Große Gefühle, große Namen

„Love Story“ auf Disney+: Diese 13 Paare wären perfekt für Staffel 2 geeignet

Nach dem Start von „Love Story“ auf Disney+ stellt sich schnell die nächste Frage: Welche legendären Paare könnten Stoff für Staffel 2 liefern? Die Auswahl ist riesig – wir haben die interessantesten Duos für euch zusammengefasst.

Ein Paar schaut sich in warmem Licht verliebt an, während die Frau den Mann mit beiden Armen umarmt.
In Staffel 1 dreht sich alles um John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette – welches Paar könnte in Staffel 2 im Mittelpunkt stehen? Foto: Disney+

Mit „Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette“hat Disney+ eine glamouröse, tragische und hoch emotionale Anthologie gestartet, die große Liebesgeschichten in Serie erzählen will. In Deutschland läuft Staffel 1 seit dem 13. Februar 2026 bei Disney+, aktuell ist eine zweite Staffel noch nicht offiziell bestätigt. Serienmacher Connor Hines hat aber bereits angedeutet, dass eine Fortsetzung wahrscheinlich sei. Genau deshalb liegt die Frage auf der Hand: Welche legendären, dramatischen oder ikonischen Paare würden ebenfalls perfekt in dieses Format passen? Hier sind 13 Paare, die für eine zweite Staffel oder gleich mehrere weitere Ausgaben interessant wären.

Diese 13 Paare wünschen wir uns für Staffel 2

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Stevie Nicks singt auf einer Bühne ins Mikrofon, während Lindsey Buckingham neben ihr Gitarre spielt und zu ihr hinüberschaut.
Foto: IMAGO / Capital Pictures

1. Stevie Nicks und Lindsey Buckingham

Kaum eine Liebesgeschichte der Musikszene ist so intensiv, dramatisch und künstlerisch aufgeladen wie die von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham. Kennengelernt haben sich die beiden Ende der 1960er-Jahre in Kalifornien, wurden erst musikalische Partner und kurz darauf auch privat ein Paar. Als Duo „Buckingham Nicks“ kämpften sie sich durch kleine Clubs, lebten zeitweise am Existenzminimum – verbunden durch große Träume und eine noch größere kreative Energie. 1975 wurden sie gemeinsam zu Fleetwood Mac geholt – ein Wendepunkt, der sie über Nacht weltberühmt machte. Doch mit dem Erfolg wuchsen auch die Spannungen. Ihre Beziehung zerbrach, während sie weiterhin Seite an Seite Musik machten. Die Trennung verlief schmerzhaft und öffentlich – und genau dieser emotionale Ausnahmezustand mündete in eines der erfolgreichsten Alben aller Zeiten: „Rumours“ (1977).

Statt sich aus dem Weg zu gehen, verarbeiteten Nicks und Buckingham ihre verletzten Gefühle in Songs, die bis heute Musikgeschichte schreiben. Stücke wie „Go Your Own Way“ oder „Dreams“ gelten als musikalische Dialoge zweier Menschen, die sich lieben, verlieren – und trotzdem nicht loslassen können. Auf der Bühne performten sie ihre gemeinsamen Songs mit einer spürbaren Mischung aus Anziehung, Wut und Nostalgie. Ihre Geschichte ist geprägt von Leidenschaft, künstlerischer Genialität, Eifersucht, Stolz und nie ganz verheilten Wunden. Eine Liebe, die in Songs weiterlebte, lange nachdem sie privat zerbrochen war – und die bis heute als eine der faszinierendsten und tragischsten Beziehungen der Rockgeschichte gilt.

