Netflix

Nach Shitstorm: Haftbefehl löscht „Runterkommen“-Video von Instagram! Deshalb machte es Fans fassungslos

„Vier Tage wach, ich bin zu drauf, ich muss runterkommen“: Nach großer Aufregung um seinen neuen Song „Runterkommen“ zieht Haftbefehl Konsequenzen. Das Video ist gelöscht – doch Fans befürchten einen Rückfall.

Aykut Anhan alias Haftbefehl (rechts), hier neben Rooz Lee (links) Ende 2018 bei der Premiere von „Dogs of Berlin“.
Aykut Anhan alias Haftbefehl (rechts), hier neben Rooz Lee (links) Ende 2018 bei der Premiere von „Dogs of Berlin“, hat für einen Aufschrei gesorgt und reagiert. Foto: IMAGO / Photopress Müller

Nach seiner emotionalen Netflix-Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“ galt Aykut Anhan alias Haftbefehl für viele als Sinnbild eines Neuanfangs. Ehrlich und verletzlich hatte der Offenbacher Rapper über seine Drogenabhängigkeit seit dem 14. Lebensjahr, Rückfälle und die aufgezwungene Therapien gesprochen – und wirkte am Ende des Films nach der Entlassung aus der Klinik wie jemand, der endlich ein Aha-Erlebnis hatte und Frieden mit sich schließen will.

Doch die Hoffnung auf ein neues Kapitel hielt nicht lange. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung der Doku, die seit dem 28. Oktober 2025 auf Netflix zu sehen ist, meldete sich Haftbefehl mit einem Song zurück, der viele Fans fassungslos machte: „Titel 7 – Runterkommen“, eine Zusammenarbeit mit mehreren Rapkollegen, darunter Kard und Yung Caine, in der erneut Kokain und Schlaflosigkeit Thema sind.

Shitstorm nach Comeback: „Wir wollen von druff nix mehr hören, Hafti“

Zeilen wie „Vier Tage wach, einhundert Gramm / Ich bin zu drauf, ich muss runterkomm’n“ trafen bei vielen einen wunden Punkt. In den Kommentarspalten sammelten sich enttäuschte und besorgte Stimmen. Der Tenor: So geht’s nicht weiter, wir wollen einen drogenfreien Aykut Anhan, Mach’s wenigstens für deine Familie richtig. Ein Fan brachte es auf den Punkt: „Wir wollen von druff nix mehr hören, Hafti. Wir glauben an dich.“

Die Enttäuschung war groß, denn die Doku hatte gezeigt, wie ernst es dem Musiker mit seinem Entzug war. Dass er nun scheinbar wieder in alte Muster fällt, ließ viele zweifeln.

Nur rund 24 Stunden später war das Video plötzlich verschwunden. Statt des Reels erscheint jetzt die Meldung: „Entweder funktioniert der Link für dieses Foto oder Video nicht oder der Beitrag wurde entfernt.“

Auf Haftbefehls Profil finden sich nun wieder ausschließlich Familienfotos und Szenen aus der Netflix-Doku. Kein Wort mehr über den Song, keine Spur vom Video.

Reaktion auf Kritik? Video nach 1 Million Views gelöscht

Das Musikvideo hatte bereits über eine Million Aufrufe, bevor es offline ging. Viele sehen in der Löschung eine direkte Reaktion auf den massiven Shitstorm, der in kürzester Zeit losbrach. Selbst Haftbefehls Bruder Capo, der ihn einst gegen seinen Willen in eine Entzugsklinik brachte, reagierte mit lautem Schweigen. Normalerweise ist er als glühender Unterstützer von Aykut bekannt, likt und kommentiert einen Großteil seiner Beiträge.

Zwischen zwei Welten: Haftbefehl und die Erwartungen der Fans

Haftbefehl steht an einem Punkt, an dem seine Musik und seine Lebensgeschichte enger miteinander verknüpft sind als je zuvor. Nach der Netflix-Doku sehen viele ihn nicht mehr nur als Künstler, sondern als Mann, der um seine Gesundheit und Familie kämpfen sollte. Besonders seine Frau Nina Anhan, die im Film als ruhender Pol gezeigt wird, gewann das Mitgefühl der Zuschauer.

Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum kaum jemand noch die alte „Hafti“-Persona akzeptiert. Der rauschhafte Exzess passt nicht mehr zu dem Bild eines Mannes, der vor laufender Kamera seine Dämonen bekämpfte.

Ein altes Foto von Haftbefehl und seiner Frau Nina: Sie stehen auf der Straße und halten ein Stück Pizza in der Hand
Ein altes Foto von Haftbefehl und seiner Frau Nina. Foto: Instagram/ninaanhan

Konsequenz oder Kalkül?

Ob die Löschung des Videos ein Zeichen echter Einsicht ist oder schlicht Schadensbegrenzung, bleibt offen. Auf YouTube ist der Clip weiterhin zu finden, während er auf Facebook und Instagram entfernt wurde.

Doch eines ist sicher: Nach der Doku kann niemand mehr wegsehen – nicht die Fans, nicht die Medien, nicht die Branche und auch Haftbefehl selbst nicht. Der Druck ist groß. Und vielleicht zwingt genau dieser Druck ihn nun, wirklich den Weg einzuschlagen, den er in seiner Doku angekündigt hat.

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