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Mega Man 11 im Test: Die Rückkehr der Legende

Mega Man ist zurück. Auch Mega Man 11 lockt mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad. Wir verraten, ob das auch 2018 noch an die Konsolen fesseln kann.

Mega Man 11
Mega Man ist zurück und muss mal wieder die Pläne von Dr. Wily durchkreuzen Bild: Capcom
 

Seit knapp 30 Jahren bekämpft Mega Man schon den fiesen Dr. Wily und seine Roboter. Zum Geburtstag hat Capcom dem blauen Helmträger ein neues Spiel spendiert - und erinnert damit an längst vergessene Zocker-Tage. Denn wer nicht aufpasst, wird den Game Over-Bildschirm schneller sehen, als ihm lieb ist.

Dabei ist das Grundkonzept eigentlich wie eh und je. In einer hanebüchenen Story, die in langwierigen Zwischensequenzen erzählt wird, sabotiert Dr. Wily eigentlich gutmütige Roboter. Mega Man muss ausziehen, um die neue Bedrohung zu stoppen. Dabei durchquert er (vorerst) acht Level , die mit einem besonderen Gimmick zu dem jeweiligen Boss passen. Wenn dieser dann das Zeitliche gesegnet hat, übernimmt man dessen Waffe und kann sich so das Leben in einigen anderen Abschnitten leichter machen. Sobald man das hinter sich hat, warten noch die besonders kniffligen Wily-Stages auf den Spieler.

Dieses Spielprinzip kennen Fans bereits seit 1987. Mega Man 11 bringt allerdings eine spannende Neuerung – das Double-Gear-System. Auf Knopfdruck kann man entweder besonders starke Angriffe durchführen oder aber die Zeit verlangsamen, um besser ausweichen zu können. Sollte man nur noch wenig Leben haben, kann man sogar beide Modi für eine kurze Zeit gleichzeitig aktivieren. Der Clou an der Sache: Man kann diese Funktion benutzen, um sich schwierige Passagen zu erleichtern – muss man aber nicht.

Und das ist die größte Stärke des Spiels. Es bietet viele Funktionen, um Neulingen oder Anfängern den Einstieg zu erleichtern. Vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, Upgrades, die den Blaser verbessern oder Items, die einen vor fiesen Stacheln schützen sorgen dafür, dass die Frustration nicht ganz so schnell einsetzt. Das sind aber alles Optionen - als Hardcore-Purist muss man das alles nicht wahrnehmen. So kann sich jeder sein eigenes „Mega Man 11“-Erlebnis schaffen.

Nur sollte eine Sache klar sein: Ein Spaziergang ist der Kampf gegen die fiesen Roboter nicht. Viele Hindernisse und Gegner wollen euren virtuellen Tod, manchmal sogar beides gleichzeitig. Zwar werden dem Spieler die Eigenheiten der jeweiligen Level durch cleveres Design immer in gesicherter Umgebung beigebracht. Aber sobald man von verschiedenen Seiten beschossen wird und dabei versucht, nicht in die nächste Grube zu fallen, kann das sehr schnell sehr stressig werden. Aber genau dafür lieben Fans die Reihe.

So fühlt sich „Mega Man 11“ wie ein idealer Kompromiss aus alten und neuen Spielmechaniken an, die beide Spieler-Lager zufrieden stellen wird. Dazu kommt noch eine gelungene Präsentation mit tollen Gegner-Designs und absolut flüssig laufender Framerate sowie einige Challenges für diejenigen, die das etwas kurze Hauptspiel bereits durch haben – wer wollte nicht schon immer mal ein „Mega Man“-Level mit möglichst wenig Sprüngen durchspielen? Wenn man sich nicht von dem knackigen Schwierigkeitsgrad abschrecken lässt und auf etwas Retro-Gameplay steht, ist der Titel ein Pflichtkauf.



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