Patti Smith und Robert Mapplethorpe posieren auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme eng nebeneinander, während er sie ansieht und sie mit der Hand am Mund in die Kamera blickt.
Foto: Norman Seeff

2. Patti Smith und Robert Mapplethorpe

Diese Liebesgeschichte ist weniger Glamour als poetische Intensität, künstlerischer Hunger und New Yorker Bohème der späten 1960er-Jahre. Patti Smith und Robert Mapplethorpe lernten sich 1967 kennen, beide jung, mittellos und fest entschlossen, Künstler zu werden. Sie zogen zusammen ins legendäre Chelsea Hotel, lebten von wenig Geld, aber von großen Träumen – und gaben einander den Mut, kompromisslos an die eigene Vision zu glauben. Ihre Beziehung war zunächst romantisch, entwickelte sich jedoch weiter, als Mapplethorpe begann, sich mit seiner Sexualität auseinanderzusetzen. Aus Liebenden wurden Seelenverwandte: eng verbunden, kreativ voneinander abhängig, emotional unerschütterlich. Während sich Patti Smith zur „Godmother of Punk“ entwickelte, wurde Mapplethorpe zu einem der provokantesten und einflussreichsten Fotografen seiner Zeit.

Sie porträtierten sich gegenseitig – mit der Kamera, mit Worten, mit Kunst. Mapplethorpes ikonisches Schwarz-Weiß-Foto von Patti Smith für das Cover ihres Albums „Horses“ wurde selbst zu einem Stück Kulturgeschichte. Trotz neuer Beziehungen und wachsender Karrieren blieb ihre Verbindung ein Leben lang bestehen, getragen von Erinnerungen und tiefer Zuneigung. Dass Patti Smith diese Zeit Jahrzehnte später in ihrem preisgekrönten Buch „Just Kids“ festhielt, zeigt, wie prägend diese Liebe war: eine Geschichte über zwei Menschen, die gemeinsam erwachsen wurden, sich gegenseitig groß machten – und deren Band stärker war als jede klassische Definition von Beziehung.

Jennifer Lopez und Ben Affleck posieren bei einem Event eng nebeneinander, während sie lächelt und er ernst in die Kamera blickt.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

3. Jennifer Lopez und Ben Affleck

„Bennifer“ ist wohl eine der medienwirksamsten Liebesgeschichten der 2000er – und wie gemacht für eine moderne „Love Story“-Staffel. Jennifer Lopez und Ben Affleck lernten sich 2002 am Set von „Gigli“ kennen, verliebten sich schnell und wurden über Nacht quasi zum meistfotografierten Paar Hollywoods. Paparazzi, Schlagzeilen, roter Teppich, ein riesiger Verlobungsring mit pinkem Diamanten – ihre Beziehung war ein einziges Blitzlichtgewitter. Doch der Druck der Öffentlichkeit wurde immer größer. 2003 verschoben sie ihre Hochzeit, Anfang 2004 folgte die Trennung. Beide gingen eigene Wege, heirateten andere Partner:innen, gründeten Familien – und dennoch riss das öffentliche Interesse an „Bennifer“ nie ganz ab.

Fast 20 Jahre später dann das spektakuläre Liebes-Comeback: 2021 wurden sie wieder gemeinsam gesehen, 2022 heirateten sie – erst spontan in Las Vegas, dann bei einer großen Feier in Georgia. Für viele Fans wirkte es wie eine zweite Chance für die große, nie ganz vergessene Liebe. Doch auch dieses Kapitel hielt nicht dauerhaft. Nach anhaltenden Spekulationen bestätigte sich schließlich, dass sich Lopez und Affleck erneut getrennt haben. Damit bleibt „Bennifer“ eine Hollywood-Geschichte in mehreren Akten – mit der Erkenntnis, dass selbst die größte Liebe im Rampenlicht nicht immer ein Happy End garantiert.

Victoria und David Beckham posieren elegant bei einem Event nebeneinander und blicken in die Kamera.
Foto: IMAGO / Cover-Images

4. Victoria und David Beckham

Falls „Love Story“ auf echte Popkultur-Ikonen setzen will, führt kaum ein Weg an Victoria und David Beckham vorbei. Kennengelernt haben sich das Spice Girl und der Manchester-United-Star 1997 – auf dem Höhepunkt ihrer jeweiligen Karrieren. Es folgte eine Blitzverlobung, 1999 die glamouröse Hochzeit auf einem irischen Schloss, inklusive lila Thronstühlen und einer fast königlichen Inszenierung. Schon früh war klar: Diese Beziehung ist mehr als nur eine Romanze – sie ist eine Marke. Während David zu einem der berühmtesten Fußballer der Welt aufstieg, baute Victoria nach dem Spice-Girls-Hype eine erfolgreiche Karriere als Designerin auf. Gemeinsam meisterten sie Vereinswechsel nach Madrid, Los Angeles, Mailand und Paris – stets begleitet von Paparazzi, Schlagzeilen und nicht selten auch Krisengerüchten. Besonders die frühen 2000er waren von medial begleiteten Affären-Spekulationen überschattet, die ihre Ehe auf eine harte Probe stellten.

