Eric Bauza (†46) ist tot: Er lieh Bugs Bunny und Daffy Duck seine Stimme
Traurige Nachrichten aus der Zeichentrickwelt: Der preisgekrönte Sprecher Eric Bauza ist im Alter von nur 46 Jahren gestorben. Millionen Menschen kannten seine Stimme aus den „Looney Tunes“, in denen er unter anderem Bugs Bunny und Daffy Duck sprach.

Seine Stimme dürfte vielen Menschen vertraut sein, auch wenn sie seinen Namen vielleicht nicht sofort zuordnen können: Eric Bauza erweckte einige der bekanntesten Zeichentrickfiguren der Welt zum Leben. Ob Bugs Bunny, Daffy Duck oder Schweinchen Dick – der kanadische Sprecher prägte über viele Jahre den Klang der beliebten „Looney Tunes“.
Nun ist der dreifache Emmy-Preisträger überraschend gestorben. Eric Bauza wurde nur 46 Jahre alt. Seine Familie machte die traurige Nachricht über seinen Instagram-Account öffentlich.
Eric Bauza ist mit 46 Jahren gestorben: Todesursache bekannt
Wie der britische „Guardian“ berichtet, starb Eric Bauza zu Hause an einer durch Bluthochdruck bedingten Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Todesursache wurde demnach von der Gerichtsmedizin des Los Angeles County bekannt gegeben. Seine Familie veröffentlichte auf Instagram eine Mitteilung, in der sie den Tod des beliebten Sprechers bestätigte.
Darin bezeichneten die Angehörigen ihn als Emmy-prämierten Künstler und moderne Stimme der legendären „Looney Tunes“-Figuren Bugs Bunny und Daffy Duck. Zugleich erinnerten sie daran, dass er zahlreichen weiteren beliebten Zeichentrickfiguren seine Stimme geliehen hatte. Die Familie kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen bekannt zu geben.
Bugs Bunny, Daffy Duck und Tweety: Seine Stimme kannten Millionen
Eric Bauza wurde 1979 im kanadischen Scarborough bei Toronto geboren. Im Laufe seiner Karriere entwickelte er sich zu einem der gefragtesten Originalsprecher der Animationsbranche. 15 Jahre lang arbeitete er für Warner Bros. Animation. Insgesamt umfasste seine Filmografie mehr als 400 Schauspiel- und Sprecherrollen.
Besonders eng war sein Name mit den „Looney Tunes“ verbunden. Er übernahm die englischen Originalstimmen zahlreicher Figuren, darunter Bugs Bunny, Daffy Duck, Schweinchen Dick (Porky Pig), Tweety und Road Runner. Damit führte Bauza eine lange Tradition fort. Schließlich wurden viele dieser Figuren über Jahrzehnte von legendären Sprechern wie Mel Blanc geprägt. Dass er dieses Erbe weiterführen durfte, bedeutete Bauza offenbar sehr viel.
Warner Bros. trauert um Eric Bauza
Auch bei Warner Bros. löste die Nachricht große Trauer aus. Channing Dungey, Vorsitzende der Warner Bros. Television Group und US Networks, würdigte den verstorbenen Künstler in einer Stellungnahme gegenüber dem US-Branchenmagazin „Variety“. „Eric Bauza war ein außergewöhnliches Stimmtalent, das Millionen Menschen auf der ganzen Welt Freude und Lachen schenkte“, erklärte sie. Bauza sei in die Fußstapfen großer Sprecher wie Mel Blanc getreten. Für ihn selbst sei es eine der größten Ehren seines Lebens gewesen, das Erbe der „Looney Tunes“ fortzuführen.
Doch nicht nur seine künstlerischen Fähigkeiten werden fehlen. Dungey betonte auch, dass Bauza ein geschätztes Mitglied der Animationsfamilie gewesen sei. Ihre Gedanken seien bei seinen Angehörigen.
Eric Bauza gewann drei Emmys und arbeitete bis zuletzt an neuen Projekten
Sein Talent brachte Eric Bauza im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen ein. Drei Emmy Awards gewann er für seine Arbeit an den Animationsproduktionen „Teen Titans Go!“, „Bugs Bunny Builders“ und „Looney Tunes Cartoons“. Auch 2026 war Bauza weiterhin als Sprecher aktiv. Laut „Guardian“ wirkte er unter anderem an „Rick and Morty“, „SuperKitties“, „Minions & Monsters“ und „Avatar: Seven Havens“ mit.
Zum Zeitpunkt seines Todes befanden sich außerdem weitere Projekte in Vorbereitung, darunter „Bye Bye Bunny: A Looney Tunes Musical“ und „The Dragon Masters“. Noch im August hatte Bauza die Premiere von „Coyote vs. Acme“ in Los Angeles besucht. Der Film verbindet reale Schauspieler mit animierten Figuren. Filmproduzent Christopher DeFaria, der mit Bauza an dem Projekt gearbeitet hatte, würdigte gegenüber „Variety“ dessen außergewöhnlichen Einfluss auf die Branche.
Bauza habe es geschafft, traditionsreichen Zeichentrickfiguren eine eigene Note zu verleihen und sich damit einen festen Platz in der Animationswelt zu erarbeiten.
Mit Eric Bauza verliert die Film- und Fernsehwelt eine Stimme, die Generationen von Zeichentrickfans begleitet hat. Seine Arbeit wird in den Figuren weiterleben, denen er über viele Jahre Persönlichkeit verlieh.






