MISSOIR nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Pissoir für Frauen
Lange Warteschlangen vor Frauentoiletten sind keine Seltenheit. MISSOIR, ein Urinal speziell für Frauen, soll das „kleine Geschäft“ nun beschleunigen.

Lange Warteschlangen vor Toiletten kennt jede Frau. Gründerin Lena Olvedi (44) will das ändern: Mit MISSOIR hat sie ein Frauenurinal entwickelt, das die natürliche Hockhaltung ermöglicht und eine schnelle, kontaktlose Ergänzung zur klassischen Toilette bietet.
Die Idee entstand 2018 und ging nach erfolgreichen Einsätzen auf Festivals und Veranstaltungen in Serienproduktion.
Endlich sollen auch Frauen eine Wahl haben
Das Hockurinal wird im Boden installiert, verfügt über Haltegriffe und einen Spritzschutz und richtet sich insbesondere an Orte mit hohem Andrang, wie Clubs, Konzerthallen, Stadien und Veranstaltungsstätten. „Frauen sind keine Nische und Warteschlangen kein Naturgesetz", sagt Lena Olvedi über ihre Vision.
Als Pendant zum Pissoir kann MISSOIR einzeln oder mehrfach nebeneinander installiert werden. MISSOIR benötigt keine Spülung und spart so Wasser und Kosten.
Die Löwinnen steigen schon früh aus
Ralf Dümmel zweifelt daran, dass MISSOIR wirklich für jede Frau, gerade ältere Frauen, geeignet ist. Tatsächlich ist das MISSOIR eher als weiteres Toilettenangebot gedacht und nicht als Ersatz für reguläre Toiletten.
Judith Williams kann sich noch nicht vorstellen, ohne Trennwand und mit bloßem Gesäß über einem MISSOIR zu hocken. Ralf wirft zudem ein, dass man, gerade im angetrunkenen Zustand, auch das große Geschäft verrichten könnte – dafür ist das MISSOIR natürlich nicht gedacht.
Judith steigt aus und für Janna Ensthaler ist die Idee noch zu verspielt und nicht ganz zu Ende gedacht – auch sie steigt aus.
Zunächst wurden MISSOIRS nur vermietet, mittlerweile hat Lena schon 100 MISSOIRS vermieten können. 120.000 Euro konnten damit verdient werden. Ein Set kostet 996 Euro, wobei der Preis je nach Größenordnung der Bestellung angepasst wird.
Ralf und Carsten Maschmeyer steigen ebenfalls aus, für sie ist MISSOIR schwer zu verkaufen. Allein Johannes Kliesch ist beeindruckt von den bisherigen Erfolgen von MISSOIR. Allerdings will auch er nicht investieren, weil er glaubt, dass ein Investment gar nicht für den Erfolg von MISSOIR nötig ist.
So geht es nach der Sendung mit MISSOIR weiter
MISSOIR lässt sich weiterhin kaufen, auf der Website des Start-ups finden sich alle Informationen zu Aufbau, Zubehör und den vielen Vorteilen des Frauenurinals.