Doch die Beckhams blieben – zumindest öffentlich – geschlossen. Über die Jahre wurden sie zu einem globalen Power-Couple mit vier Kindern, Mode-Imperium, Werbedeals und Doku-Format. Ihre Liebesgeschichte ist weniger Skandal als Strategie, weniger On-off-Drama als Langzeitpartnerschaft im Scheinwerferlicht. Fast drei Jahrzehnte nach ihrem Kennenlernen stehen Victoria und David Beckham immer noch für eine seltene Konstante im schnelllebigen Promi-Kosmos: eine Ehe, die Pop, Sport, Business und Boulevard überdauert hat – und sich dabei immer wieder neu erfindet.

Joan Didion und John Gregory Dunne sitzen nebeneinander in der ersten Reihe einer Veranstaltung und blicken ernst nach vorn.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

5. Joan Didion und John Gregory Dunne

Diese „Love Story“-Variante wäre leise, klug und von einer tiefen Melancholie durchzogen. Joan Didion und John Gregory Dunne lernten sich Anfang der 1960er-Jahre in New York kennen, beide arbeiteten im Journalismus, beide wollten schreiben – und blieben fortan beruflich wie privat untrennbar verbunden. Sie heirateten 1964, zogen nach Kalifornien und wurden zu einem der prägendsten Autorenpaare ihrer Generation. Ihre Ehe war eine Arbeitsgemeinschaft im besten Sinne: Sie lasen die Texte des jeweils anderen, redigierten, stritten über Sätze und schrieben teils sogar gemeinsam Drehbücher in Hollywood. Ihr Zuhause war zugleich Denkfabrik – ein Ort, an dem Literatur, Politik und Popkultur aufeinandertrafen. Trotz aller Unterschiede galt ihre Beziehung als außergewöhnlich partnerschaftlich, geprägt von Respekt, intellektueller Nähe und einem feinen, oft trockenen Humor.

Mit dem plötzlichen Tod Dunnes im Jahr 2003 veränderte sich Didions Leben radikal. Aus dem privaten Verlust entstand eines ihrer bekanntesten Werke: „The Year of Magical Thinking“. Darin beschreibt sie mit schonungsloser Klarheit die Mechanismen der Trauer – und macht ihre jahrzehntelange Ehe posthum zu einem literarischen Vermächtnis. Später folgte mit „Blue Nights“ ein weiterer zutiefst persönlicher Text über Abschied und Vergänglichkeit.

Prinz Harry und Herzogin Meghan lächeln sich bei einem öffentlichen Auftritt eng an und wirken vertraut.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

6. Harry und Meghan

Würde „Love Story“ eine Mischung aus Märchen, Medienwahnsinn und modernem Emanzipationsdrama suchen, käme man an Prinz Harry und Herzogin Meghan kaum vorbei. Kennengelernt haben sich die beiden 2016 über gemeinsame Freunde – zunächst heimlich, fernab der Öffentlichkeit. Doch als ihre Beziehung publik wurde, begann ein globaler Ausnahmezustand: Schlagzeilen, Paparazzi, Debatten über Herkunft, Hautfarbe, Tradition und Tabubrüche. 2018 folgte die royale Traumhochzeit auf Schloss Windsor, weltweit live übertragen. Doch hinter den Kulissen wuchs der Druck. Die intensive Boulevard-Berichterstattung, Konflikte mit der britischen Presse und Berichte über Spannungen innerhalb der Königsfamilie überschatteten zunehmend das öffentliche Bild.

