Wegen Nahost-Konflikt

Formel 1: Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt

Die Formel 1 muss offenbar zwei Rennen aus dem Kalender streichen: Nach Informationen von Sky Sport werden die Grand Prix in Bahrain und im saudi-arabischen Jeddah abgesagt. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Mercedes-AMG-Petronas-F1-Teamfahrer George Russell (Startnummer 63, Großbritannien) auf der Strecke, dicht gefolgt von McLaren-Fahrer Lando Norris (Startnummer 1, Großbritannien) beim Formel-1-Großen Preis von China 2026.
George Russell im Mercedes vor Lando Norris im McLaren beim Großen Preis von China 2026. Die Formel-1-Saison wird nun von der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien überschattet. Foto: IMAGO / ZUMA Press

Die Formel 1 muss ihren Rennkalender kurzfristig ändern. Die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien sind abgesagt worden. Das berichtet unter anderem Sky und Sky Sport. Eine offizielle Bestätigung durch die Formel 1 wird erwartet.

Geplant waren die beiden Rennen als Wüsten-Doppel im April. Der Große Preis von Bahrain sollte am 12. April stattfinden, der Grand Prix von Saudi-Arabien eine Woche später am 19. April in Dschidda.

Sicherheitslage im Nahen Osten als Hintergrund

Grund für die Absagen ist die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten. Zuletzt wurde auch Bahrain von Raketen- und Drohnenangriffen getroffen. Dabei wurden unter anderem ein Wohnhaus sowie das Crowne Plaza Hotel in Manama beschädigt. Das Hotel dient während der Rennwochenenden häufig als Unterkunft für Teams.

Auch ein Wasserentsalzungswerk und ein Ölfeld sollen Ziel von Angriffen gewesen sein. Vor diesem Hintergrund galt ein Formel-1-Rennen in der Region zuletzt als kaum durchführbar.

Logistik macht Durchführung unmöglich

Neben der Sicherheitslage spielte auch die aufwendige Logistik der Rennserie eine wichtige Rolle. Zwischen beiden Rennen war ein direkter Transport von Material und Ausrüstung von Bahrain nach Saudi-Arabien geplant.

Ohne den Grand Prix in Bahrain wäre es kaum möglich gewesen, die umfangreiche Ausrüstung rechtzeitig nach Dschidda zu bringen. Deshalb fiel schließlich auch das Rennen in Saudi-Arabien aus.

Kein Ersatzrennen geplant

Ein Ersatz für die beiden abgesagten Rennen ist aktuell nicht vorgesehen. Die TV-Verträge der Formel 1 garantieren eine Mindestanzahl von 22 Rennen pro Saison. Selbst ohne Bahrain und Saudi-Arabien wird diese Zahl weiterhin erreicht.

Die Saison läuft damit mit einem leicht angepassten Kalender weiter. Für Teams und Fans bedeutet das vor allem eine ungeplante Pause im April.