Nach Aus für Kiewel und Kerner als Silvester-Duo: Florian Silbereisen führt live durch den Abend
Die große ZDF-Silvesterparty mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner fällt 2026 aus. Doch nun steht fest: Ganz ohne große Liveshow müssen TV-Zuschauer nicht feiern.

Jahrelang gehörte sie zum 31. Dezember wie Sekt und Feuerwerk: Eine große Live-Silvestershow im Fernsehen, die das Publikum bis zum Jahreswechsel begleitet. Doch für Silvester 2026 sah es zunächst so aus, als könnte mit dieser Tradition zumindest bei den Öffentlich-Rechtlichen Schluss sein.
Das ZDF hatte im September bestätigt, seine bisherige Silvestershow in diesem Jahr nicht fortzusetzen. Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner werden damit nicht erneut gemeinsam durch eine große Live-Party führen. Stattdessen setzt der Mainzer Sender am 31. Dezember auf eine Spezialausgabe von Kerners „Quiz-Champion“.
Gleichzeitig hatte sich die ARD zunächst bedeckt gehalten, ob sie ihre eigene große Liveshow zum Jahreswechsel fortsetzen würde. Jetzt gibt es Gewissheit – und Florian Silbereisen darf erneut ran.
Florian Silbereisen bekommt erneut die große Silvestershow
Die ARD hat am Donnerstag offiziell bestätigt, dass Silbereisen am 31. Dezember 2026 ab 20.15 Uhr live durch den Abend führen wird. Auch ORF und SRF übertragen die Eurovisionsshow. Damit kehrt ein Format zurück, das ursprünglich gar nicht auf Dauer angelegt war: der „Silvester-Schlagerbooom“.
Die diesjährige Ausgabe trägt den vollständigen Titel „Silvester-Schlagerbooom 2027 live – Die Wunderlichtershow“ und wird erneut aus dem BMW Park, der Basketballarena des FC Bayern München, übertragen.
Silbereisen selbst macht keinen Hehl daraus, dass die erneute Fortsetzung so ursprünglich nicht geplant war: „Wenn sich die ARD so sehr eine Zugabe wünscht, dann gibt es natürlich noch einmal eine Zugabe!“ Eigentlich habe er sich nur auf „einen einzigen und einmaligen ‚Silvester-Schlagerbooom‘“ vorbereitet. Doch nun werde bereits zum dritten Mal in München gemeinsam ins neue Jahr gefeiert.
ARD setzt an Silvester erneut auf eine Liveshow
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl begründet die Entscheidung mit dem besonderen Stellenwert des Jahreswechsels: „Der Jahreswechsel ist einer der wenigen Momente, die Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichzeitig feiern.“ Silbereisen schaffe dafür einen „festlichen Rahmen – live, überraschend und voller Musik“.
Dass die ARD an dem Format festhält, überrascht auch mit Blick auf die Einschaltquoten kaum. Beim vergangenen Jahreswechsel schalteten durchschnittlich rund 4,55 Millionen Menschen ein. Der Marktanteil lag bei 25,7 Prozent – laut ARD der bislang höchste Wert der Silbereisen-Silvestershow.
Die damalige ZDF-Konkurrenz „Willkommen 2026“ mit Kiewel und Kerner erreichte dagegen nur rund zweieinhalb Millionen Zuschauer und blieb damit deutlich hinter Silbereisen zurück.
ZDF verzichtet 2026 auf seine traditionelle Silvesterparty
Beim ZDF endet damit vorerst eine lange Tradition. Seit 2010 hatte der Sender zum Jahreswechsel eine große Liveshow präsentiert, viele Jahre davon vom Brandenburger Tor in Berlin.
Zuletzt mussten Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner allerdings bereits umziehen. Weil Berlin die notwendige finanzielle Unterstützung für die Veranstaltung nicht mehr bereitstellte, kam „Willkommen 2026“ erstmals aus der Hamburger HafenCity.
Ein Jahr später verzichtet das ZDF nun komplett auf die große Musikparty. Kerner bleibt zwar im Silvesterprogramm, allerdings mit einer aufgezeichneten beziehungsweise klassischen Quizshow statt einer großen Live-Veranstaltung zum Jahreswechsel. Andrea Kiewel ist bei der bisherigen ZDF-Silvestertradition dagegen erst einmal raus.
Für Zuschauer, die den Countdown bis Mitternacht lieber mit einer großen Show verbringen möchten, gibt es damit 2026 einen klaren Anlaufpunkt: Florian Silbereisen übernimmt im Ersten erneut die große Live-Party zum Jahreswechsel. Ob daraus dauerhaft eine neue Silvestertradition wird, bleibt dennoch offen. Im Hintergrund wird bereits über ein Modell diskutiert, bei dem ARD und ZDF künftig möglicherweise abwechselnd eine große Liveshow zum Jahreswechsel veranstalten könnten.


