Gil Ofarim meidet Antisemitismus-Thema – doch im Dschungelcamp droht das böse Erwachen
Gil Ofarim will im Dschungelcamp einen Neuanfang wagen und sich von einer neuen Seite zeigen. Doch Mitcamper Hardy Krüger junior kündigt an, den Antisemitismus-Skandal nicht ruhen zu lassen.

Mit seiner Teilnahme am diesjährigen Dschungelcamp wagt Gil Ofarim den Schritt zurück ins Rampenlicht. Für den Musiker ist „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ nicht nur ein TV-Abenteuer, sondern vor allem der Versuch eines Neuanfangs nach einem der größten Skandale seiner Karriere. Doch während Ofarim im Vorfeld offenbar alles daransetzt, von einer anderen Seite wahrgenommen zu werden, deutet sich im australischen Busch bereits an: Ganz so leicht wird er seiner Vergangenheit nicht entkommen.
Antisemitismus-Skandal legte Ofarims Karriere auf Eis
Noch vor wenigen Jahren stand Gil Ofarim im Mittelpunkt eines aufsehenerregenden Antisemitismus-Vorwurfs. Im Oktober 2021 hatte er behauptet, in einem Leipziger Hotel antisemitisch angefeindet worden zu sein, veröffentlichte dazu ein emotionales Instagram-Video und erstattete Anzeige. Zwei Jahre später dann die Kehrtwende vor Gericht: Der Vorfall hatte nie stattgefunden, Ofarim räumte ein, gelogen zu haben. Das öffentliche Vertrauen war damit nachhaltig beschädigt, der Musiker zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
Im vergangenen Jahr bezeichnete Ofarim das Video selbst als „größten Fehler meines Lebens“. Seine IBES-Teilnahme versteht er nun als Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Das Problem: Viele Menschen haben Ofarim noch nicht verziehen, kritisierten RTL für die Casting-Entscheidung schwer und drohten an, das Dschungelcamp 2026 wegen Ofarim zu boykottieren.
Im Dschungel lieber Neustart statt Aufarbeitung
Auffällig ist jedoch, dass Gil Ofarim im Zusammenhang mit dem Dschungelcamp bislang kaum Bereitschaft zeigte, den Skandal aktiv zu thematisieren. Stattdessen machte er eher deutlich, dass er nicht auf seine Vergangenheit reduziert werden möchte. Der Musiker scheint die Show gezielt nutzen zu wollen, um sich als Mensch und Künstler von einer neuen Seite zu präsentieren – ruhig, reflektiert und fernab des Antisemitismus-Themas.
Insgesamt erweckte Ofarim bislang wenig den Eindruck, sich im Dschungel offensiv seiner Vergangenheit stellen zu wollen. Vielmehr steht der Wunsch nach einem Imagewandel im Vordergrund.
Hardy Krüger junior kündigt kritische Fragen an
Doch genau hier könnte es für Ofarim schwierig werden. Denn nicht alle Dschungelcamp-Mitcamper 2026 sind bereit, die Vergangenheit auszublenden. Hardy Krüger junior machte bereits vorab klar, dass er das Thema nicht umgehen will. In einem RTL-Interview sagte er offen, der Skandal werde „unweigerlich“ im Camp diskutiert werden. Er werde Gil Ofarim seine Fragen stellen und erwarte vor allem ehrliche Antworten.
Auch außerhalb des Camps ist der Druck spürbar. Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher bezeichnete Ofarims Verhalten öffentlich als „No-Go“ und kritisierte insbesondere die damalige Lüge scharf.
Nach dem Dschungelcamp zurück auf die Bühne?
Wie Gil Ofarim im Camp tatsächlich reagieren wird, bleibt abzuwarten. Sollte das Thema offen angesprochen werden, dürfte Ausweichen kaum möglich sein. Rückzug ist im Dschungel bekanntlich keine Option – Konflikte werden dort schnell zum zentralen Bestandteil der Show.
Fest steht: Nach IBES plant der Musiker bereits den nächsten Schritt. Nach dem Dschungelcamp will Gil Ofarim wieder auf Tour gehen und musikalisch an frühere Erfolge anknüpfen. Ob ihm das gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie glaubwürdig er sich im australischen Busch präsentiert.
Denn eines ist klar: Das Dschungelcamp verzeiht vieles – aber kein unehrliches Schweigen.






