die Commitments“ auf sich aufmerksam. Später arbeitete er erneut mit Regisseur John Carney zusammen und steuerte Songs zum Film „Can a Song Save Your Life?“ mit Keira Knightley und Mark Ruffalo bei. Sein Soloalbum „Didn't He Ramble“ wurde zudem für einen Grammy nominiert.

Auch in Deutschland wurde „Falling Slowly“ noch einmal zum Hit

Viele deutsche Musikfans lernten Glen Hansards wohl bekanntestes Lied erst einige Jahre nach dem Oscar-Erfolg kennen. 2011 sorgte Michael Schulte mit einer Interpretation von „Falling Slowly“ bei „The Voice of Germany“ dafür, dass das Original erstmals den Sprung in die deutschen Singlecharts schaffte.

Bis zuletzt blieb Hansard musikalisch aktiv. Erst 2025 veröffentlichte er mit „Transmissions East & West“ Liveaufnahmen zweier Konzerte, die im Berliner Funkhaus entstanden waren.

Glen Hansard hinterlässt Familie und ein außergewöhnliches Vermächtnis

Privat war Glen Hansard mit der finnischen Dichterin Maire Saaritsa verheiratet. Das Paar bekam 2022 ein gemeinsames Kind und lebte abwechselnd in Irland und Finnland.

Mit seinem Tod verliert die Musikwelt einen Künstler, der über Jahrzehnte hinweg Menschen mit seinen poetischen Texten und seiner emotionalen Musik berührte. Besonders „Falling Slowly“ bleibt für viele Fans untrennbar mit seinem Namen verbunden und zählt bis heute zu den bekanntesten Filmsongs der vergangenen Jahrzehnte.