„Marie Brand und der entsorgte Mann“: Ist der erschreckende Fall wirklich passiert?
Der ZDF-Krimi sorgt für viele Fragen – vor allem, ob der brutale Recyclinghof-Fall auf einer echten Begebenheit beruht.

Die 31. Episode der beliebten ZDF-Reihe „Marie Brand“ verbindet einen düsteren Mordfall mit brisanten Enthüllungen über die Recyclingbranche – so authentisch, dass viele Zuschauerinnen sich fragen: Wie viel davon ist vielleicht wahr? Der Film wurde zwar frei erfunden, greift aber reale Missstände wie illegale Müllverschiebung und Umweltaktivismus auf, sodass die Grenze zwischen Fiktion und Realität verblüffend schmal wirkt.
Worum geht es in „Marie Brand und der entsorgte Mann“?
Der Fall beginnt mit einem Schockfund: Auf dem Gelände eines maroden Recyclinghofs wird die Leiche des Kleinunternehmers Lutz Köhm entdeckt – eingewickelt in schwarze Plastikfolie und achtlos entsorgt. Für Marie Brand und Jürgen Simmel beginnt damit ein komplexes Puzzle aus privaten Verstrickungen, beruflichen Konflikten und lange schwelenden Feindschaften.
Köhm arbeitete einst für die Schottbusch-AG, ein einflussreicher Recyclingbetrieb, der schon länger im Fokus von Umweltaktivisten steht. Ein früherer Unfall, bei dem Köhm beteiligt war und ein Umweltschützer ins Koma fiel, spielt eine Schlüsselrolle: Das Unfallopfer starb erst kurz vor Köhms Tod – und seine Aktivistengruppe hatte Beweise veröffentlicht, dass Schottbusch illegal Müll ins Ausland entsorgt.
Als Brand und Simmel herausfinden, dass Köhm eine Affäre mit Monika Schottbusch hatte, verdichten sich die Motive. Sein Versuch, brisante Unterlagen über den mutmaßlichen Müllskandal zu sammeln, bringt schließlich Licht ins Dunkel. Monika Schottbusch gesteht, ihn zur Rede gestellt zu haben – „Sie wollte ihn nicht töten, sondern nur reden“, heißt es laut Vorlage. Der tödliche Sturz sei im Streit passiert.
Private Turbulenzen bei Maries Brand!
Neben der düsteren Mordermittlung bringt der Film auch Leichtigkeit – zumindest theoretisch. Ein Wasserrohrbruch macht Maries Wohnung unbewohnbar, woraufhin ihr Vorgesetzter Dr. Gustav Engler helfen will. Sein Einsatz endet jedoch im Chaos: Maries Möbel landen versehentlich auf dem Sperrmüll, und sie muss kurzerhand bei Simmel einziehen – sehr zum Missfallen seiner neuen Freundin Annika. Am Ende muss Simmel einsehen, dass beide Frauen seinen kleinen Notlügen längst auf die Schliche gekommen sind.
Der Cast des Krimis
Die Besetzung ist wie gewohnt hochkarätig. Neben Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann sind unter anderem dabei:
Dr. Gustav Engler – Thomas Heinze
Jasmin Schulte – Ceci Chuh
Juna Becker – Ricarda Seifried
Leslie Hollmann – Vidina Popov
Monika Schottbusch – Tanja Schleiff
Patrick Schottbusch – Joachim Raaf
Kai Milas – Emanuel Fellmer
Konstantin Stark – Lenn Kudrjawizki
Annika Schön – Laura Louisa Garde
Simon Weiland – Christoph Bertram
Marcel Vogel – Carsten Caniglia
Anton Baumer – Björn Jung
Ali Halabi – Mo Ahmadi
Wie viele „Marie Brand“-Filme wurde auch dieser Teil in Köln und Umgebung gedreht. Die Dreharbeiten liefen im Herbst 2021 unter dem Arbeitstitel „Marie Brand und der Tote im Plastik“.
Sendetermine: Wann läuft die Folge?
Zuschauerinnen können sich freuen: Das ZDF zeigt „Marie Brand und der entsorgte Mann“ am Dienstag, 02.12.25, um 20:15 Uhr noch einmal zur besten Sendezeit. Eine Wiederholung im TV ist nicht geplant.
In der ZDF-Mediathek steht die Episode bereits jetzt zur Verfügung und bleibt ein Jahr lang abrufbar.








