„House of the Dragon“: Sind Tom Glynn-Carney und Matthew Needham Team Grün oder Schwarz?
Am 21. Juni geht „House of the Dragon“ endlich in die dritte Runde! Wir durften vorab mit Tom Glynn-Carney und Matthew Needham sprechen und sie zu den neuen Folgen, ihren Figuren und vielem mehr ausfragen!

Die dritte Staffel von „House of the Dragon“ steht kurz bevor – und schickt unsere (mehr oder weniger) geliebten Figuren in gleich mehrere Kämpfe auf Leben und Tod. Zwei entgehen diesem Schicksal vorerst: Aegon und Larys, die im großen Finale der zweiten Staffel aus Westeros fliehen konnten. Im Interview haben wir Tom Glynn-Carney und Matthew Needham gefragt, wie es für ihre Charaktere weitergeht, welchem Team sie privat die Daumen drücken – und natürlich auch, mit welcher Figur aus der Serie sie für einen Tag gerne die Rollen tauschen würden.
Melissa Mundhenk, TV Movie: Als wir Aegon zuletzt gesehen haben, wurde er von Larys aus Westeros geschmuggelt. Was kannst du uns über ihre Reise in Staffel 3 erzählen?
Tom Glynn-Carney: Sie sind unterwegs. Sie suchen verzweifelt nach ihrem nächsten Schritt, gewinnen etwas Zeit, um einen Plan zu machen und zu entkommen. Sie versuchen, aus einem Ort wegzukommen, der zunehmend gefährlich wird. Sie sind ein ungewöhnliches Duo, aber ich glaube, sie lernen auf viele Arten, dass sie einander mehr brauchen, als sie erwartet haben. Außerdem haben sie mehr gemeinsam, als sie gedacht hätten. Gleichzeitig stehen sie in vielerlei Hinsicht am entgegengesetzten Ende des Spektrums. Es ist eine interessante, zersplitterte, widersprüchliche Hass-Liebe-Beziehung, die wir haben. Nicht wahr?
Matthew Needham: Ja.
Aegon hat so viel Verlust und Trauma erlebt. Wie viel von dem Mann aus Staffel 1 steckt noch in ihm, wenn wir ihn in Staffel 3 begegnen – und wie viel wurde durch alles verändert, was er durchgemacht hat?
Tom Glynn-Carney: Ich denke, er trägt definitiv alles mit sich herum. Er ist wie ein großes Stück Klettverschluss – alles, was ihm passiert ist, bleibt an ihm haften. Die Herausforderung besteht darin, diese Dinge zu verarbeiten, einzuordnen und einen neuen Weg einzuschlagen: nicht impulsiv zu handeln, nicht den Kopf zu verlieren, sondern pragmatisch zu sein, einen Plan zu haben und ihn umzusetzen.
Was wir in Staffel 3 sehen, ist, wie er mit Larys’ Hilfe herausfindet, was für ein Mann er sein möchte. Will er weiterhin der verwöhnte Bengel sein und mit diesem lähmenden Anspruchsdenken leben, oder möchte er andere Seiten von sich nutzen?
Das Schöne an seiner Beziehung zu Larys ist, dass Larys ihm einige der Dinge vor Augen führt, die Aegon möglicherweise zurückhalten. Es gibt viel Ehrlichkeit, viel Vertrauen und auf gewisse Weise auch viel Liebe. Das ist etwas Neues für Aegon, und ich denke, das ist wirklich schön.

Matthew Needham: Und auf der anderen Seite lernt auch Larys etwas. Es ist schwer, nicht zu spoilern. Aber ich glaube, er erkennt etwas darüber, dass man noch so pragmatisch sein kann – man wird dadurch nicht unbedingt Großes erreichen. Aegon ist jemand, der mit etwas flirtet oder zu etwas fähig ist, das über unsere menschliche Realität hinausgeht. Diese Eigenschaften könnten belohnt werden. Man kann noch so pragmatisch sein, aber trotzdem gibt es Grenzen. Man wird nie ganz Größe erreichen. Aegon dagegen ist jemand, der etwas Außergewöhnliches erreichen könnte.
Für Larys ist es interessant zu erkennen, dass Überleben allein nicht alles ist. Vielleicht ist es nicht immer das Beste, einfach nur zu überleben oder so zu leben, wie er es tut. Das ist ungefähr das, was ich meine. Ich bemühe mich wirklich, nichts zu verraten. Ihr werdet es sehen. Wir werden sehen.
Beide Charaktere stehen fest auf der grünen Seite des Konflikts. Aber wenn ihr die Geschichte als Zuschauer verfolgt – auf welcher Seite steht ihr? Team Grün, Team Schwarz oder habt ihr ganz aufgehört, Partei zu ergreifen?
Matthew Needham: Ich nicht. Ich halte mich da raus.
Tom Glynn-Carney: Mir geht es nicht um die Seiten. Ich mag die einzelnen Figuren innerhalb der jeweiligen Fraktionen. Aber alle wollen wahrscheinlich hören, dass wir Team Grün sind. Also sage ich: Team Grün.
Wenn ihr für einen Tag die Rolle tauschen und jemand anderen in der Serie spielen könntet – wen würdet ihr wählen und warum?
Tom Glynn-Carney: Wie wir schon einmal gesagt haben: Ich würde gern Larys spielen. Das wäre großartig. Wahrscheinlich wäre ich am Ende aber nur enttäuscht von mir selbst, weil ich niemals an Matthews Niveau herankäme. Und ich könnte das ganze Make-up am frühen Morgen nicht ertragen. Nach kurzer Zeit würde ich sagen: „Nein, das war eine dumme Idee.“
Aber Larys ist ein unglaublich komplexer, vielschichtiger Charakter. Hinter seinen Augen passiert so viel, und das liegt ganz an Matthews detaillierter Darstellung. Seine Vergangenheit, das, was er erlebt hat, die Entscheidungen, die er getroffen hat, und der Punkt, an dem er heute steht – all das macht ihn zu einer beeindruckenden Figur.
Matthew Needham: Wenn ich Aegon wäre, würde ich mich im Vergleich zu ihm unglaublich langweilig fühlen. Deshalb würde ich wohl Larys wählen.






