„Aktenzeichen XY… Ungelöst“ heute: Die sieben Fälle am 25. Februar 2026
Heute Abend bei „Aktenzeichen XY… Ungelöst“: Sieben ungeklärte Fälle im ZDF – von Sexualdelikten und einem Cold Case bis zu brutalen Raubüberfällen.

Am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 20:15 Uhr läuft im ZDF die neue Ausgabe von „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ mit sieben ungeklärten Fällen. Moderator Rudi Cerne präsentiert die ungeklärten Verbrechen in filmischen Nachstellungen und bittet das Publikum um Hinweise per Telefon oder Internet.
Fall 1: Serie von Sexualdelikten in Hamburg und Neumünster
Gleich zu Beginn geht es um einen Fall, der die Ermittler seit Jahren beschäftigt: Die Polizei Hamburg sucht nach einem Mann, der im Verdacht steht, drei Sexualdelikte in Hamburg und Neumünster begangen zu haben.
Die Taten ereigneten sich in Hamburg-Wandsbek, Hamburg-Billstedt sowie am Hauptbahnhof Neumünster. 2024 veröffentlichte die Polizei erstmals ein Phantombild, nachdem der Mann im Juli 2024 eine 19-Jährige in Wandsbek überfallen haben soll.
Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Verdächtigen mithilfe von DNA-Spuren zwei frühere Sexualstraftaten zugeordnet werden:
Im August 2020 soll er in Hamburg-Billstedt eine 19-Jährige angesprochen, eingeschüchtert und in den Kellerbereich eines Wohnhauses am Öjendorfer Weg gelockt haben, wo er sie bedrängte und sexuelle Handlungen an ihr vornahm.
Im November 2021 folgte er einer damals 17-Jährigen am Hauptbahnhof Neumünster, brachte sie zu Boden, bedrohte sie und nahm ebenfalls sexuelle Handlungen an ihr vor.
Der bislang letzte bekannte Angriff ereignete sich im Juli 2024 in Hamburg-Wandsbek auf einem Parkplatz zwischen Claudiusstraße und Schloßgarten: Der Mann verwickelte eine 19-Jährige in ein Gespräch, riss sie schließlich zu Boden, würgte und bedrängte sie sexuell.
Das Amtsgericht Hamburg ordnete im September 2025 auf Antrag der Staatsanwaltschaft erneut eine Öffentlichkeitsfahndung an, da die erste Veröffentlichung 2024 nicht zur Identifizierung geführt hatte. Der Mann wurde 2024 als etwa 180 cm groß, 25–30 Jahre alt, kräftig und breitschultrig mit leichtem Übergewicht beschrieben. Er soll dunkelblonde, stoppelkurze Haare, einen dunkelblonden, stoppeligen Vollbart, eine breite Nase, narbige, unebene Haut sowie eine ovale Hautbesonderheit in der Stirnmitte haben. Zusätzlich werden dunkle Augen mit ausgeprägten Wimpern und ein südländisches Erscheinungsbild erwähnt.
Zur Tatzeit trug er eine schwarze Sweatjacke mit Reißverschluss, ein weißes T‑Shirt, eine grüne Cargohose und eine dicke silberne Halskette. Er sprach Deutsch mit starkem Akzent.
Fall 2: Banküberfall in 90 Sekunden in Villingen-Schwenningen
Ein weiterer Filmfall dreht sich um einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Sparkasse in Villingen-Schwenningen.
Am 28. November 2024 betritt gegen 17:55 Uhr ein bislang unbekannter Mann eine Sparkassenfiliale in der Erlenstraße – kurz vor Feierabend. Nur wenige Minuten später eskaliert die Situation: Der Täter geht gezielt auf eine Mitarbeiterin zu, bedroht sie mit einem Messer und fordert Bargeld.
Der Überfall dauert nach Angaben der Kriminalpolizei Rottweil nur etwa 90 Sekunden, niemand wird verletzt, doch die Tat bleibt für die Angestellten ein traumatisches Erlebnis. Trotz intensiver Ermittlungen konnte der Mann bislang nicht identifiziert werden. Durch die Ausstrahlung erhoffen sich die Ermittler Zeugen, die verdächtige Beobachtungen rund um die Erlenstraße gemacht haben oder den Täter erkennen.
Fall 3: Vermisstenfall Pavo Medjedovic aus Düsseldorf
In einem weiteren Fall geht es um das mysteriöse Verschwinden des Düsseldorfer Rentners Pavo Medjedovic.
Der damals 71‑Jährige verließ am 13. November 2023 gegen 9 Uhr seine Wohnung in der Düsseldorfer Stadtmitte, nach eigenen Angaben nur, um kurz nach seinem Auto zu sehen – und kehrte nie zurück. Seitdem gilt er als vermisst.
Zunächst verlor sich seine Spur am Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo Spürhunde ansetzten und nahelegten, dass er in einen Zug gestiegen sein könnte. Etwa einen Monat nach seinem Verschwinden wurden an einem Geldautomaten an der Berliner Allee 1.000 Euro von seinem Konto abgehoben. Auf den Überwachungsbildern ist jedoch nicht der Senior, sondern ein unbekannter Mann zu sehen. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen Obdachlosen handelt, der das Portemonnaie und einen Zettel mit der PIN gefunden haben könnte.
