Morgenmagazin-Moderatorin Gisela Marx ist tot: Das ist zur Todesursache bekannt
Gisela Marx ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Die frühere Moderatorin des „Morgenmagazins“ machte später als Produzentin Fernsehgeschichte – unter anderem mit „Richterin Barbara Salesch“.

Die deutsche Medienbranche trauert um Gisela Marx. Die Journalistin, Moderatorin und Produzentin starb am Sonntag, 25. Oktober 2026, im Alter von 84 Jahren in Köln. Ihr Tod wurde von der von ihr gegründeten Produktionsfirma Filmpool Entertainment bestätigt.
Viele kannten Marx zunächst aus dem Radio: Sie moderierte das „Morgenmagazin“ von WDR 2 und leitete später in den 90er-Jahren auch das „Mittagsmagazin“ des Senders. Doch ihre Karriere beschränkte sich längst nicht auf die Arbeit vor dem Mikrofon. Als Gründerin von Filmpool hatte sie später entscheidenden Anteil an einigen der prägendsten Formate des deutschen Nachmittagsfernsehens.
Gisela Marx ist tot: Was ist zur Todesursache bekannt?
Eine konkrete Todesursache von Gisela Marx ist bislang nicht öffentlich bekannt. Filmpool-Geschäftsführer Felix Wesseler bestätigte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, dass die 84-Jährige nach längerer Krankheit am Sonntagmorgen in Köln gestorben sei.
Welche Erkrankung Marx hatte und wie lange sie bereits gesundheitlich angeschlagen war, wurde nicht mitgeteilt. Nach Informationen von DWDL schlief sie friedlich zu Hause ein.
Wesseler würdigte die Unternehmerin nach ihrem Tod mit den Worten: „Gisela Marx hat die Grundlage dafür gelegt, dass Filmpool zu einer der größten deutschen Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften geworden ist.“
Gisela Marx prägte den WDR – und später das Nachmittagsfernsehen
Marx wurde 1942 in Nümbrecht im Oberbergischen Kreis geboren. Nach einem Geschichtsstudium an der Universität Köln arbeitete sie ab Mitte der 1960er-Jahre als Journalistin für Hörfunk und Fernsehen. Beim WDR war sie neben dem „Morgenmagazin“ unter anderem an Produktionen wie „Euro-Show“, „Treffpunkt Dritte Welt“, „Auslandsstudio“ und „Drei vor Mitternacht“ beteiligt.
Sogar als Schauspielerin trat sie in Erscheinung: In Wolfgang Menges Fernsehfilm „Das Millionenspiel“ spielte sie eine Reporterin.
Schon 1974 gründete Marx außerdem die Produktionsfirma Filmpool. Jahrzehnte später sollte das Unternehmen damit das deutsche Fernsehen nachhaltig verändern.
Ihre Firma machte „Richterin Barbara Salesch“ zum TV-Hit
Der große Durchbruch gelang Filmpool mit „Richterin Barbara Salesch“. Die Sat.1-Sendung startete zunächst mit echten Fällen, entwickelte sich später aber zu einer inszenierten Gerichtsshow mit Laiendarsteller – und wurde zu einem riesigen Erfolg.
Weitere Formate folgten, darunter „Das Jugendgericht“, „Das Familiengericht“, „Niedrig und Kuhnt“ sowie „Kallwass greift ein!“. Filmpool gehörte damit zu den Unternehmen, die den Boom von Gerichtsshows und Scripted-Reality-Formaten im deutschen Fernsehen maßgeblich mitprägten.
2004 wurde Filmpool von MME Moviement übernommen. Marx blieb noch bis 2009 Mitglied des Vorstands. Für ihr politisches und gesellschaftliches Engagement war sie bereits 2003 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.


