„Let's Marry Harry“: Heißer Sex im Kleiderschrank? Harry Jowsey enthüllt Netflix' Ton-Täuschung
Küssen oder mehr? Reality-Star Harry Jowsey widerspricht einer aufsehenerregenden Szene aus seiner eigenen Show.

Harry Jowsey hat öffentlich die Ehrlichkeit seiner Reality-Datingshow „Let's Marry Harry“ infrage gestellt. In der Netflix-Produktion buhlten 20 Frauen um die Gunst des Realitystars – doch bei einer besonders intimen Szene soll es mit dem Ton nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, wie Jowsey nun klarstellt.
Ein Fan stellt die entscheidende Frage
Auf Instagram Reels wurde Jowsey von einem Fan direkt gefragt, ob es Zufall gewesen sei, dass er ausschließlich mit den Finalistinnen Sex hatte – oder ob dabei nachträglich am Material gearbeitet wurde. Jowsey nahm die Gelegenheit zur Klarstellung dankend an. Zu der vieldiskutierten Szene, in der er und Dannelle Davidson an ihrem Geburtstag gemeinsam in einen Kleiderschrank verschwinden, erklärte er: „Wir haben uns ausschließlich geküsst. Man kann auch auf ihrer Seite nachschauen, ich glaube, sie hat dazu etwas gepostet oder eine Story dazu gemacht.“
Zu dem im Video zu hörenden Audiomaterial fügte er hinzu: „Ich weiß nicht, woher sie dieses Audio genommen haben oder wer da überhaupt zu hören war, aber wir waren es definitiv nicht.“
Jowsey verwies zudem auf die Natur des Formats: Da alle drei Tage eine neue Folge entstehe, würden natürlich die aufregendsten Momente ausgewählt, um einen spannenden Cliffhanger am Episodenende zu erzeugen und die Zuschauer bei der Stange zu halten. Das sei eben die „Großartigkeit des Fernsehens“ – Dinge würden dramatischer dargestellt, als sie tatsächlich gewesen seien. In den frühen Folgen hätten er und Davidson im Schrank buchstäblich nur geküsst, so Jowsey abschließend.
Netflix reagierte auf Anfragen zu dem Vorwurf bislang nicht.
Die fragliche Szene im Detail
Die besagte Szene findet sich am Ende der zweiten Folge: Jowsey und Davidson küssen sich zunächst auf dem Bett, bevor sie sich in einen Kleiderschrank zurückziehen – einen Ort, an dem laut Jowsey keine Kameras installiert waren. Mikrofone trugen beide jedoch weiterhin. Im fertigen Schnitt sind zunächst deutliche Küssgeräusche zu hören, die im Verlauf der Szene in deutlich intensivere Töne übergehen.
Ein bekanntes Muster im Reality-TV
Jowseys Vorwurf erinnert an einen ähnlichen Audioskandal aus der Frühzeit des Genres: 2003 startete der Sender Fox mit „Joe Millionaire“ eine der ersten Shows dieser Art. Darin wurde den Teilnehmerinnen vorgegaukelt, der Junggeselle Evan Marriott sei ein wohlhabender Mann – tatsächlich war er ein gutaussehender Bauarbeiter ohne nennenswertes Vermögen.
In einer Folge zogen sich Marriott und die Teilnehmerin Sarah Kozer für einen privaten Moment in den Wald zurück. Da kein Videomaterial existierte, unterlegten die Produzenten anzügliches Audiomaterial von Kozer mit ebenso anzüglichen Untertiteln, die unter anderem Laute wie Schmatz- und Schlürfgeräusche sowie ein Schlucken am Ende wiedergaben – die Andeutung: Kozer habe Marriott oral befriedigt. Kozer selbst bestritt dies stets und beteuerte, es sei lediglich geküsst worden.
In einem späteren Interview erklärte sie: „Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so wütend über irgendetwas.“ Über die genaue Herkunft des Audiomaterials gibt es bis heute unterschiedliche Darstellungen. Serienschöpferin Liz Bronstein hält jedoch daran fest, dass es sich um echtes Audiomaterial von Kozer gehandelt habe, das lediglich mit interpretierenden Untertiteln versehen worden sei.





