„Let’s Dance“: Lebensgefahr für Victoria Swarovski? So gefährlich ist die Rallye-Dakar
Die Rallye Dakar gilt als eine der härtesten Motorsport-Prüfungen der Welt. Nun stellt sich ausgerechnet „Let’s Dance“-Moderatorin Victoria Swarovski dieser Extremerfahrung. Doch wie riskant ist das Abenteuer wirklich?

Glitzer, Tanzparkett und Fernsehkameras tauscht Victoria Swarovski aktuell gegen Staub, Dünen und Motorenlärm. Während sie für viele Zuschauerinnen fest mit dem glamourösen RTL-Format „Let’s Dance“ verbunden ist, kämpft sich die 32-Jährige derzeit durch eine der brutalsten Rennserien der Welt. Gemeinsam mit Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz nimmt sie an der Rallye Dakar teil – einem Rennen, das selbst erfahrene Profis an ihre Grenzen bringt.
Noch sind beide unterwegs. In wenigen Tagen sollen Victoria Swarovski und Mark Mateschitz im saudi-arabischen Yanbu das Ziel erreichen. Vorausgesetzt, alles geht gut.
8000 Kilometer Ausnahmezustand – das ist die Rallye Dakar
Die Rallye Dakar führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über rund 8000 Kilometer durch Wüste, Steinlandschaften und Gebirgspassagen. Gefahren wird an 13 Etappen, oft mehrere hundert Kilometer pro Tag, bei extremen Temperaturen und kaum Erholung. Technische Defekte, Navigationsfehler und körperliche Erschöpfung gehören zum Alltag.
Victoria Swarovski startet unter dem Pseudonym „Vic Flip“ in der Challenger-Klasse. An ihrer Seite: Co-Pilot Stefan Henken (44), der die Rallye Dakar bereits zum neunten Mal bestreitet. Gefahren wird ein Can-Am Maverick Buggy mit rund 240 PS. Mark Mateschitz tritt als „Mark Mustermann“ in der Top-Klasse T1+ an und steuert einen Toyota Hilux mit etwa 400 PS. Sein Beifahrer ist der rallyeerfahrene Michael Zajc (36).
Beide wollten ursprünglich anonym bleiben. Doch die offiziellen Teilnehmerlisten machten die Tarnnamen schnell öffentlich.
„Es geht ums Überleben“ – Swarovski über die mentale Belastung
Victoria Swarovski ist sich der Dimension ihres Abenteuers bewusst. Gegenüber dem österreichischen Portal „OE24“ sagte sie klar: „Es geht ums Überleben.“ Und weiter: „Wenn ich die Ziellinie erreiche, ist das schon ein Sieg.“
Auch auf der offiziellen Website der Rallye Dakar betont sie ihren realistischen Blick auf die Situation. Sie komme aus dem Amateur-Rallye- und Offroad-Bereich, gehe es ihr nicht um Bestzeiten, sondern ums Durchhalten. Ihre Stärken sieht sie in Ausdauer und Navigation, nicht im Kampf um Spitzenplätze. Die intensive Vorbereitung sei zudem durch ihren Vollzeitjob als TV-Moderatorin erschwert gewesen.
Gerade diese Ehrlichkeit macht Swarovski für viele Leserinnen nahbar. Sie tritt nicht als Draufgängerin auf, sondern als Frau, die sich einer extremen Herausforderung stellt – mit Respekt vor den Risiken.
Dakar-Legende warnt: „Ein Ritt auf der Kanonenkugel“
Wie gefährlich ist die Rallye Dakar wirklich? Eine klare Einschätzung kommt von Andreas Schulz (70) gegenüber „Bild.de“, einem der erfahrensten Dakar-Co-Piloten überhaupt. Mehr als 20 Mal nahm er an der Rallye teil, 2001 und 2003 gewann er sie sogar.
Schulz beschreibt das Rennen drastisch als „Ritt auf der Kanonenkugel“. Seine Worte: „Wenn man über eine Düne fliegt, ist das, als ob man vom Hausdach fällt. Es ist krass, aber auch eine Sucht. Wenn man im Auto sitzt, vergisst man die Risiken und Gefahren.“
Unfälle gehören trotz moderner Technik weiterhin zur Realität. Die Geschwindigkeit liegt teils bei durchschnittlich 100 km/h, auf geraden Passagen sogar deutlich höher.
Respekt für Mateschitz – Lob für Swarovski
Für Mark Mateschitz findet Schulz deutliche Worte der Anerkennung: „Ich ziehe meinen Hut, wie gut der Bursche das macht. Er ist ja kein Profi.“ Besonders beeindrucke ihn die mentale Stärke des 33-Jährigen: „Man sieht, dass den Mark das Fieber gepackt hat. Aber man sieht auch, dass er seinen Kopf eingeschaltet hat.“
Auch Victoria Swarovski attestiert der Dakar-Gewinner große Zähigkeit. Obwohl sie deutlich weiter hinten im Klassement liegt, sagt Schulz: „Die ist schon taff. Das Rallye-Virus hat auch sie, ganz klar.“ Sein Wunsch ist eindeutig: „Ich bin von beiden sehr beeindruckt und hoffe, dass nichts passiert.“






