3 Jahre Zwangspause: „Polizeiruf“-Star Claudia Michelsen spricht von „fataler Entscheidung“
Ist es ein Politikum, dass der „Tatort“ und der „Polizeiruf“ aus Ostdeutschland für drei Jahre aussetzen? Und gibt es vielleicht noch Hoffnung, dass diese Entscheidung rückgängig gemacht wird?
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Nicht nur Krimifans, sondern auch das gesamte deutsche Publikum war von der Meldung, dass die ostdeutschen „Tatort“- sowie „Polizeiruf“-Produktionen für die nächsten drei Jahre aussetzen werden, mehr als schockiert. Seitdem haben sich etliche Personen wie der Dresdner „Tatort“-Star Martin Brambach zu diesem Thema geäußert. Nun kommt aber auch „Polizeiruf“-Darstellerin Claudia Michelsen zu Wort, die harsche Worte an die ARD richtet.
Was hat Claudia Michelsen über die „Tatort“-Pause zu sagen?
Die Worte, die Claudia Michelsen findet, könnten nicht klarer sein: „Eine fatale Entscheidung“, so die 57-Jährige zu der Süddeutschen Zeitung. Und augenscheinlich hat diese „fatale Entscheidung“ auch etwas in der Schauspielerin aufgewühlt, denn nachdem sie es lange Zeit gemieden hatte, über „den Osten oder den Westen“ zu sprechen, kommt für sie genau diese Frage wieder auf: „Was passiert hier mit dem Osten?“
Diese Frage stellt sich auch Sascha Schwingel, der unter anderem den „Polizeiruf“ aus Magdeburg produziert. „Der „Polizeiruf“ aus Magdeburg ist einer der wenigen verbliebenen fiktionalen Orte, in denen ostdeutsche Wirklichkeit, ostdeutsche Gesellschaft, ostdeutsche Charaktere erzählt werden“, stellt Schwingel fest. Prinzipiell hatte seine Produktionsfirma den Magdeburger „Polizeiruf“ gerade erst übernommen, aber nun scheint es so, als wäre der Fall, der im November gedreht werden soll, vorerst der letzte … oder?
Kann die radikale „Tatort“-Entscheidung noch rückgängig gemacht werden?
Sascha Schwingel, der sich selbst als „hoffnungslosen Optimisten“ bezeichnet, soll sich noch diese Woche mit dem Programmdirektor Boris Lichthofen und dem Intendanten Ralf Ludwig treffen, um über die Zukunft der Reihe zu sprechen. Seine größte Hoffnung ist hierbei, dass sich die Entscheidung eventuell noch revidieren lässt.
Denn was man wissen sollte, ist, dass nicht nur die Repräsentation ostdeutscher Inhalte und die Schauspieler sowie Schauspielerinnen unter dieser Entscheidung leiden, sondern auch die eingefleischten Teams, die an dieser Reihe arbeiten, sich um neue Jobs bemühen müssen und nach der dreijährigen Pause vielleicht nicht mehr verfügbar sind – sofern es überhaupt bei einer dreijährigen Pause bleibt.
Die Pause wurde übrigens ins Leben gerufen, da eine erhoffte Erhöhung des GEZ-Beitrags ausblieb, was den MDR dazu zwang, Sparmaßnahmen einzuleiten. Ob in Zukunft auch andere Ermittler-Teams von diesen Kürzungen betroffen sein werden, bleibt fraglich, aber nicht auszuschließen.









