Goodbye Deutschland

„Goodbye Deutschland“: Was macht Jürgen Ortmann heute?

Jürgen Ortmanns Abenteuer bei „Goodbye Deutschland“: Erfahre, wie es ihm und seiner Familie nach dem Neuanfang auf Mallorca geht.

Jürgen Ortmann war in Goodbye Deutschland zu sehen.
Jürgen Ortmann war in Goodbye Deutschland zu sehen. Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Der Traum von Sonne, Strand und einer eigenen Bar trieb Jürgen Ortmann nach Mallorca – bekannt aus „Goodbye Deutschland“. Doch wie erging es ihm und seiner Familie wirklich nach seinem Umzug? Und was ist aus dem mutigen Auswanderungs-Abenteuer geworden?

Ein mutiger Schritt: Jürgen auf Mallorca, die Familie in Deutschland

Im Jahr 2021 wagte Jürgen Ortmann mit Goodbye Deutschland den Sprung ins Unbekannte: Er verließ seine Heimat Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen und zog allein nach Mallorca, um sich dort einen langgehegten Wunsch zu erfüllen – die Eröffnung einer eigenen Partykneipe auf seiner Lieblingsinsel. Ehefrau Nicole und Tochter Charline sollten erst nach ihrem Abitur nachkommen, während Sohn Justin ganz in Deutschland bleiben wollte. „Ich freue mich für ihn, aber nicht für mich“, kommentierte Nicole die Entscheidung ihres Mannes und beschrieb ihre Gefühle offen: „Es ist ja sein Traum, den wir mitleben.“

Jürgens Vision war eine multikulturelle Spaßkneipe in Cala Rajada: das „Anno 66“ mit deutsch-mexikanischer Küche und regelmäßig stattfindenden Themenabenden. Zusammen mit Geschäftspartner Marcus investierte Jürgen eine sechsstellige Summe in das Projekt – und die monatlichen Fixkosten von rund 40.000 Euro erhöhten den Druck zusätzlich. Doch die Herausforderungen ließen nicht lange auf sich warten: Die aufwändige Sanierung verschlang deutlich mehr Geld als geplant, Lieferanten waren unzuverlässig, Termine platzten regelmäßig und dann kam auch noch ein überraschendes Musikverbot hinzu. Schnell stellte sich heraus: Das Leben und Arbeiten auf Mallorca war doch turbulenter als gedacht.

Die emotionale Belastungsprobe

Die große Eröffnung im Frühjahr 2022 wurde für die gesamte Familie zum bewegenden Moment: Über 70 Freunde und Verwandte reisten an, um mit Jürgen die ersten Partys zu feiern. Doch trotz des gelungenen Starts machte sich bei Jürgen bald Heimweh bemerkbar – und der Alltag auf Mallorca entpuppte sich als ernste Belastungsprobe, nicht zuletzt wegen der fehlenden Nähe zu seiner Familie.

Zweieinhalb Monate nach der Eröffnung reisten Nicole, Charline und Justin wieder nach Mallorca. Der Familienvater präsentierte die neue Wohnung, doch am Plan änderte sich nichts: Nicole und Tochter sollten erst nach Mallorca übersiedeln, wenn Charline den Schulabschluss habe.

Rückschläge und ein ehrliches Fazit

Geschäftlich blieb die neue Bar zunächst gut besucht. Zufrieden war Jürgen dennoch nicht: „Größte Warnung an alle, die auswandern wollen: Stellt euch das mal schwer vor und dann wird’s schwerer“, resümierte er und unterstrich, dass er sein Vorhaben abbrechen wolle, falls er nicht glücklicher werde. Seine Familie blieb für ihn entscheidend. Ohne sie wollte er nicht dauerhaft auf Mallorca bleiben.

Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtete, zog Jürgen 2023 die Reißleine: Die Partykneipe „Anno 66“ schloss im Frühjahr ihre Türen, das Lokal wurde verkauft, und Jürgen kehrte nach Deutschland zurück.

Neustart im alten Leben – was macht Jürgen Ortmann heute?

Heute ist Jürgen Ortmann wieder zurück in Bad Salzuflen. Gemeinsam mit seinem Bruder Uwe führt er die traditionsreiche Kneipe „Anno 1966“. Auch Ehefrau Nicole ist wieder ein fester Teil der Unternehmung: Sie arbeitet als Buchhalterin für die Familien-Kneipe, wie die Website des Lokals bestätigt. Von Mallorca bleibt dem Ehepaar Ortmann vor allem die Erinnerung an ein großes Abenteuer – und die Erkenntnis, dass die Familie letztlich das größte Glück bedeutet.

Quellen