Die Düsseldorfer Polizei hofft nun mithilfe von „Aktenzeichen XY“ auf neue Hinweise zum Verbleib von Pavo Medjedovic. Die Hotline ist am Sendetag von 20:15 Uhr bis 1:30 Uhr geschaltet.
Fall 4: Mord an der 16‑jährigen Seckin Caglar (Köln-Poll)
Einer der emotional schwersten Fälle des Abends: der ungeklärte Mord an Seckin Caglar, der sich bereits 1991 ereignete.
Die 16‑Jährige wollte am Abend des 16. Oktober 1991 von ihrem Arbeitsplatz in einem „co op“-Markt in Köln-Poll nach Hause fahren, kam dort jedoch nie an. Sicher ist: Seckin stieg gegen 18:40 Uhr an der Haltestelle „Poll-Salmstraße“ in die Stadtbahnlinie 7 ein und verließ diese zwei Minuten später an der damals abgelegenen Haltestelle „Poll-Autobahn“.
Normalerweise wurde sie dort von einem Familienmitglied mit dem Auto abgeholt, doch an diesem Abend verspätete sich ihr Vater nur um wenige Minuten. Als Seckin nicht auftauchte, meldete die Familie sie noch am gleichen Abend als vermisst.
Die nächtliche Suche blieb erfolglos. Am nächsten Morgen dann die schockierende Nachricht: Seckins Onkel fand ihre Leiche nur wenige Meter von der Haltestelle entfernt in einem Gebüsch. Die 16‑Jährige war vergewaltigt und anschließend erwürgt worden. Die Spurensicherung stellte DNA-Spuren des Täters sicher – dennoch blieb der Fall bis heute ungeklärt.
Die Ermittler gehen von einer Tat in einem engen Zeitfenster zwischen 18:40 Uhr und 19:30 Uhr aus und vermuten, dass der Täter spontan und sehr schnell gehandelt hat. „Ich denke auch, dass er ihr körperlich überlegen war“, sagte Cold-Case-Ermittler Markus Weber im Podcast „Licht ins Dunkle“ im Jahr 2023.
Seckins Bruder wandte sich vor zwei Jahren öffentlich an die Bewohner von Köln-Poll: „Bitte brecht euer Schweigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass niemand damals etwas gesehen oder gehört hat.“
Trotz anonymer Briefe, die sich später als Falschbehauptungen herausstellten, sowie eines Massen-DNA-Tests bei über 300 Männern im Jahr 2023 fehlt bis heute der entscheidende Hinweis. Die Polizei betont: „Dass der Mord an Seckin seit mehr als 34 Jahren unaufgeklärt ist, stellt für die Familie bis heute eine große Belastung dar.“ An den Täter richtet sie eine klare Botschaft: „Wir geben keine Ruhe. Es kann passieren, dass die Polizei morgen vor deiner Tür steht.“
Fall 5: Serienräuber in Karlsruhe-Waldstadt
In Karlsruhe-Waldstadt sind mutmaßliche Serienräuber im Fokus der Ermittlungen.
Am 19. Juni 2024 dringen zwei bislang unbekannte Täter in ein Wohnhaus in der Elbinger Straße ein. Sie bedrohen ein älteres Ehepaar mit einem Messer und rauben unter anderem Schmuck, Bargeld in verschiedenen Währungen sowie zwei Mobiltelefone.
Beide Verdächtige sollen männlich und etwa 170 bis 175 cm groß gewesen sein. Sie waren dunkel gekleidet, trugen Sturmhauben und dunkle Handschuhe. Mindestens einer führte ein Messer, einer eine Stabtaschenlampe mit sich. Das Diebesgut wurde vermutlich in einer größeren grau-schwarzen Tasche verstaut. Nach Angaben der Ermittler sprachen die Männer Deutsch mit leichtem Dialekt.
Fall 6: Brutaler Raubüberfall im Kreis Offenbach
Drei maskierte Männer brachen in der Nacht gegen 1:30 Uhr vor wenigen Wochen in ein Einfamilienhaus im Dreieichenhain (Dreieich, Kreis Offenbach) ein – vermutlich über eine aufgehebelte Terrassentür. Sie rissen zwei Frauen und einen Mann aus dem Schlaf, fesselten und verletzten sie erheblich, durchsuchten das Haus und raubten Schmuck und Bargeld. Die Opfer blieben gefesselt zurück; die Kriminalpolizei sucht Hinweise.
Fall 7: Raub auf Ehepaar mit falschem Zusteller
Am 25. Oktober 2025 um 13 Uhr klingelte ein Mann als Zusteller an einem Einfamilienhaus. Mit einem Komplizen drang er ein, fesselte das Ehepaar (69 Jahre), bedrohte sie mit einer Schusswaffe und raubte Schmuck und Bargeld. Flucht mit weißem Transporter. Eine Haustürkamera filmte die Täter; Ermittler prüfen Serientaten.
Warum „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ so besonders ist
Seit der ersten Sendung am 20. Oktober 1967 zählt „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ zu den prägendsten True-Crime-Formaten im deutschen Fernsehen. Entwickelt von Eduard Zimmermann, werden ausschließlich Kapitaldelikte wie Mord, Sexualdelikte, Raub oder schwere Betrugsfälle behandelt. Rund jedes dritte der bisher über 5.000 gezeigten Verbrechen ist ein Mord, die Aufklärungsquote liegt bei etwa 40 Prozent.
Quellen
ZDF








