Das Erste zeigt Krimireihe gleich im Doppel – nach drei Jahren Wartezeit
Eine tote Braut und eine verschwundene Ex-Freundin: „Mord im Revier“ bringt ein neues Ermittlerduo ins Erste. Zum Auftakt gibt es gleich zwei Filme an einem Abend.

Drei Jahre nach den Dreharbeiten kommt „Mord im Revier – Ein Ruhrpott-Krimi“ ins Fernsehen: Am Samstag, 5. Dezember 2026, zeigt das Erste die beiden Filme mit Caro Cult und Eidin Jalali direkt hintereinander. Ihr erster gemeinsamer Einsatz führt die Ermittler:innen zu einer tödlich geendeten Hochzeitsnacht. Im zweiten Fall wird es für die neue Kommissarin persönlich: Die Partnerin ihrer Ex-Freundin ist tot – und von ihrer Ex fehlt jede Spur.
Gedreht wurden die Krimis bereits 2023, ursprünglich für RTL. Die TV-Premiere übernimmt nun jedoch das Erste. Wer das neue Duo kennenlernen möchte, kann die Filme sogar schon zwei Tage vor der Fernsehausstrahlung streamen.

„Mord im Revier“: Start, Sendetermine und ARD Mediathek
Das Erste zeigt beide Filme am Samstag, 5. Dezember 2026:
20:15 Uhr: „Mord im Revier – Ein Ruhrpott-Krimi: Die tote Braut“
21:45 Uhr: „Mord im Revier – Ein Ruhrpott-Krimi: Das Horrorhaus von Hünxe“
In der ARD Mediathek stehen beide Krimis bereits ab Donnerstag, 3. Dezember 2026, um 20:15 Uhr bereit.
Handlung und Besetzung: Darum geht es in „Mord im Revier“
Schauplatz der Reihe ist das erfundene Ruhrgebietsörtchen Lipphafen. Dort landet die aus Berlin strafversetzte Lou Baum (Caro Cult) auf einer winzigen Polizeiwache. Ihre direkte Art trifft auf einen Kollegen mit ganz anderen Vorlieben: Kerem „Gianni“ Ergin (Eidin Jalali) schätzt maßgeschneiderte Kleidung, Espresso und italienische Popmusik. Im Polizeialltag müssen die beiden trotzdem zusammenfinden. Zum Team gehören außerdem Dienststellenleiterin Franziska Reusch (Andreja Schneider) und Polizeischülerin Fine Lobrecht (Gloria Odosi).
Caro Cult reizte an Lou besonders, eine ungewöhnliche Kommissarin zu verkörpern. Im Interview zur Reihe erklärt sie: „Ich bin ein bisschen müde davon, dass Frauen, die smart sind, im Fernsehen oft mit Brille und biederen Klamotten erzählt werden.“ Lou beschreibt sie als unkonventionell, authentisch und menschlich. Ein feministisches Herz und die Liebe zu Berlin verbänden sie mit ihrer Figur.
Im Auftaktfilm „Die tote Braut“ endet eine Hochzeit tödlich: Lena Dreyer (Sina Tkotsch) wird nach ihrer Hochzeitsnacht tot am Ufer gefunden, während ihr frisch angetrauter Ehemann verschwunden ist. Bei den Ermittlungen stößt das Duo auf ein Handyvideo, das auf ein weiteres Verbrechen hindeutet.
Im zweiten Film „Das Horrorhaus von Hünxe“ wird Lou persönlich in die Ermittlungen hineingezogen. Nachdem sie in ihren Geburtstag hineingefeiert hat, wird sie am nächsten Morgen zu einem Leichenfund gerufen. Die Tote ist die neue Partnerin ihrer Ex-Freundin Peri (Sevda Polat). Peri selbst wollte Lou überraschend besuchen – doch nun ist sie verschwunden. Die Suche führt zum „Truckstopp 49“, wo niemand die beiden Frauen gesehen haben will. Während Lou um das Leben ihrer Ex fürchtet, bekommt Gianni Ärger mit der Dienstaufsicht.
Wo wurde „Mord im Revier“ gedreht?
Lipphafen gibt es natürlich nicht wirklich. Der fiktive Ort setzt sich aus mehreren realen Drehorten zusammen: Gedreht wurde unter anderem in Berlin, im Ruhrgebiet und im brandenburgischen Kremmen. Eine besondere Rolle spielte die Zeche Auguste Victoria 8 in Haltern-Lippramsdorf. Für die Außenaufnahmen wurden dort ehemalige Zechengebäude zur Polizeistation und Feuerwache umgestaltet. Die Innenaufnahmen des Polizeireviers entstanden dagegen in Berlin. Weitere Drehorte waren Mülheim, Essen und Duisburg. Auch an der Seelodge in Kremmen stand das Filmteam 2023 vor der Kamera.
„Mord im Revier“ wurde ursprünglich für RTL gedreht
Hinter der ungewöhnlichen Reihenfolge steckt eine Lizenzvereinbarung zwischen RTL und der ARD Degeto. Das bestätigte ein RTL-Sprecher gegenüber „fernsehserien.de“. Die Vereinbarung ermöglicht dem Ersten, die beiden bislang nicht ausgestrahlten Filme als TV-Premiere zu zeigen.
RTL hat die Reihe allerdings weiterhin eingeplant: 2027 sollen die Krimis beim „Tödlichen Dienst-Tag“ laufen. Einen konkreten Sendetermin nannte der Sender dafür noch nicht. Warum RTL der ARD den Vortritt lässt und welche finanziellen Bedingungen vereinbart wurden, ist nicht bekannt.






