Donald Trump reagiert beschämend auf Tod von Regisseur Rob Reiner
Donald Trump sorgt mit einem umstrittenen Social-Media-Beitrag nach dem Tod von Hollywood-Regisseur Rob Reiner für Empörung. Statt Beileid zu zeigen, griff der ehemalige US-Präsident den Verstorbenen scharf an.

Kurz nachdem der Tod von Rob Reiner und seiner Frau Michele öffentlich wurde, veröffentlichte Donald Trump auf Truth Social einen Beitrag, der breite Bestürzung auslöste. Darin griff Trump den Regisseur persönlich an und brachte dessen Tod in direkten Zusammenhang mit dessen Kritik an ihm. Er bezeichnete Reiner als „gequält und kämpfend“ und behauptete, er habe an einem angeblichen Leiden namens „Trump-Derangement-Syndrom (TDS)“ gelitten.
Obwohl der Post mit den Worten „Möge Rob und Michele in Frieden ruhen“ endete, wurde der Ton von vielen Beobachtern als zynisch und respektlos wahrgenommen.
Tödliche Gewalt und Ermittlungen
Rob Reiner (78) und seine Frau Michele (68) wurden am 14. Dezember tot in ihrem Haus in Brentwood, Kalifornien, aufgefunden. Berichten zufolge wiesen beide Schnittverletzungen auf, die auf ein Messer zurückzuführen sind.
Ihr Sohn Nick Reiner wurde festgenommen und befindet sich derzeit gegen eine Kaution von vier Millionen US-Dollar in Haft. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls dauern an.
Ein engagierter Künstler und Kritiker
Rob Reiner war einer der einflussreichsten Regisseure Hollywoods der 1980er- und 1990er-Jahre. Neben seiner Filmkarriere engagierte er sich politisch und war ein überzeugter Demokrat.
Er setzte sich für die Ehe für alle ein, gründete 2008 die American Foundation for Equal Rights und kämpfte bereits Ende der 1990er-Jahre für frühkindliche Bildung. Außerdem kritisierte er Donald Trump offen, bezeichnete ihn mehrfach als „geistig ungeeignet“ und warf ihm „Verrat“ vor. In einem MSNBC-Interview im Oktober warnte Reiner eindringlich, dass die USA kurz davorstünden, zu einer Autokratie zu werden.
Prominente verurteilen Trumps Reaktion
Trumps Äußerungen stießen auf scharfe Kritik. Barack Obama, Kamala Harris und Nancy Pelosi würdigten Reiner als Künstler mit großem moralischen Kompass und gesellschaftlichem Engagement.
Schauspieler Josh Gad bezeichnete Trumps Beitrag als „ekelhaft“ und hob hervor, dass Reiner sich im Gegensatz zu Trump ernsthaft um das Wohlergehen der amerikanischen Bevölkerung gekümmert habe. Musiker Jack White nannte Trump einen „widerlichen, egozentrischen Verlierer“, der selbst den Tod eines Menschen für politische Angriffe instrumentalisiert.
Auch in der Talkshow „The View“ verurteilten Ana Navarro, Sunny Hostin und Whoopi Goldberg Trumps Aussagen. Goldberg, die mit Reiner gearbeitet hatte, fragte entsetzt: „Haben Sie denn gar keine Scham?“







