Ein starkes Team – Abgeschleppt: Mord im Berliner Abschleppmilieu
Mord zwischen Blaulicht und Beton: In „Ein starkes Team – Abgeschleppt“ geraten Otto Garber, Linett Wachow und Nils Makowski in eine raue Branche, in der Konkurrenz und Existenzangst tödlich enden können.

Am Samstag, 14. Februar 2026, um 20:15 Uhr im ZDF geht der 102. Fall der beliebten Krimireihe an den Start – und beweist einmal mehr, warum „Ein starkes Team“ auch im vierten Jahrzehnt noch zu den verlässlichsten Primetime-Krimis gehört.
Worum geht es in „Abgeschleppt“?
Der Chef einer Berliner Abschleppfirma, Klaus Bröser (Hilmar Eichhorn), wird tot aufgefunden. Schnell wird klar: In diesem Geschäft geht es nicht zimperlich zu. Wer falsch parkt, zahlt – wer falsch wirtschaftet, riskiert mehr. Als Letzte soll Mitarbeiterin Jana Hellwig (Rosa Falkenhagen) den Unternehmer lebend gesehen haben. Doch sie beteuert ihre Unschuld – und lenkt die Aufmerksamkeit auf ein verschwundenes Fahrzeug.
Das abgeschleppte Auto gehörte ausgerechnet dem polizeibekannten Straftäter Lukas Kern (Joachim Foerster), dessen Haftbefehl kurz bevorstand. Wollte er untertauchen? Und hat er Bröser aus dem Weg geräumt? Doch damit nicht genug: Auch Nicole Bröser (Anja Schneider), die Stieftochter des Opfers und Geschäftsführerin der Firma, gerät ins Visier der Ermittler. Ihr Verhältnis zum Getöteten war alles andere als harmonisch.
Und dann sind da noch die Konkurrenten – allen voran der todkranke Unternehmer Gerhard Trojetzki (Michael Mendl) und sein Sohn Daniel (Sebastian Urzendowsky). Oder der dubiose „Abschleppnomade“ Kai Zemke (Niklas Kohrt), der mit illegalen Methoden für ordentlich Unruhe sorgt. Kurz gesagt: Verdächtige gibt es viele. Motive auch.
Hier der Trailer

Ein Milieu zwischen Macht und Machogehabe
Eine der großen Stärken von „Ein starkes Team“ war schon immer der Blick auf Berliner Milieus und genau hier punktet auch „Abgeschleppt“.
Das Abschleppbusiness wird als harte Männerdomäne inszeniert: Konkurrenzdruck, wirtschaftliche Abhängigkeiten, fragwürdige Methoden. Kommissarin Wachow kommentiert das mit einem trockenen „Schlimm, dieses alte Denken“, während Garber nur genervt die Augen rollt.
Zwischen Generationenkonflikten, Diskussionen über urbane Moral und kleinen Seitenhieben auf Verkehrspolitik entsteht genau das, was die Reihe so besonders macht: ein Krimi mit Haltung, aber ohne erhobenen Zeigefinger.
Klassischer Whodunit mit Spannung bis zum Finale
„Abgeschleppt“ setzt auf bewährte Zutaten: Familiendramen, wirtschaftliche Rivalitäten, falsche Fährten – und ein Finale, das mit einer dramatischen Vermisstensuche noch einmal ordentlich anzieht.
Dabei bleibt die Folge bodenständig, temporeich und dialogstark. Kein überdrehter Actionkrimi, sondern solide Ermittlungsarbeit mit Berliner Schnauze. Gerade diese Mischung aus Routine, Milieustudie und Charakterzeichnung sorgt dafür, dass „Ein starkes Team“ auch nach über 100 Fällen nicht ermüdet.









