Massenkündigungen bei RTL: Auch Stefan Raab steht auf dem Prüfstand
Die deutsche TV-Landschaft wird gerade von einem Paukenschlag erschüttert: RTL plant offenbar Sparmaßnahmen, die hunderte Stellen kosten könnten – und sogar Stefan Raab scheint nicht mehr unantastbar zu sein.

Die Nachricht trifft Mitarbeitende wie Zuschauer gleichermaßen überraschend. Hunderte Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel – betroffen sind damit auch die Schwester-Sender wie Vox, n-tv und RTL+. Grund für die drastischen Maßnahmen sei unter anderem die kontinuierlich rückläufige TV-Nutzung und die schwächelnden Werbeeinnahmen. Konkurrenz von Streaming-Giganten wie Netflix verschärft den Druck zusätzlich. Die „Wirtschaftswoche“ schreibt, mehrere Teilbetriebe könnten komplett eingestellt werden. Die Mitarbeiter sollen zeitnah über ihre Zukunft informiert werden. Aktuell beschäftigt die RTL-Gruppe rund 7500 Menschen.
Auch Stefan Raab soll im Visier der Sparmaßnahmen sein
Ungewöhnlich: Selbst Promis stehen während der Sparrunde nicht mehr automatisch auf sicherem Boden. Stefan Raab, einer der bekanntesten Entertainer der Republik, soll sich ebenfalls auf dem Prüfstand befinden.
Nach seinem TV-Comeback im Jahr 2024 überzeugte Raab nicht wie erhofft: Die Show „Stefan & Bully gegen irgendson Schnulli“ kam laut Angaben zuletzt auf nur 8,2 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen und zog somit 830.000 Zuschauer vor den Bildschirm. Im direkten Vergleich hatte Florian Silbereisen mit seinem „Adventsfest der 100.000 Lichter“ deutlich die Nase vorn. Auch „Die Stefan Raab Show“ tat sich schwer, mit kräftigen Quoten zu punkten. Immer wieder hagelt es Kritiken für Raabs angeblich „eingestaubten Humor“ und allzu flache Witze.
Verliert Stefan Raab seine Shows?
Angesichts der Rekordkündigungen und der kritischen Quotenlage stellt sich die Frage: Verliert Stefan Raab tatsächlich seinen Job bei RTL? Offiziell gibt es dazu derzeit keine Stellungnahme, ein Schock wäre ein Abschied des einstigen Quotenbringers aber allemal. Wie es für ihn und viele weitere Beschäftigte im Sender weitergeht, bleibt vorerst offen.
Statement von RTL
Mittlerweile hat sich auch der Sender zu Wort gemeldet. Er bestätigt: Es werden 600 Stellen abgebaut. CEO Stephan Schmittererklärt laut „Bild“: „Mit dem dynamischen Wachstum von RTL+ und der geplanten Übernahme von Sky haben wir eine starke Basis für künftigen Erfolg. Dabei stehen unsere Inhalte und unsere publizistische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten – mit gezielten Investitionen in Unterhaltung, Sport und Nachrichten sowie neue Technologien für unser Publikum von heute und morgen.“
Um dies zu gewährleisten, wurde ein Programm entworfen, „das den notwendigen Personalabbau so fair und verantwortungsvoll wie möglich gestalten soll“. Und weiter: „Diese Maßnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig und werden die Position von RTL Deutschland angesichts der strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen nachhaltig stärken.“






