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#blacklivesmatter: Sehenswerte Filme und Serien auf Netflix und Sky

"When They See Us", "Fruitvale Station" & Co: Diese sehenswerten Filme, Dokumentationen und Serien, oftmals nach wahren Begebenheiten, solltet ihr zum Thema #blacklivesmatter nicht verpassen.

When They See Us
"When they See Us" ist nur einer der vielen Serien und Filme, die zum Über-Thema Rassismus sensibilisieren können. Netflix

Wir haben für euch eine Liste von Filmen und Serien zusammengestellt, die ihr gesehen haben müsst - denn sie behandeln das Thema Rassismus in all seinen Facetten und regen zum Nachdenken an!

 

Nächster Halt: Fruitvale Station (Netflix)

Fruitvale Station Netflix
"Fruitvale Station" auf Netflix

Am 01. Januar 2009 wurde der 22-jährige Afroamerikaner Oscar Grant am frühen Morgen nach einem Handgemenge in einem überfüllten BART-Bahnwagen mit weiteren Passagieren festgenommen. Der in Deutschland geborene Polizist Johannes Sebastian Mehserle und ein weiterer Polizist hielten Grant, der auf dem Boden lag, mit Gewalt fest. Videoaufnahmen zahlreicher Zeugen belegen, dass Mehserle plötzlich seine Pistole zückte und Grant in den Rücken schoss. Der 22-jährige verstarb an den Folgen der Schussverletzung. "Nächster Halt: Fruitvale Station" aus dem Jahr 2013 von Ryan Coogler erzählt emotional die Vorgeschichte des furchtbaren Tötungsdelikts am Neujahresmorgen, der in einer 30-minütigen Sequenz im Dokumentarstil festgehalten wird. In der Hauptrolle brilliert Darsteller Michael B. Jordan.

 

When they See Us (Netflix) / The Central Park Five (TV Now Premium)

Auf wahren Begebenheiten basierend, erzählt die vierteilige Mini-Serie "When They See Us" die Geschichte von fünf schwarzen Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren, die eine 28-jährige Joggerin im Jahr 1989 im New Yorker Central Park überfallen und vergewaltigt haben sollen. Unter dem massiven Druck der Staatsanwaltschaft und rassistischen Verhörmethoden der Polizei gestehen die Jugendlichen die Tat und werden zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Knapp 14 Jahre nach dem Ereignis kommen schließlich neue Beweise ans Licht, die die Jugendlichen als Tatverdächtige komplett entlasten. DuVernay zeichnet ein schockierendes Bild eines der skandalösesten US-Justizfälle der letzten 30 Jahre. Die Dokumentation "The Central Park Five" (abrufbar über TV Now) aus dem Jahr 2012 ist das dokumentarische Komplementärstück zu DuVernays Mini-Serie und porträtiert den Justizprozess der fünf Jugendlichen, die von den Medien als "Central Park Five" getauft wurden mit seltenen Archivaufnahmen.

 

The Hate U Give (Sky Entertainment, Sky Go und Sky Ticket)

Die 16-jährige Schülerin Starr Carter (Amandla Stenberg) ist zwischen zwei Welten gefangen. Da ist zum einen das arme, hauptsächlich schwarze Viertel, in dem sie lebt und zum anderen gibt es die reiche, hauptsächlich weiße Privatschule, die sie täglich besucht. Mit ihrer inneren Zerrissenheit wird sie konfrontiert, als sie eines Tages Zeugin wird, wie Khalil, ihr bester Freund aus Kindertagen, von einem Polizisten erschossen wird. Nun ist es an Starr, trotz des Drucks, der von allen Seiten auf sie ausgeübt wird, ihre Stimme zu erheben und für Gerechtigkeit einzustehen. "The Hate U Give" basiert auf dem Roman von Angie Thomas, der mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde und sich den Thema Alltagsrassismus vielschichtig annimmt.

 

Der 13. (Netflix)

Der Titel von Ava DuVernays Dokumentation "Der 13." bezieht sich auf den 13. Zusatzartikel, der die Abschaffung der Sklaverei in den USA festhält. Doch in ihrem bedrückenden Dokumentarfilm zeigt die Filmemacherin immer noch Fälle von "moderner Sklaverei" auf, die besonders im Justizsystem der USA zu finden sind. Wie stark die Ungleichheit zwischen weißen und schwarzen Gefängnisinsassen tatsächlich ist und wie sich dies auch im Gesamtkontext der Rassismus-Debatte in den USA äußert, lässt DuVernay von Politikern, Aktivisten, Historikern und ehemalige Strafgefangenen diskutieren, die in "Der 13." zu Wort kommen. Die Dokumentation war 2017 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für einen Oscar nominiert.

 

Strong Island (Netflix)

In seiner Netflix-Dokumentation „Strong Island“ stellt Filmemacher Yance Ford ein persönliches Trauma in den Mittelpunkt: den Mord an seinem Bruder William Ford. Warum ein weißer Automechaniker seinen Bruder getötet hat, ist nur eine der vielen Fragen, die Yance und seine Familie seit der Tatnacht förmlich auseinanderreißen. Mittels Interviews, Archivaufnahmen, Bildern und persönlichen Voice-Over-Kommentaren ist „Strong Island“ einerseits eine detektivische Aufarbeitung eines furchtbaren Verbrechens, anderseits auch ein Manifest für das Leben einer afroamerikanischen Mittelschichtsfamilie und ihrem Kampf gegen den Alltagsrassismus. Das Netflix Original war 2017 auch im Rahmen der Panorama-Sektion der Berlinale zu sehen.

 
 

Seven Seconds (Netflix)

Die Kriminal-Serie „Seven Seconds“, die seit Februar 2018 auf Netflix zu sehen ist, entspringt der Feder von Veena Sud. Bereits mit „The Killing“ bewies die Serienschöpferin, dass sie ein Händchen für spannende Plots und eine stimmige, fesselnde Atmosphäre hat. Mit „Seven Seconds“ schuf Veena Sud eine mutige Serie, die sich nah am Zeitgeschehen bewegt und den Finger in eine gesellschaftliche Wunde legt.

Peter Jablonski (Beau Knapp) ist auf dem Weg zu seiner schwangeren Frau. Dabei durchquert der junge Polizist einen Park. Jablonski ist nur kurz abgelenkt, es kommt zum Aufprall. Doch Peter hat keinen Baum erwischt, er hat kein Tier angefahren. Ein Schuh und ein verbeultes Fahrrad lassen die Tragweite des Unglücks erahnen. Doch was als Unfall beginnt, entwickelt sich schnell zu einem grausamen Verbrechen, als die von Jablonski zur Hilfe gerufenen Polizei-Kollegen nicht dem Opfer helfen, sondern viel mehr daran interessiert sind, ihre eigene (weiße) Haut zu retten. Mike DiAngelo (David Lyons), dem Leiter der Einheit, genügt ein Blick in den Straßengraben, um sein Urteil zu fällen: „Hast du gesehen, wer da hinten liegt? Für die Scheiße werden sie dich kreuzigen! Dafür werden wir alle bezahlen müssen. Du verstehst mich doch, Pete?“

 


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