„Das Ende der Sterne“: Stirbt der Hund? Das Schicksal von Jasper erklärt
Hig und sein Hund Jasper sind in „Das Ende der Sterne“ unzertrennlich. Doch stellt sich das Schicksal zwischen ihre Freundschaft?

Was für ein Film ist „Das Ende der Sterne“? Ein ruhiges Drama über die Suche nach Menschlichkeit in einer fast menschenleeren Welt? Oder ein Actionthriller über eine zusammengebrochene Gesellschaft und die Macht des Stärkeren? Disney scheint sich bei der Vermarktung jedenfalls nicht ganz sicher zu sein und tatsächlich hat Ridley Scotts neuster Film ein Problem damit, die unterschiedlichen Stile vernünftig miteinander zu verbinden.
Ein weiteres wichtiges Element wird auf Postern und Trailern aber ebenfalls immer wieder hervorgehoben: Hauptfigur Hig (Jacob Elordi) hat einen Hund namens Jasper als treuen Gefährten. Spätestens seit „I am Legend“ sind Filmfans jedoch skeptisch, wenn es um Hunde in Endzeitszenarien geht und wollen dafür gerne schon vorher wissen: Überlebt der Hund den Film?
Es folgen (zwangsläufig) große Spoiler zur Handlung von „Das Ende der Sterne“!
„Das Ende der Sterne“ ist kein Hundefilm

Jasper bedeutet Hig alles. Wie er selbst in einer (recht plump geschriebenen) Szene anmerkt, war er vor dem Zusammenbruch der Zivilisation ein Mechaniker, der in seiner Freizeit am liebsten seine Frau küsste und mit seinem Hund spielte. Nun, Higs Frau ist schon lange tot und somit verbindet allein Jasper ihn noch mit seinem früheren Leben. Genau das muss ihm jedoch genommen werden, damit Hig beschließt, aufzubrechen und seinen halbwegs sicheren Alltag mit Bangley (Josh Brolin) zu verlassen.
Dass Hig nachts gerne mit Jasper unter freiem Himmel schläft, wird ihm zum Verhängnis, als eine Gruppe von Plünderern sich nähert. Zwar gelingt es Hig mithilfe von Bangley und Jasper, die Eindringlinge zu töten, doch im Kampf wird Jasper schwer verletzt und stirbt daraufhin in Higs Armen.
Jaspers Tod ereignet sich schon nach einer knappen halben Stunde, den größten Teil des Films ist Hig also ohne Hund, dafür aber mit menschlicher Begleitung unterwegs. Auffällig ist jedoch, dass die Umstände von Jaspers Tod deutlich von der Romanvorlage „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ abweichen.
Es geht auch friedlicher

Auch im Buch von Peter Heller stirbt Jasper, allerdings gibt es hier keinen tödlichen Angriff. Stattdessen verliert Jasper hier bei einem Campingausflug durch Altersschwäche sein Leben, was deutlich weniger dramatisch ist, Hig aber dennoch zu seinem Aufbruch bewegt.
Der englische Titel „The Dog Stars“ bezieht sich übrigens auf das Sternenbild, das Hig am Himmel erkennt und ihn an Jasper erinnert.
Was jedoch auffällt: Im Film stellt sich heraus, dass Bangley, der in der Regel nachts über den Flugzeughangar wacht, die Ankunft der Plünderer schon früh entdeckt hat. Dennoch entschied er sich, vorerst nicht einzugreifen, um Hig an die lauernden Gefahren dieser neuen Welt zu erinnern.
Somit könnte Jasper eigentlich noch leben, wenn Bangley direkt zur Waffe gegriffen hätte. Dieser Umstand, der ja nur in der Handlung des Films existiert und eigentlich für eine interessante neue Dynamik hätte sorgen können, wird jedoch kaum erwähnt. Hig scheint den Tod von Jasper somit deutlich schneller zu akzeptieren, als das Publikum es tut.