2020 dann der historische Schritt: Harry und Meghan verkündeten ihren Rückzug als aktive Royals – der sogenannte „Megxit“. Sie zogen in die USA, gaben vielbeachtete Interviews, veröffentlichten eine Netflix-Doku und Harrys Memoiren „Spare“. Ihre Version der Ereignisse sorgte weltweit für Diskussionen über Rassismus, mentale Gesundheit, Loyalität und die Rolle der Monarchie im 21. Jahrhundert. Ihre Liebesgeschichte ist damit weit mehr als eine royale Romanze: Sie erzählt von zwei Menschen, die sich füreinander – und gegen ein jahrhundertealtes System – entschieden haben.

Selena Gomez und Justin Bieber posieren bei einem Event eng nebeneinander in eleganter Abendgarderobe und blicken in Richtung der Kameras.
Foto: IMAGO / WENN

7. Justin Bieber und Selena Gomez

Auch diese Liebesgeschichte hätte enormes Serienpotenzial. Justin Bieber und Selena Gomez lernten sich 2009 kennen und wurden wenig später zum Teenie-Traumpaar einer ganzen Generation. Rote Teppiche, verliebte Blicke, gemeinsame Urlaube – „Jelena“ war schnell mehr als nur eine Beziehung, sondern ein Popkultur-Phänomen, das von Millionen Fans in Echtzeit auf Social Media begleitet wurde. Doch genauso intensiv wie die Euphorie war das Drama. Zwischen 2012 und 2018 folgte eine jahrelange On-off-Dynamik: Trennungen, Versöhnungen, kryptische Instagram-Posts, Songtexte voller Anspielungen – jede Begegnung wurde analysiert, jeder Like als mögliches Liebeszeichen gedeutet.

Während beide öffentlich mit dem Druck des Ruhms, mentaler Gesundheit und dem Erwachsenwerden im Rampenlicht rangten, wurde ihre Beziehung zur Projektionsfläche einer ganzen Online-Generation. Viele Fans sind bis heute überzeugt, dass Hits wie Biebers „Sorry“ oder Gomezes „Lose You to Love Me“ direkte Kapitel ihrer gemeinsamen Geschichte erzählen. 2018 kam es zur endgültigen Trennung, kurz darauf heiratete Bieber Hailey Baldwin – ein Schritt, der die öffentliche Debatte noch einmal befeuerte.

Grace Kelly steht in einem langen Brautkleid neben Fürst Rainier in Uniform in einem prunkvollen Saal, beide posieren für ein Hochzeitsfoto.
Foto: IMAGO / United Archives International

8. Grace Kelly und Fürst Rainier

Mehr Märchen geht kaum: Grace Kelly, Oscar-Preisträgerin und Hitchcock-Muse, traf 1955 beim Filmfestival in Cannes auf Fürst Rainier III. von Monaco – ein arrangiertes Fototermin-Treffen, aus dem überraschend schnell mehr wurde. Nach einem intensiven Briefwechsel und mehreren Besuchen verlobte sich das Paar Anfang 1956. Nur wenige Monate später folgte eine der ersten medialen Großhochzeiten des 20. Jahrhunderts: Millionen verfolgten die Trauung im April 1956, Hollywood-Stars reisten an die Côte d’Azur, und aus der amerikanischen Filmikone wurde offiziell Ihre Durchlaucht Fürstin Grace von Monaco. Mit nur 26 Jahren beendete sie ihre Karriere – auf dem Höhepunkt ihres Ruhms – und tauschte amerikanischen Glamour gegen die europäische Monarchie.

