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Livestream

Gil Ofarims Anwalt packt aus: Die Wahrheit über das Dschungelcamp-Schweigen

Eine Verschwiegenheitserklärung hat es nie gegeben! Im Instagram-Live packt Anwalt Dr. Alexander Stevens über den Fall Gil Ofarim aus.

Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026 stützt das Gesicht in die Hand und blickt nachdenklich nach unten
Gil Ofarims Schweigen im Dschungelcamp liegt nicht an einer Verschwiegenheitserklärung. Foto: RTL

Der Davidstern-Skandal von Gil Ofarim steht aktuell erneut im Fokus der Öffentlichkeit. Der Grund: Gil weigert sich im Dschungelcamp 2026 vehement, ein Wort zum Fall zu sagen, und beruft sich auf eine angeblich unterzeichnete Verschwiegenheitserklärung. Diese gibt es aber gar nicht, stellt jetzt sein Anwalt klar.

Autosuggestion: So kam es laut Anwalt zum Davidstern-Skandal

In einem rund 50-minütigen Live auf Instagram wandte sich Gil Ofarims Anwalt Dr. Alexander Stevens, gemeinsam mit Strafrichter Thorsten Schleif, an die Öffentlichkeit. Der Grund für die Stellungnahme: Der Anwalt wollte erklären, wie es überhaupt zu dem Fall kommen konnte und warum Gil trotz Geständnis nicht verurteilt wurde.

Der erfundene Davidstern an der Kette, die erfundene Diskriminierung durch den Leipziger Hotelmitarbeiter Herrn W., der erfundene Antisemitismus: All diese Dinge führt Anwalt Stevens auf das Phänomen der Autosuggestion zurück und holt aus.

„Gil wurde sein ganzes Leben lang wegen seines Glaubens beleidigt und diskriminiert.“, so Stevens. Als er im Hotel aufgrund eines technischen Problems nicht einchecken konnte, habe ihm sein Unterbewusstsein im Nachhinein eine andere Version der Geschehnisse aufgetischt und die negative Situation automatisch mit den negativen Diskriminierungen der Vergangenheit verknüpft. „Es ist eine falsche Verknüpfung im Kopf entstanden.“, erklärt der Anwalt.

Der Davidstern, der Antisemitismus und der Hotelmitarbeiter als Schuldiger seien dabei vom Unterbewusstsein „erfunden“ und Gils Gehirn als glaubwürdige Story eingeprägt worden.

Eigenständig habe Ofarim Realität und die Geschichte seiner Autosuggestion offenbar nicht mehr auseinanderhalten können und so kam es letztendlich zu den Antisemitismus-Vorwürfen gegenüber dem Hotelangestellten, erklärt Anwalt Stevens im Live.

Darum wurde Gil Ofarim nicht verurteilt

Trotzdem ist klar: Gil Ofarim ist schuldig, er gab sein Fehlverhalten selbst zu und entschuldigte sich öffentlich vor Gericht bei dem fälschlicherweise beschuldigten Hotelmitarbeiter. In Anwesenheit der Presse nahm Herr W. die Entschuldigung an. Diese öffentliche Entschuldigung war extrem karriereschädigend für Gil, das war dem Gericht klar und einer der Gründe, warum abschließend keine Verurteilung folgte, so Stevens.

Zudem erhielt Gil vom Gericht Auflagen, um den Fall einzustellen. Diese Auflagen sahen eine Zahlung von 10.000 Euro vor, die auf die Jüdische Gemeinde zu Leipzig und an den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz aufgeteilt wurden. Mit der Entschuldigung und der Überweisung des Geldes war seine Schuld abgegolten. Doch noch immer ist der Skandal in aller Munde.

Es gibt keine Verschwiegenheitserklärung

Der Hauptgrund für das Aufsehen um Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026 ist sein Schweigen. Immer wieder sagt er, er habe eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet und dürfe nichts zu seinem Fall sagen. Mit diesem Gerücht räumen Anwalt Stevens und Strafrichter Schleif im Instagram-Live endgültig auf.

Fest steht: Eine Verschwiegenheitserklärung gibt es nicht, dafür aber sehr wohl eine von Gil Ofarim unterzeichnete Unterlassungserklärung. In dieser wird offenbar kleinteilig geregelt, was Gil vor der Kamera sagen darf und was nicht. Weil diese Erklärungen aber häufig extrem komplex sind, vereinfachen Anwälte das Prozedere für ihre Klienten aber gerne, erklärt Schleif.

Das bestätigt auch Anwalt Stevens: „Gil Ofarim hat von seinen Anwälten in weiser Voraussicht einen Maulkorb verpasst bekommen.“ Um keine Fehler im Dschungelcamp zu machen, haben Gils Anwälte ihm scheinbar einfach empfohlen, absolut gar nichts zum Fall zu sagen und daran hält sich Ofarim strikt. Stevens findet zudem: „Ein solch komplexer Sachverhalt gehört nicht in den Dschungel.“

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