Er ist eine deutsche Musiklegende!

Herbert Grönemeyer im Porträt: Seine Ehen, Filme und Kinder

Herbert Grönemeyer privat wie nie: Die neue Doku zeigt bewegende Einblicke. Alle Infos zu Werdegang, Karriere, Liebe und emotionalen Momenten gibt es hier!

Herbert Grönemeyer mit Brille im dunklen Studio vor warmen Lichtpunkten im Hintergrund.
In der neuen Dokumentation spricht Herbert Grönemeyer offen über sein bewegtes Leben. Foto: WDR/Daniel Waldhecker

Herbert Grönemeyer zählt zu den prägendsten Künstlern Deutschlands. Seit Jahrzehnten füllt er Stadien, Songs wie „Männer“, „Bochum“ oder „Mensch“ sind längst zu Hymnen geworden. Doch hinter der öffentlichen Figur steht ein Mann, der große Triumphe und tiefe Verluste erlebt hat – als Musiker, Schauspieler, Ehemann und Vater.

Die Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ zeigt den 70‑Jährigen so persönlich wie selten zuvor. Zwischen Erinnerungen, Freundschaften und bewegenden Gesprächen entsteht das Porträt eines Künstlers, der sich immer wieder neu erfinden musste und dabei doch immer er selbst geblieben ist.

Wer ist Herbert Grönemeyer?

Name: Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer

Geboren: 12. April 1956 in Göttingen (70 Jahre)

Beruf: Musiker, Sänger, Schauspieler, Produzent

Musikalische Meilensteine: „Bochum“ (1984), „Mensch“ (2002)

Ehefrau (verstorben): Anna Henkel-Grönemeyer (verstorben 1998)

Ehefrau: Josefine Cox (seit 2016 verheiratet)

Kinder: Drei Kinder

Wohnorte: Deutschland und Großbritannien

Mit „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ blickt er auf sein Leben zurück – auf Erfolge, Zweifel, Schicksalsschläge und neue Hoffnung. Doch bevor er ein gefeierter Musiker wurde, sah man ihn auf ganz anderen Bühnen.

Das waren seine Filmprojekte

Erste Bühnenerfahrungen sammelte er am Schauspielhaus Bochum. Als Sänger der „Bo-Band“ kam er früh mit Theater und Schauspiel in Berührung. Die Bühne war sein kreatives Zuhause – lange bevor die ganz großen Konzertarenen folgten.

Seinen internationalen Durchbruch als Schauspieler feierte er 1981 mit Wolfgang Petersens Antikriegsfilm „Das Boot“. In der Rolle des Leutnants Werner wurde Grönemeyer über Nacht einem Millionenpublikum bekannt. Der Film gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Filme überhaupt.

Doch trotz diesem Erfolg blieb die Schauspielerei für ihn eher ein Nebenschauplatz. Rückblickend zeigt er sich selbstkritisch: „Ich hatte keinen blassen Schimmer, was ich da mache“, sagte er einmal über seine frühen Dreherfahrungen. Auch Theaterregisseur Peter Zadek äußerte sich einst skeptisch über Grönemeyers Schauspielambitionen. Doch genau diese Unverstelltheit ist es vielleicht, die ihn für viele so authentisch macht.

1998 verlor er seine Ehefrau

Ein besonders bewegender Teil seines Lebens ist seine große Liebe zu Anna Henkel-Grönemeyer. 1993 heirateten die beiden. Fünf Jahre später dann der Schicksalsschlag: 1998 starb seine Frau an Krebs. Nur wenige Tage zuvor hatte Grönemeyer bereits seinen Bruder verloren. Ein doppelter Verlust, der ihn zutiefst erschütterte.

Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, und kämpfte mit Trauer und Orientierungslosigkeit. Halt gaben ihm vor allem seine beiden Kinder Felix und Marie. Seine damals erst neunjährige Tochter soll ihm gesagt haben, er dürfe nicht aufhören zu singen. Die Musik wurde zur Lebensenergie der Familie.

Jahre später fand Grönemeyer neues Glück und heiratete 2016 seine neue Partnerin Josefine. Mit ihr bekam er 2019 ein weiteres Kind. Inzwischen soll er sogar Großvater sein – ein neues Kapitel in seinem Leben.

Das ist über Herbert Grönemeyers Kinder bekannt

Herbert Grönemeyer schützt sein Privatleben konsequent, wodurch auch öffentliche Auftritte mit seiner Familie selten sind. Doch in Interviews wird deutlich, wie wichtig ihm seine Rolle als Vater ist.

Gerade nach dem Tod seiner ersten Frau waren seine Kinder sein größter Halt. In der Dokumentation wird spürbar, wie sehr ihn das Vatersein geprägt hat – und wie sehr Familie für ihn heute Stabilität bedeutet.

Diese Menschen bedeuten ihm viel

In „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ begegnen Zuschauer:innen nicht nur dem Musiker, sondern auch engen Freund:innen und Weggefährt:innen. Besonders berührend ist eine Szene mit Paula Hartmann. Gemeinsam sitzen die beiden im Auto, sprechen über Karriere, Selbstzweifel und künstlerische Anfänge und die ersten Schritte im Musik- und Schauspielgeschäft. Es ist ein sensibles, generationenübergreifendes Gespräch – geprägt von Respekt und gegenseitiger Inspiration.

Auch Anke Engelke gehört zu seinem engen Kreis. In der 90‑minütigen Dokumentation spricht sie mit ihm über gemeinsame Erinnerungen und kreative Wegstrecken.

Und selbst in der Sportwelt reicht sein Netzwerk: Fußball-Weltmeister Toni Kroos erzählt, dass sein Vater ihn früher regelmäßig zu Grönemeyer-Konzerten mitnahm. Für Kroos ist der Sänger ein Künstler, der Generationen verbindet.

Herbert Grönemeyer hat einen fast erfüllter Fußballtraum

Fun Fact: Tatsächlich wollte Grönemeyer früher selbst Fußballprofi werden – oder Gebrauchtwagenhändler, wie er augenzwinkernd erzählt. „Ich war gut. Ich war jetzt leider nicht mega-gut. Aber ich war schon ziemlich gut“, sagte er einmal über seine fußballerischen Fähigkeiten.

Heute füllt er die Stadien, in denen andere Fußball spielen. Auf die Frage, wie sich das anfühlt, antwortet er schlicht: „Da hat sich der liebe Gott irgendwas ausgedacht.“

Wo läuft die Doku?

„Grönemeyer – Alles bleibt anders“ zeichnet das intime Porträt eines Mannes, der sich immer wieder neu erfinden musste – und doch stets seiner Haltung treu blieb. Die Dokumentation läuft am 13. April um 20:15 Uhr in der ARD und ist auch in der Mediathek verfügbar.

Ein Film über Musik, Verlust, Freundschaft – und über die Kraft, trotz allem weiterzumachen.

Quellen