„Matzi“ Strauss ist tot – das ist zur Todesursache der deutschen Basketball-Legende bekannt
Matthias „Matzi“ Strauss übernahm auf dem Basketballfeld Verantwortung und blieb seinem Sport lange verbunden. Nun trauern Weggefährten um den früheren Nationalmannschaftskapitän.

Er führte die deutsche Basketball-Nationalmannschaft als Kapitän an, feierte mit Gießen Titel und gestaltete die frühen Berliner Basketballjahre mit: Matthias „Matzi“ Strauss ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Deutsche Basketball Bund (DBB) und Alba Berlin würdigten den ehemaligen Spieler in persönlichen Nachrufen. Darin wird deutlich, dass Strauss weit über seine sportlichen Leistungen hinaus geschätzt wurde.
„Doch nicht nur das, er war einfach ein ganz feiner Kerl“, erinnerte DBB-Präsident Ingo Weiss an den langjährigen Nationalspieler. Neben seinem Einsatz für die deutsche Auswahl hob der Verbandspräsident die Verantwortung hervor, die Strauss als Spielführer übernommen hatte.
Matthias Strauss ist tot: Was zur Todesursache bekannt ist
Nach den offiziellen Mitteilungen starb Matthias Strauss am Sonntag, dem 25. Oktober 2026. Alba Berlin teilte mit, dass seinem Tod eine kurze, schwere Krankheit vorausgegangen war. Auch der DBB bestätigte eine schwere Erkrankung. Um welche Krankheit es sich handelte, geht aus den beiden Nachrufen nicht hervor. Eine konkrete medizinische Todesursache wurde dort nicht genannt.
Alba-Geschäftsführer Marco Baldi würdigte Strauss als bedeutende Persönlichkeit der Vereinsgeschichte und als engen Freund. Seine Abschiedsworte: „Matzi wird immer in unseren Herzen bleiben.“

„Matzi“ Strauss: Deutscher Meister und 116-maliger Nationalspieler
Die Basketballlaufbahn des gebürtigen Frankfurters begann bei Eintracht Frankfurt. 1975 wechselte Strauss zum MTV Gießen, für den er sechs Jahre spielte. Dort erlebte er zwei große Erfolge: 1978 gewann er die deutsche Meisterschaft, 1979 den Pokal.
Noch im Jahr seines Wechsels nach Gießen gab er Ende 1975 sein Debüt in der Nationalmannschaft. Insgesamt bestritt Strauss 116 Länderspiele und führte die Auswahl über Jahre als Kapitän an. Zu seinen internationalen Einsätzen gehörten die Europameisterschaften 1981 und 1983.
1981 zog es ihn nach Berlin zum damaligen Bundesligaaufsteiger DTV Charlottenburg. In der Hauptstadt blieb er bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn 1994. Mit den Berliner Mannschaften erreichte er dreimal das Meisterschaftsfinale, musste sich dort allerdings jeweils Bayer Leverkusen geschlagen geben.
Alba Berlin blieb Matthias Strauss auch nach der Karriere verbunden
Seine Beziehung zum Berliner Basketball endete mit dem letzten Profispiel keineswegs. Strauss war Gründungsmitglied des Alba-Vorgängervereins BG Charlottenburg und engagierte sich später über viele Jahre als Kassenprüfer bei Alba Berlin.
Auch beruflich blieb eine Verbindung bestehen: Strauss arbeitete bis 2025 als Zahnarzt und betreute in seiner Praxis unter anderem das Alba-Team. Selbst auf dem Spielfeld war er nach dem Karriereende weiter aktiv. 2012 gewann er mit dem DBV Charlottenburg die deutsche Ü55-Meisterschaft.
So hinterließ „Matzi“ Strauss seine Spuren nicht allein in Ergebnislisten und Vereinschroniken. Die Nachrufe erinnern an einen Menschen, der seinem Sport und den Menschen darin über Jahrzehnte verbunden blieb.






