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Freundschaft gekündigt

Kein Grund zur Freude: Warum hört „Smiling Friends“ auf?

Charlie, Pim, Allan, Gleb und Mr. Boss sind arbeitslos, denn die Adult-Swim-Hitserie „Smiling Friends“ wurde eingestellt. Was es damit auf sich hat …

Gleb, Allan, Charlie und Pim aus „Smiling Friends“ sind an einem Flughafen in Brasilien.
Mehr Zeit für Urlaub: Charlie, Pim, Allan und Gleb aus den „Smiling Friends“ müssen sich nach der Absetzung einen neuen Job suchen. Foto: Adult Swim

Wenn auch in Deutschland etwas unbekannter, ist in den letzten Jahren kaum eine Serie kulturell so eingeschlagen wie „Smiling Friends“ von Zach Hadel und Michael Cusack. Da die Adult-Swim-Serie „Rick and Morty“ nicht mehr das Dickschiff ist, das sie vor einigen Jahren noch war, freute man sich beim Sender umso mehr, dass nun die „Smiling Friends“ da waren, um Stimmung und Quoten aufzubessern. Doch von einem Tag auf den anderen wurde die Serie schlagartig beendet – und nicht etwa von Adult Swim, sondern von Cusack und Hadel selbst.

„Smiling Friends“: Was hat es mit dem Kulturphänomen auf sich?

Der größte Grund, weshalb sich „Smiling Friends“ so großer Beliebtheit erfreute, war die Tatsache, dass die Serie verstanden hat, wie das Internet und sein Humor funktionieren, und das nahtlos in ihre Handlung transportieren konnte. Die Serie ist somit zwar nicht zeitlos, aber voll im Zeitgeist, was ihr geholfen hat, massiv an Popularität zu gewinnen.

Während die erste Staffel rund um Charlie, Pim, Allan, Gleb und Mr. Boss, die gemeinsam für die Wohltätigkeitsorganisation „Smiling Friends“ arbeiten und versuchen, Leute zum Lächeln zu bringen, noch unter dem Radar lief, war die Serie mit Abschluss von Staffel zwei populärer denn je. Die Comic-Con-Panels waren rappelvoll, es gab Merch ohne Ende und zur Promo für die dritte Staffel gab es sogar ein mobiles Pop-up, das durch Amerika tourte. Und trotz all der Popularität und Erfolge, die die Serie umgaben, gab es nun den Entschluss, die „Smiling Friends“ zum Arbeitsamt zu schicken.

Der „Rick and Morty“-Effekt: Wovor sich Michael Cusack und Zach Hadel fürchteten

Vollkommen unerwartet offenbarten Michael Cusack und Zach Hadel, die auch allen Hauptcharakteren ihre Stimmen verleihen, im Februar, dass „Smiling Friends“ vorbei sei. „Seit der ersten Minuten, die wir diese Show machen, haben wir immer gesagt, dass es großartig wäre, wenn die Show so gut wie nur irgend möglich sein könnte (…) und wir dann zum Höhepunkt abtreten“, so Hadel.

Wie IndieWire berichtete, war dieses Ende absehbar, da das Duo in einem Interview erklärte, dass sie kein Interesse daran hätten, die Serie so lange wie „Die Simpsons“ oder „South Park“ laufen zu lassen. Am ehesten lässt sich die Serie aber mit dem anderen Adult-Swim-Hit „Rick and Morty“ vergleichen, der für viele Fans in der dritten Staffel (vor allem wegen der Episode „Pickle Rick“) seinen Höhepunkt erreicht hat und seitdem für Teile der Community nicht mehr so beliebt ist wie früher. Dieser „Rick and Morty“-Effekt ist auch die Theorie dahinter, dass der beliebte Charakter Mr. Frog in „Smiling Friends“ nach drei Auftritten wieder gestrichen wurde, um das Publikum nicht zu überfüttern.

Zwei finale Episoden: Zwischen Charlies Onkel und künstlicher Intelligenz

Normalerweise hatten alle drei „Smiling Friends“-Staffeln acht Episoden, aber die dritte wurde schlussendlich um zwei weitere Folgen ergänzt. Bei diesen Extra-Episoden handelt es sich um bereits fertiggestellte Folgen, die ursprünglich Teil der vierten Staffel gewesen wären.

In „Ein Roboter für alle Fälle“ widmet sich die Serie der aktuellen Diskussion rund um KI, schafft es unserer Meinung nach aber nicht wirklich, etwas Substanzielles dazu beizutragen. Die Folge punktet zwar mit einem sehr lustigen Twist am Ende, wirkt insgesamt aber für „Smiling Friends“-Verhältnisse eher zurückhaltend.

Ähnlich verhält es sich mit der finalen Episode „Onkel Bilberts letzter Tag“, in der man Charlies Onkel kennenlernt. Diese Folge versucht gar nicht erst, ein großes Finale zu sein, sondern funktioniert wie eine klassische „Smiling Friends“-Episode: einige Gags, die zünden, und ein Allan-B-Plot mit einer wirklich starken Auflösung.

Wo kann ich „Smiling Friends“ sehen?

Da Adult Swim zu Warner Bros. gehört, lässt sich die Serie hierzulande auf HBO Max streamen. Dort sind alle Folgen verfügbar – auch die beiden Episoden, die nachträglich veröffentlicht wurden.

Ob die „Smiling Friends“ jemals zurückkehren wird, ist aktuell unklar. Ausschließen kann man es aber nicht, da heutzutage vieles rebootet oder neu aufgelegt wird. Wer nicht genug von Zach Hadel bekommen kann, sollte einen Blick auf die siebte Folge von „The Amazing Digital Circus“ werfen – dort hat er einen kleinen Cameo-Auftritt.

Quellen
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