Drehpause am „Bergretter“-Set: Sebastian Ströbel erklärt, warum seine Familie Priorität hat
Sebastian Ströbel verbringt für „Die Bergretter“ jedes Jahr viele Wochen fernab seiner Familie. Wie der Schauspieler trotz anspruchsvoller Dreharbeiten und weiterer TV-Projekte die Balance zwischen Beruf und Privatleben hält, hat er jetzt verraten. Dabei findet er überraschend selbstkritische Worte.

Als Markus Kofler ist Sebastian Ströbel aus „Die Bergretter“ kaum noch wegzudenken. Seit Jahren begeistert der Schauspieler die Zuschauer:innen als Leiter des Rettungsteams, das in den österreichischen Alpen regelmäßig Menschen aus lebensgefährlichen Situationen befreit. Doch was vor der Kamera nach spektakulären Abenteuern aussieht, bedeutet für den 49-Jährigen auch, dass er einen großen Teil des Jahres nicht zu Hause verbringen kann. Denn während die ZDF-Serie rund um Ramsau am Dachstein gedreht wird, lebt Ströbel mit seiner Frau und seinen vier Töchtern in Hamburg. Zwischen seinem Arbeitsplatz in Österreich und seinem Familienleben liegen Hunderte Kilometer.
Wie schafft er es also, trotz seines vollen Terminkalenders ein präsenter Ehemann und Vater zu bleiben?
„Die Bergretter“: Sebastian Ströbel stellt seine Familie über die Karriere
Für Sebastian Ströbel gibt es bei der Frage nach seinen Prioritäten keine zwei Meinungen. „Die Nummer eins ist die Familie. Immer, egal was ist“, stellt er im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau während einer „Bergretter“-Drehpause klar. Dass er seinen Beruf so intensiv ausüben kann, sieht er keineswegs als Selbstverständlichkeit. Vielmehr weiß der Schauspieler, wie sehr er dabei auf die Unterstützung seiner Angehörigen angewiesen ist. „Ich habe so wahnsinniges Glück mit meinen Kindern und meiner Frau“, schwärmt er. Gleichzeitig betont er, dass eine funktionierende Beziehung nicht allein davon abhänge, wie gut die Familienmitglieder mit seiner Abwesenheit umgehen können. „Aber das geht nur, wenn Gesundheit, viel Demut und Dankbarkeit dabei sind und man alle mitnimmt auf seiner Reise“, erklärt der vierfache Vater.
Besonders wichtig scheint ihm dabei, dass seine Karriere nicht zum Mittelpunkt des gesamten Familienlebens wird. Trotz seiner Bekanntheit möchte Ströbel sich nicht über seine beruflichen Erfolge definieren. „Wenn ich jetzt anfangen würde, mich als coolen Star zu sehen und mein eigenes Ding zu machen, würde es nicht funktionieren“, sagt er und ergänzt: „Ich bin alleine überhaupt nichts.“
Sebastian Ströbel über seine Ehe: „Ein Geben und Nehmen“
Dass die Familie mit seinen beruflich bedingten Abwesenheiten umgehen kann, ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung. Ströbel und seine Angehörigen haben offenbar einen Weg gefunden, der für alle funktioniert. Dabei setzt der Schauspieler vor allem auf gegenseitige Rücksichtnahme. Innerhalb der Familie sei es „ein Geben und Nehmen“, erklärt er. Schließlich müsse der Alltag auch dann weiterlaufen, wenn er gerade für Dreharbeiten unterwegs ist. „Das haben wir über die Jahre für uns entwickelt, und bisher ist es gut gegangen“, berichtet der „Bergretter“-Star.
Dabei sind die Dreharbeiten für die ZDF-Serie längst nicht seine einzige Verpflichtung. Neben seiner Schauspielkarriere steht Ströbel auch für Dokumentationen vor der Kamera, die ihn an besonders abgelegene Orte führen. Für „Terra X“ reiste er beispielsweise in die Arktis. Bei einem weiteren Projekt bestieg er einen mehr als 6000 Meter hohen Berg in den bolivianischen Anden. Solche Unternehmungen verlangen nicht nur körperlich viel von ihm, sondern bedeuten auch zusätzliche Zeit fernab von zu Hause.
„Bergretter“-Star Sebastian Ströbel: Für Freunde bleibt manchmal zu wenig Zeit
Umso wichtiger ist es dem Schauspieler, seine freien Tage bewusst zu nutzen. Auf die Frage, was er macht, wenn gerade keine Dreharbeiten oder Reisen anstehen, hat er eine klare Antwort: „Dann bin ich bei der Familie.“ Allerdings bringt diese Prioritätensetzung auch Nachteile mit sich. Denn während Ströbel versucht, möglichst viel Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern zu verbringen, bleibt für andere Menschen in seinem Leben nicht immer genügend Raum.
„Wenn man so viel arbeitet, fallen solche Dinge oft hinten runter, was mich traurig macht“, gesteht er mit Blick auf seine Freundschaften. Dennoch weiß er seine Situation zu schätzen: „Dann bin ich um so glücklicher und dankbarer für die Menschen, die ich direkt an meiner Seite habe.“
„Die Bergretter“: Staffel 18 ist bereits im ZDF gestartet
Beruflich bleibt Sebastian Ströbel seinen Fans weiterhin als Markus Kofler erhalten. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, startete die 18. Staffel von „Die Bergretter“ um 20:15 Uhr im ZDF. Insgesamt umfasst die neue Staffel sieben Folgen. Darin muss das Rettungsteam nicht nur gefährliche Einsätze in den Alpen bewältigen, sondern auch schwere persönliche Schicksalsschläge verkraften.


