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Goodbye Deutschland

„Goodbye Deutschland“: Warum Currywurst-Mann Chris Töpperwien jetzt die Reißleine zieht

Nach Jahren voller Höhen, Tiefen und öffentlicher Anfeindungen zieht Chris Töpperwien einen mutigen Schlussstrich. Warum der Reality-Star jetzt sein Leben neu sortiert, verrät er offen wie nie.

Chris Töpperwien bei einem Auftritt
Chris Töpperwien hat genug von dem Leben in der Öffentlichkeit. Foto: IMAGO / Revierfoto

Er war einer der schillerndsten Auswanderer im deutschen Fernsehen – jetzt will Chris Töpperwien, bekannt als der „Currywurstmann“, nicht länger Teil der VOX-Doku „Goodbye Deutschland“ sein. Nach über einem Jahrzehnt zwischen Erfolg, Krisen und öffentlicher Kritik kündigt der 51-Jährige eine radikale Wende an – beruflich, privat und psychisch.

„Goodbye Deutschland“ machte ihn bekannt

2011 erfüllte sich der gebürtige Nordrhein-Westfale seinen großen Traum: Er wanderte in die USA aus und verkaufte dort aus einem eigenen Foodtruck heraus deutsche Currywurst – eine Idee, die ihn zum Publikumsliebling machte. Schon ein Jahr später begleitete ihn die Kamera-Crew von „Goodbye Deutschland“, und Chris wurde zum Dauerbrenner der VOX-Reihe.

Doch was nach dem perfekten Neustart klang, wurde mit der Zeit zur Belastung. „Ich gehe in ,Goodbye Deutschland‘-Rente“, erklärte Töpperwien jetzt gegenüber BILD. Nur noch eine letzte Folge wird gedreht. Der Grund: „Ich will wieder Spaß und Lebenslust erleben und nicht immer dasselbe machen. Die wollen immer Drama, Drama, Drama – aber das will ich nicht mehr!“

„Ich stagniere – im Job und auch menschlich.“

Seit Mai 2022 ist Chris Töpperwien mit seiner großen Liebe Nicole verheiratet, gemeinsam haben sie den zweijährigen Sohn Lino. In Los Angeles betreibt das Paar die „Schatzi’s Bakery“. Doch trotz des Familienglücks und des neuen Geschäfts merkt Chris, dass er auf der Stelle tritt. „Ich stagniere – im Job und auch menschlich. Ich erreiche meine Ziele nicht. Ich hätte gerne wieder ein Haus, finanzielle Sicherheit, Unabhängigkeit“, sagte er in dem Interview.

Der Unternehmer, der früher für seine Energie und seinen Ehrgeiz bekannt war, spricht heute offen darüber, wie sehr ihn das Leben in der Öffentlichkeit zermürbt hat. „Ich fühle, dass ich physisch und psychisch relativ am Ende meiner Kräfte bin“, gesteht er.

Chris Töpperwien landete fast im Gefängnis

Im Mai 2024 geriet Töpperwien ungewollt in die Schlagzeilen: Er wurde am Flughafen München festgenommen, weil gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vorlag. Der Vorwurf lautete auf Untreue und Veruntreuung in mehr als 20 Fällen. Zwölf Tage saß der TV-Star in Untersuchungshaft – bevor er im Sommer 2024 in allen Punkten freigesprochen wurde.

„Das war der Schlag mit dem Gummihammer auf meinen Kopf“, so Töpperwien. Doch die Belastung ging tiefer: „Es ist nicht der alleinige Grund dafür, dass es mir nicht gut geht. Ich war immer Einzelgänger, habe alle Verträge und Deals, beruflich wie privat, alleine ausgehandelt. Ich hatte nie einen Berater.“

Die Zeit im Gefängnis hinterließ Spuren – Angstzustände, Schlafprobleme, Panikattacken. Chris suchte schließlich Hilfe und begann eine Psychotherapie, über die er mittlerweile offen spricht. Der Schritt war nötig, aber nicht leicht: „Ich habe das selbst entschieden, das war wie eine Art Selbsteinweisung.“

Er setzt neue Prioritäten

Heute steht für den 51-Jährigen fest: Er will sein Leben endlich wieder selbst gestalten – ohne Drehtermine, Shitstorms und Erwartungen von außen. Auf Instagram kündigte er an, Social Media den Rücken zu kehren. Künftig wolle er nur noch das tun, was ihm guttut. Stattdessen plant er, einen eigenen YouTube-Kanal zu starten, um seiner Community authentisch und ohne Filter begegnen zu können.

Privat arbeitet er daran, Vertrauen und Nähe in seiner Ehe wieder zu stärken. Ehefrau Nicole erfuhr während der Dreharbeiten erst von seiner Therapie – ein Moment, der für Spannungen sorgte. Doch beide scheinen bereit, neu anzufangen.

„Ich will mich verändern, weg von meinen Selbstzweifeln“, sagt Chris. Und genau das tut er jetzt: Er verabschiedet sich von der Show, die ihn groß gemacht hat – um sich selbst wiederzufinden.

Quellen
  • BILD

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