Aus aktuellem Anlass: ARD zeigt „Nach uns der Rest der Welt“ mit Luna Jordan
Die ARD wiederholt heute Abend ein Filmdrama aus dem Jahr 2022, in dem die kürzlich verstorbene Luna Jordan mitspielt. Was Zuschauerinnen und Zuschauer von „Nach uns der Rest der Welt“ erwarten können …

Es ist wieder Mittwoch, und das bedeutet im Umkehrschluss: FilmMittwoch im Ersten. Diese Woche zeigt die ARD mit „Nach uns der Rest der Welt“ einen Film aus dem Jahr 2022, der mit einer bewegenden Liebesgeschichte aufwartet. Doch was macht das Drama so besonders?
„Nach uns der Rest der Welt“: Handlung des Filmdramas
Jonas (Julius Gause) und seine alleinerziehende Mutter Alma (Anneke Kim Sarnau) sind es gewohnt umzuziehen. Der Grund dafür ist, dass Jonas immer wieder Probleme an verschiedenen Schulen hat. Er leidet an Duchenne-Muskeldystrophie, einer schweren genetischen Muskelerkrankung, und hat deshalb große Schwierigkeiten, Anschluss zu finden. Diesmal zieht es Mutter und Sohn nach Stuttgart, wo Alma gleich zwei Jobs annimmt, um die Therapie ihres Sohnes finanzieren zu können.
An seiner neuen Schule lernt Jonas Emily (Lina Hüesker) kennen, die zufälligerweise die Tochter seiner Therapeutin Dr. Wildenhahn (Sophie von Kessel) ist. Zunächst können sich die beiden nicht ausstehen, doch schon bald merken sie, dass sich zwischen ihnen Gefühle entwickeln – nicht nur auf emotionaler Ebene.
Welche Rolle spielt Luna Jordan in „Nach uns der Rest der Welt“?
Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Schauspielerin Luna Jordan im Alter von 25 Jahren aus bislang nicht bekannten Gründen verstorben ist. Die Darstellerin war in zahlreichen ARD-Produktionen zu sehen. Zuletzt trat sie im Ludwigshafener „Tatort: Mike & Nisha“ sowie im „Polizeiruf 110: Your Body My Choice“ auf.
In „Nach uns der Rest der Welt“ übernimmt sie eine Nebenrolle. Sie verkörpert die Figur Hawking, die ebenso wie Jonas auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Bei der Erstausstrahlung wurde insbesondere ihre Darstellung einer körperlich eingeschränkten Person zusammen mit weiteren Figuren des Films vielfach gelobt.
„Nach uns der Rest der Welt“ lässt nachdenklich zurück
Vor allem die Darstellung dieser besonderen Liebesgeschichte dürfte das Publikum nachdenklich stimmen. Was man wissen sollte: Die Lebenserwartung bei Duchenne-Muskeldystrophie ist begrenzt, zudem verschlimmern sich die Symptome im Verlauf der Erkrankung. Dadurch steht die hier erzählte Beziehung von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen.
Gleichzeitig löste der Film bei seinem Erscheinen eine weitere Diskussion aus. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer kritisierten damals, dass die betroffenen Rollen nicht von Menschen gespielt wurden, die tatsächlich an entsprechenden Erkrankungen leiden. Regisseurin Franziska Buch äußerte sich zu dieser Debatte und verwies auf die besonderen Herausforderungen einer Produktion dieser Art.
„Diese Erkrankung ist so schwerwiegend und häufig auch so schmerzhaft“, erklärte sie damals, „dass schon ein Bruchteil eines Drehtages für diese Menschen kräftemäßig nicht zu bewältigen ist.“
Außerdem ergänzte sie: „Zugleich verunmöglichen die Bedingungen und Budgets, mit denen wir heutzutage Filme machen, einen Rahmen, in dem an eine Arbeit mit Schwerbehinderten überhaupt nur zu denken ist.“
Nun kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, ob es dem Film dennoch gelingt, eine authentische Geschichte zu erzählen. „Nach uns der Rest der Welt“ läuft heute Abend ab 20:15 Uhr in der ARD. Wer nicht bis dahin warten möchte, findet den Film bereits in der ARD-Mediathek sowie in der Mediathek von 3sat.






