Der One Piece ist real – und liegt am Meeresgrund
Ruffy sucht mit seiner Strohhutbande seit Jahrzehnten nach dem One Piece. Doch um was für einen mysteriösen Schatz handelt es sich dabei eigentlich?

Der legendäre Schatz aus „One Piece“ existiert – zumindest auf dem Papier. Zur Feier von 600 Millionen verkauften Manga-Bänden hat Schöpfer Eiichirō Oda aufgeschrieben, was der One Piece wirklich ist – und die Antwort in einer Schatztruhe auf den Grund des Meeres schicken lassen. Wer ihn bergen will, muss allerdings tief tauchen – und wird vermutlich trotzdem enttäuscht.
Oda schreibt das Geheimnis auf
Für die Jubiläumsaktion ließ Oda in einem Video festhalten, wie er den größten Seriengeheimnis endlich zu Papier bringt. Auf das Blatt schreibt er den Satz: „Was ist der One Piece und was erwartet Monkey D. Ruffy?“ – darunter notiert er die Antwort, reißt diesen Teil ab und legt ihn in eine winzige Schatztruhe.
Diese Truhe wird anschließend in eine wasser- und druckdichte Glaskugel gepackt, die mithilfe spezieller Technik an einem unbekannten Ort im offenen Ozean versenkt wird. Laut Projektangaben liegt der Behälter 651 Meter unter der Meeresoberfläche, außerhalb der Reichweite normaler Taucher. Der Plan: Das Geheimnis soll erst gehoben und gezeigt werden, wenn die Geschichte von „One Piece“ offiziell abgeschlossen ist.
Die Spur führt in die Suruga-Bucht
Natürlich ließ die Fangemeinde es nicht bei der mysteriösen Aktion bewenden. In einem Beitrag im Subreddit r/OnePieceSpoilers versuchte ein Fan, den genauen Ablageort zu rekonstruieren.
Die Theorie basiert auf mehreren Details aus dem Video:
Oda lebt in der Nähe von Tokio, also liegt ein Ort vor der japanischen Küste nahe.
Auf dem Schiff sind Markierungen der japanischen Küstenwache zu sehen.
Beim Abwurf ist in Blickrichtung kein Land zu erkennen, der Sonnenstand und die Himmelsrichtung wurden mit einbezogen.
In 600 bis 651 Metern Tiefe sind die Sedimente auf dem Meeresboden sehr fein und werden kaum von Strömungen aufgewirbelt – genau so sieht es im Video aus.
Das Ergebnis: Der One-Piece-Zettel könnte in der Suruga-Bucht in der Präfektur Shizuoka liegen – unweit von Tokio, gut erreichbar und mit ausreichender Tiefe. Der Fan schlug sogar vor, den Behälter – falls gefunden – zu zerstören, ohne hineinzusehen, um die Geschichte nicht zu spoilern.
Allerdings weisen mehrere Berichte darauf hin, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen PR-Stunt handelt und am Meeresgrund gar kein echter Zettel mit der Lösung liegt. Die eigentliche Antwort bleibt damit weiterhin in Odas Kopf.
Eiichirō Oda: Der Mann hinter dem Mythos
Eiichirō Oda fasste bereits mit vier Jahren den Entschluss, Manga-Zeichner zu werden – nach eigenen Worten, um einen „richtigen“ Job zu vermeiden. Mehr als 40 Jahre später zählt der gebürtige Japaner aus der Präfektur Kumamoto zu den erfolgreichsten Romanautoren der Welt, noch vor Größen wie Enid Blyton, Jackie Collins oder Leo Tolstoi.
Sein größter Einfluss war Akira Toriyama mit der Reihe „Dragon Ball“, während seine Faszination für Piraten durch die Anime-Serie „Wickie und die starken Männer“ geweckt wurde. Am 22. Juli 1997 startete schließlich die Veröffentlichung seines bekanntesten Werks: „One Piece“.








