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Traurig!

Martin Rütter: Doppelte Enttäuschung – eine für ihn selbst, eine für die Fans

Bei Martin Rütter stehen Veränderungen an: Nach rund 25 Jahren auf Tour zieht der Hundeprofi einen Schlussstrich unter einen wichtigen Teil seiner Karriere. Gleichzeitig gibt es auch aus dem Fernsehen unerfreuliche Nachrichten. Eines seiner langjährigen Formate ist so schwach gelaufen wie noch nie.

Martin Rütter trägt ein schwarzes T-Shirt und ein Headset-Mikrofon vor einem dunklen, unscharfen Hintergrund.
Für Hundeprofi Martin Rütter steht ein trauriger Karriereabschnitt an. Foto: IMAGO / Stefan Schmidbauer

Eigentlich dürfte Martin Rütter mit Abschieden bestens vertraut sein – schließlich begleitet er seit Jahrzehnten Hundehalter:innen durch schwierige Phasen und Veränderungen. Nun betrifft eine große Veränderung allerdings ihn selbst. Der 55-Jährige hat sich entschieden, sein Leben auf Tour hinter sich zu lassen. Sein neues Programm trägt deshalb einen ziemlich eindeutigen Namen: „Schluss! Aus!“. Für Fans bedeutet das, dass sie sich von Rütters großen Bühnentourneen verabschieden müssen.

Doch ausgerechnet in dieser Phase kommt eine zweite unerfreuliche Nachricht hinzu. Auch im Fernsehen gibt es für den sonst so erfolgreichen Hundeprofi einen Dämpfer.

Martin Rütter erklärt, warum er mit seinen Tourneen aufhört

Dass Rütter keine Lust mehr auf die Bühne hätte, steckt hinter seiner Entscheidung ausdrücklich nicht. Vielmehr hat er nach Jahrzehnten einen Punkt erreicht, an dem ihm das Leben zwischen Auftritten, Hotels und langfristig verplanten Kalendern zu viel wird. Wie gewaltig das Pensum war, machte er bereits 2025 gegenüber dem „Spiegel“ deutlich: „Dann war ich 25 Jahre unterwegs, wir reden von 1500 Bühnenshows und 1000 Vorträgen. Das ist ein Brett.“

Die Auftritte machten ihm zwar „noch immer Riesenspaß“. Gleichzeitig erklärte Rütter: „Es ist kräftezehrend: jeden Tag eine andere Stadt, ein Leben im Hotel, den Kalender auf Jahre ausgebucht. Mit 30 habe ich das leichter weggesteckt.“ Mit „Schluss! Aus!“ beginnt im Oktober nun seine letzte Tournee. Ein vollständiger Rückzug aus der Öffentlichkeit ist damit allerdings nicht angekündigt. Insbesondere seine Fernsehkarriere geht weiter. Dort läuft es aktuell jedoch nicht überall so, wie Rütter und VOX es sich vermutlich erhofft haben dürften.

„Die Welpen kommen“ beschert Martin Rütter einen Negativrekord

Rütter ist längst nicht nur durch „Der Hundeprofi“ bekannt. Inzwischen ist rund um seine Arbeit eine ganze Reihe von Sendungen entstanden. Dazu gehört seit 2019 auch die Doku-Reihe „Die Welpen kommen – mit Martin Rütter“. Das Format begleitete Familien und Einzelpersonen bislang vor allem dabei, wie sich ihr Alltag durch den Einzug eines Welpen verändert. Lange war die Sendung am Sonntagvorabend bei RTL zu Hause. 2026 bekam sie bei VOX eine deutlich prominentere Bühne: neue Folgen in der Primetime.

Doch die jüngste Ausgabe konnte davon nicht profitieren. Zum Start der zweiten VOX-Staffel am 29. September waren laut dem Mediendienst DWDL insgesamt nur 830.000 Zuschauer:innen dabei. Für „Die Welpen kommen“ ist das ein neuer Tiefpunkt: Noch nie hatte eine Ausgabe eine geringere Gesamtreichweite erzielt.

Verschwindet Martin Rütter jetzt aus dem Fernsehen?

Für Fans gibt es deshalb trotz der doppelten Nachricht keinen Grund, Rütters kompletten Abschied aus dem Showgeschäft anzunehmen. Seine letzte Tour und die schwachen Quoten von „Die Welpen kommen“ sind zwei voneinander unabhängige Entwicklungen. Der angekündigte Schlussstrich betrifft seine großen Tourneen. Ein Ende seiner Fernseharbeit hat Rütter damit nicht verkündet. Schließlich steht der Hundetrainer bereits seit vielen Jahren für verschiedene Formate vor der Kamera; „Der Hundeprofi“ läuft bei VOX sogar schon seit 2008.

Trotzdem dürfte der Herbst 2026 für ihn eine besondere Phase markieren: Während Rütter selbst nach rund 1500 Bühnenshows und 1000 Vorträgen Abschied von seinem Tourleben nimmt, muss eines seiner TV-Formate gleichzeitig einen historischen Tiefstwert verkraften.

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