Die Verwandlung vom Hollywood-Star zur Fürstin faszinierte die Welt. Doch hinter dem Märchen standen auch Anpassung, öffentlicher Druck und das Leben in einem streng reglementierten Fürstentum. Grace widmete sich wohltätigen Projekten und kulturellen Initiativen, während sie und Rainier drei Kinder großzogen, darunter den heutigen Fürsten Albert II. Ihr früher Tod 1982 nach einem Autounfall erschütterte Monaco und machte die Geschichte somit gleichzeitig tragisch. Die Liebe zwischen Grace Kelly und Fürst Rainier bleibt eine der ikonischsten Romanzen des 20. Jahrhunderts – wie geschaffen für die große Leinwand

Elizabeth Taylor und Richard Burton blicken auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme über die Schulter in die Kamera und posieren eng nebeneinander.
Foto: IMAGO / United Archives International

9. Elizabeth Taylor und Richard Burton

Elizabeth Taylor und Richard Burton lernten sich Anfang der 1960er-Jahre am Set des Monumentalfilms „Cleopatra“ kennen – beide verheiratet, beide Weltstars. Was als Affäre begann, entwickelte sich zu einer der leidenschaftlichsten und skandalträchtigsten Beziehungen des klassischen Hollywoods. Die Presse sprach von einem moralischen Skandal – und machte „Liz and Dick“ damit erst recht zum globalen Dauerbrenner. 1964 heirateten sie zum ersten Mal. Es folgte eine Ehe voller Glamour, exzessiver Geschenke, gemeinsamer Filme und lautstarker Streits.

Sie arbeiteten immer wieder zusammen, lieferten sich auf der Leinwand ebenso intensive Duelle wie privat – eine explosive Mischung aus Anziehung, Stolz und Verletzlichkeit. 1974 kam die erste Scheidung, 1975 die zweite Hochzeit, 1976 die endgültige Trennung. Zwei Ehen, zwei Scheidungen – und doch betonten beide später, dass sie einander nie wirklich losgelassen hätten. Ihre Beziehung war zerstörerisch und zutiefst verbunden zugleich.

Humphrey Bogart steht neben Lauren Bacall auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme, während er raucht und sie in einem eleganten Abendkleid lächelnd zur Seite blickt.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

10. Humphrey Bogart und Lauren Bacall

Diese Liebesgeschichte hat Stil, Schlagfertigkeit und puren „Old Hollywood“-Charme: Humphrey Bogart und Lauren Bacall lernten sich 1944 am Set von „To Have and Have Not“ kennen. Er war bereits ein gefeierter Star, sie ein 19-jähriges Model in ihrer ersten Filmrolle. Trotz 25 Jahren Altersunterschied funkte es sofort – ihre lässige Coolness und sein rauer Charme wurden zur perfekten Leinwand-Chemie. Der berühmte Satz „You know how to whistle, don’t you, Steve?“ machte Bacall über Nacht zur Ikone – und die beiden zum neuen Traumpaar Hollywoods. 1945 heirateten sie und drehten weitere gemeinsame Filme wie „The Big Sleep“ und „Dark Passage“. Ihre Dialoge knisterten vor Witz und Spannung, ihre Blicke erzählten mehr als jede Drehbuchzeile.

Abseits der Kamera galt ihre Ehe als ungewöhnlich stabil für Hollywood-Verhältnisse. Bacall beschrieb Bogart später als die große Liebe ihres Lebens. Bis zu seinem Tod 1957 blieben sie ein eingespieltes Team – fernab vieler Studioskandale.

Spencer Tracy und Katharine Hepburn schauen sich auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme nah und vertraut in die Augen, während sie einen Baseball in der Hand hält.
Foto: IMAGO / Capital Pictures

11. Spencer Tracy und Katharine Hepburn

Wenn es um ikonische Leinwandpaare geht, stehen Katharine Hepburn und Spencer Tracy ganz oben auf der Liste. Kennengelernt haben sie sich 1942 am Set von „Woman of the Year“ – der Beginn einer fast 25‑jährigen Beziehung, die ebenso intensiv wie diskret war. Das Publikum liebte ihre Wortgefechte, ihre spürbare Chemie – und Hollywood hatte sofort ein neues Traumpaar. Privat war ihre Verbindung komplizierter. Tracy war streng katholisch und blieb offiziell bis zu seinem Tod verheiratet, auch wenn er seit Jahren von seiner Frau getrennt lebte. Hepburn akzeptierte diese Konstellation und sprach öffentlich kaum über ihre Beziehung.

