Dieter Bohlen erntet Spott: DSDS-Juror bekommt seine eigene Medizin zu schmecken
Bei DSDS ist Dieter Bohlen für gnadenlose Gesangskritik bekannt. Beim „Schlagerbooom“ steht nun plötzlich seine eigene Stimme im Mittelpunkt.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten urteilt Dieter Bohlen bei „Deutschland sucht den Superstar“ über die Stimmen anderer – und nimmt dabei bekanntlich selten ein Blatt vor den Mund. Schiefe Töne, zu viel Playback oder schwacher Gesang? Der DSDS-Chefjuror spricht Probleme meist sehr direkt an.
Am Samstagabend, 17. Oktober, wurden die Rollen nun gewissermaßen vertauscht. Beim großen Jubiläums-„Schlagerbooom“ von Florian Silbereisen, der bald auch durchs Silvesterprogramm führt, stand Bohlen selbst auf der Bühne. Doch ausgerechnet seine Gesangsleistung sorgte anschließend bei einigen Zuschauer:innen für Spott.
Dieter Bohlen singt „Brother Louie“ beim „Schlagerbooom“
Zum zehnjährigen Jubiläum des „Schlagerbooom“ war die Dortmunder Westfalenhalle mit zahlreichen großen Namen besetzt. Neben Helene Fischer, Andrea Berg, Roland Kaiser und Howard Carpendale gehörte auch Bohlen zu Silbereisens Gästen.
Der Poptitan präsentierte dort unter anderem den Modern-Talking-Klassiker „Brother Louie“, den er vor 40 Jahren selbst geschrieben hatte. Außerdem stand er gemeinsam mit Silbereisen für „Midnight Lady“ auf der Bühne.
Doch während das Publikum in der Halle feierte, hörten einige Menschen vor den Fernsehern offenbar genauer hin. In den sozialen Netzwerken wurde anschließend über Bohlens Gesang diskutiert.
„Parodiert der Dieter sich jetzt selbst?“, fragte laut Focus ein Zuschauer. Noch bissiger fiel ein anderer Kommentar aus: „Hat er das Playback vergessen?“
Playback-Kritik kennt er selbst nur zu gut
Dass ausgerechnet das Thema Playback auftaucht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Schließlich hatte Bohlen noch wenige Monate zuvor bei DSDS selbst sehr deutliche Kritik an einem Auftritt geübt.
Im Halbfinale der Staffel 2026 bemängelte er bei Constance Dizendorf, dass ihre Stimme durch den Chor kaum zu beurteilen gewesen sei. Sein vernichtendes Fazit damals: Für ihn sei die Darbietung ein bisschen „Miniplayback-Show“ gewesen.
Schon damals reagierten Fans spöttisch und verwiesen darauf, dass Bohlen selbst reichlich Erfahrung mit Playback-Auftritten habe.
Auch grundsätzlich ist der Produzent nicht gerade dafür bekannt, schwache Gesangsleistungen mit Samthandschuhen anzufassen. Einer DSDS-Kandidatin erklärte er in der Vergangenheit beispielsweise, in den Höhen sei „kein Ton richtig“ gewesen. Einer anderen bescheinigte er: „Oben hast du alles schief gesungen, unten hast du alles schief gesungen.“
Dieter Bohlen selbst lässt sich die Stimmung nicht verderben
Bohlen selbst schien von der Kritik zunächst nichts mitzubekommen – oder ließ sie sich zumindest nicht anmerken.
Nach seinem Auftritt schwärmte er im Gespräch mit Silbereisen von seinem Besuch: „Das freut mich total, dass ich hier sein darf.“ Anschließend erinnerte er sich daran, unter welchem Erfolgsdruck er Mitte der 80er nach den ersten großen Modern-Talking-Hits gestanden habe.
Dass „Brother Louie“ heute noch immer in einer der größten deutschen Musikshows gespielt wird, dürfte für ihn ohnehin Grund genug zur Freude gewesen sein.






