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"Dishonored 2": So gut ist das Schleichspiel auf der PS4!

Für Stealth-Action-Fans gehörte "Dishonored" vor vier Jahren zu den ganz großen Highlights: Doch kann "Dishonored 2 – Das Vermächtnis der Maske" noch einen draufsetzen? Unser TV-Movie-Kurztest gibt Aufschluss!

Dishonored 2
Mit "Dishonored 2" liefert Bethesda eines der stärksten Schleichspiele der letzten Jahre ab! Foto: Bethesda

Im Grunde hatte sich Anno 2012 eine kleine Stealth-Müdigkeit eingestellt. Ego-Shooter und RPGs feierten weiterhin Hochkonjunktur, doch die kleinen feinen Schleichperlen, bei denen es eben vor allem um die leisen Töne und flinken Tricksereien geht, verschwanden immer mehr aus der Gamer-Wahrnehmung. Doch plötzlich kamen die Arkane Studios mit "Dishonored" um die Ecke und lieferten nicht nur ein spielerisch weitgehend überzeugendes Stealth-Spiel ab, sondern punkteten vor allem mit dem tollen viktorianischen Steampunk-Setting.

Disthonored 2 Tulip
Tolle Spielwelt und skurrile Figuren!          Bethesda Foto: Bethesda

"Dishonored 2 – Das Vermächtnis der Maske" setzt einige Jährchen nach dem Vorgänger an – und verbessert diesen auf fast allen Ebenen. Zunächst einmal habt ihr diesmal die Wahl aus zwei Protagonisten: Wie im Vorgänger lässt sich natürlich Leibwächter Corvo Attano steuern, der das Reich vor 15 Jahren gerettet hatte und seine Tochter Emily auf den Thron beförderte. Doch zum "15. Jubiläum" des Attentats auf die Kaiserin schleicht sich unliebsamer Familienbesuch ein – und verwandelt sowohl Emily als auch Corvo in Stein. Einer von beiden bekommt mit eurer Hilfe jedoch eine letzte Chance.

So spielt sich „Dishonored 2 – Das Vermächtnis der Maske“

Wie bei jedem guten Stealth-Spiel habt ihr die Qual der Wahl: Wähle ich den bleihaltigen und lauten Weg um an mein Ziel zu kommen? Oder versuche ich mich subtil, lautlos und ohne größeres Auffallen durch die Welt zu bewegen? Tatsächlich hat die Wahl eurer Vorgehensweise nicht nur einen unmittelbaren Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad und die Herausforderung, sondern auch Konsequenzen für den Fortlauf der Story: Denn jede Leiche erhöht den Chaosfaktor, der im Endeffekt auch zu einem anderen Ausgang der Story führt.

Die Wahl von Emily oder Corvo beeinflusst das Spielprinzip zwar nicht maßgeblich, doch könnten die Spezialfähigkeiten der beiden dafür sorgen, dass sich Spieler mit der einen oder der anderen Figur leichter tun. Während der leichte Schwierigkeitsgrad des Vorgängers viele Spieler geärgert hatte, gibt es jetzt vier Schwierigkeiten zur Auswahl – und auf den oberen beiden werden selbst geübte Stealth-Spieler ziemlich gefordert. Denn die tolle KI der Wachen sorgt dafür, dass eure Widersacher nicht nur über einen brutal-großen Sichtkegel verfügen, sondern auch aufmerksam alle sichtbaren Veränderungen in der Spielewelt inspizieren.

Tolle Atmosphäre, solide Performance, mäßige Story

Es macht wirklich viel Spaß in den neun riesigen Arealen unterschiedliche Vorgehensweisen auszutesten. Trickreich „durchsprinten“ hat allerdings einen großen Nachteil: Die Spieler müssen auf Knochenartefakte und Runen verzichten, mit denen sich viele Fähigkeiten unserer beiden Protagonisten verbessern lassen.

Dishonored 2 Der Weg
Der Weg ist das Ziel in "Dishonored 2"          Bethesda Foto: Bethesda

Auch wenn "Dishonored 2" kein graphischer leckerbissen ist und die Performance auf den Konsolen nicht immer das Optimum erreicht, überzeugen jedoch das starke Art-Design, die knisternde Atmosphäre sowie das famose Spiel-Design. In einigen Levels kommt man angesichts unzähliger Details kaum aus dem Staunen raus.

Wohl auch dem Spielprinzip geschuldet, enttäuscht allerdings die Geschichte von „Dishonored 2“ mit etwas statischen Dialogen und einer vorhersehbaren Story – egal, welche Richtung man tatsächlich einschlägt. Gerade beim spannenden Steampunk-Setting wäre hier mit einigen Kniffen wohl deutlich mehr Potential gewesen. Nichtsdestotrotz kehrt man immer gerne in die Welt von „Dishonored 2“ zurück, denn viel zu verlockend sind die Wege und Möglichkeiten, die man in dieser Welt auskundschaften und ausprobieren kann.

Fazit

Hail to the king: Für Schleich-Fans führt in diesem Jahr kein Weg an "Dishonored 2 – Das Vermächtnis der Maske" vorbei. Die Arkane Studios haben nicht nur alle Stärken des Vorgängers, wie bspw. das fantastische Spiele-Setting beibehalten, sondern mit einer starken KI, dem tollen Level-Design und einer großen Spielfreiheit erweitert. Lediglich die Story kommt im großartigen Endprodukt etwas zu kurz. Dennoch steht am Ende ein großartiges Spiel – das selbst Genregrößen wie "Thief" und "Deus Ex" locker in seine Tasche steckt!

Ed Sheeran Game of Thrones - Foto: HBO
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