Jene Form von Loyalität, Rücksicht und gesellschaftlichem Druck verlieh ihrer Liebe eine leise Tragik. Gemeinsam drehten sie neun Filme, darunter Klassiker wie „Adam’s Rib“ und „Guess Who’s Coming to Dinner“ – ihr letzter Film, der kurz vor Tracys Tod 1967 erschien. Hepburn stand ihm in seinen gesundheitlich schwierigen letzten Jahren eng zur Seite.

Gilda Radner und Gene Wilder posieren auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme eng nebeneinander, während sie ihm lächelnd die Wange hält.
Foto: IMAGO / Everett Collection

12. Gene Wilder und Gilda Radner

Diese Liebesgeschichte hätte eine ganz andere Tonlage als die glamourösen Hollywood‑Epen: warm, verspielt, leise – und am Ende zutiefst berührend. Gilda Radner, gefeierter „Saturday Night Live“-Star, und Gene Wilder, bekannt aus Klassikern wie „Willy Wonka & the Chocolate Factory“, lernten sich Anfang der 1980er-Jahre bei den Dreharbeiten zu „Hanky Panky“ kennen. Was mit kreativer Zusammenarbeit begann, entwickelte sich schnell zu einer innigen Beziehung. Beide waren für ihr komödiantisches Talent berühmt, doch privat beschrieben sie ihre Liebe als überraschend ruhig und ehrlich. 1984 heirateten sie – und galten bald als eines der beliebtesten Paare der Unterhaltungsbranche.

1986 erhielt Radner die Diagnose Eierstockkrebs. Wilder wich ihr nicht von der Seite, begleitete sie durch Behandlungen und Rückschläge. Ihr Tod 1989 erschütterte nicht nur ihn, sondern auch die ganze Comedy-Branche. Später engagierte sich Wilder intensiv für Krebsaufklärung und gründete gemeinsam mit Freunden die „Gilda’s Club“-Initiative zur Unterstützung von Betroffenen und ihren Familien.

Serge Gainsbourg und Jane Birkin sitzen auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme nebeneinander und blicken in unterschiedliche Richtungen.
Foto: IMAGO / Belga

13. Jane Birkin und Serge Gainsbourg

Sinnlich, provokant, stilprägend – Jane Birkin und Serge Gainsbourg verkörpern wie kaum ein anderes Paar die europäische Popkultur der späten 1960er- und 70er-Jahre. Kennengelernt haben sie sich 1968 am Set des Films Slogan. Zwischen der britischen Schauspielerin und dem exzentrischen französischen Chansonnier funkte es sofort – künstlerisch wie privat. International berühmt – und berüchtigt – wurden sie 1969 mit dem Song „Je t’aime… moi non plus“. Das laszive Duett sorgte wegen seiner expliziten Erotik für Skandale – und wurde gerade dadurch zum Welthit. Ihre Beziehung war geprägt von kreativer Symbiose: Gainsbourg schrieb zahlreiche Lieder für Birkin, inszenierte sie als Stil-Ikone, während sie ihm eine neue, sanftere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verlieh.

1971 kam ihre Tochter Charlotte Gainsbourg zur Welt, die später selbst eine gefeierte Künstlerin wurde. Doch so intensiv ihre Verbindung war, so turbulent verlief sie auch; Ende der 1970er-Jahre trennten sie sich, blieben jedoch künstlerisch und freundschaftlich verbunden. Birkins Name lebt bis heute weiter – nicht nur durch ihre Musik und Filme, sondern auch durch die legendäre Hermès Birkin Bag, die sie unfreiwillig zur Modeikone machte.

Warum gerade diese Paare so gut zu „Love Story“ passen würden

Das Erfolgsprinzip der Disney+-Serie ist klar: Es geht nicht einfach um berühmte Beziehungen, sondern um Liebesgeschichten mit Fallhöhe. Also um Paare, deren Nähe von Öffentlichkeit, Macht, Kunst, Ruhm oder Tragik geprägt wurde. Genau deshalb wären sowohl klassische Hollywood-Legenden als auch moderne Promi-Paare denkbar. Ob Disney+ und FX tatsächlich weitermachen, ist zwar noch offen. Doch wenn Staffel 2 kommt, dürfte die Auswahl an starken Vorlagen riesig sein.

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