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Orange Is the New Black, Staffel 5: Die Darsteller über die Handlung

Die 5. Staffel "Orange Is the New Black" startet ungewohnt brutal. Foto: Cara Howe/Netflix
Die 5. Staffel "Orange Is the New Black" startet ungewohnt brutal. Foto: Cara Howe/Netflix

Am 9. Juni stellt Netflix die 5. Staffel „Orange is the New Black” bereit. „TV Movie Online”-Redaktionsleiter Maryanto Fischer traf die Darsteller vorab.

Die 5. Staffel „Orange Is the New Black“ erzählt in 23 Folgen von nur drei Tagen im New Yorker Gefängnis Litchfield. Drei Tage, die die Insassen extrem intensiv erleben. Erinnert ihr euch an den Cliffhanger der letzten Staffel? Zur Erinnerung: Nach dem tragischen Tod Pousseys (Samira Wiley) gelingt es Dayanara (Dascha Polanco) an eine Waffe zu kommen. Die Fortsetzung knüpft genau an diesem Punkt an: Dayanara trifft eine folgenschwere Entscheidung – und startet so eine verheerende Gefängnisrevolte, die viele Insassen nicht überleben werden.

Seht hier den Trailer:

 
 

„Orange Is The New Black“ erzählt Gefängnisrealität

„Insofern greifen wir ein Stück Realität auf“, erklärt Taylor Schilling, die in „Orange Is the New Black“ Piper Chapman gibt. „In Amerika sterben regelmäßig Menschen während Gefängnisrevolten!“ Es ist dieser Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen, der Schilling und ihre Kolleginnen Laverne Cox (spielt Sophia Burset), Uzo Aduba (Susanne ‘Crazy Eyes‘ Warren), Natasha Lyonne (Nicky Nichols) und Danielle Brooks (Tasha ‘Tasty‘ Jefferson) besonders am Drehbuch reizte. Auf Einladung von Netflix haben wir die preisgekrönten Serienstars in London getroffen.

 

OITB: Staffel 5. fokussiert Macht und Machtverhältnisse

Uzo Aduba (spielt Crazy Eyes): "Es geht um Macht - und darum, was passiert, wenn du sie plötzlich bekommst!" Foto: Cara Howe/Netflix
Uzo Aduba (spielt Crazy Eyes): "Es geht um Macht - und darum, was passiert, wenn du sie plötzlich bekommst!" Foto: Cara Howe/Netflix

„Unsere Serie greift die Umstände der Zeit auf, in der wir leben“, überlegt Laverne Cox. Zwar sei es ein Zufall gewesen, parallel zum US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu produzieren. Allerdings habe der spezifische Zeitpunkt des Drehs dem Ergebnis rückblickend eine besondere Energie verliehen: „Wir müssen nicht erst auf den Widerstand nach der Wahl Trumps schauen“, so die Schauspielerin, „derzeit gibt es in der ganzen Welt Revolten!“ * Das komplette Interview mit Laverne Cox lest ihr mit Klick auf den unterlegten Link. * 

„In dieser Staffel geht es um Macht – und darum, was passiert, wenn du sie plötzlich bekommst“, ergänzt Uzo Aduba. Natasha Lyonne pflichtet ihr bei: „Ja, es geht um Macht – und heutzutage fühlen sich viele Menschen machtlos.“ Insofern bleibe „Orange is The New Black“ seinem Grundanspruch treu, nämlich Denkanstöße zu geben.

„Unsere Show ist so erfolgreich, weil keine andere so anders, so radikal ist wie sie“, ist Lyonne überzeugt. Dass Staffel 5. Motive aus Goldings „Herr der Fliegen“ transportiere, betone diese Radikalität. Denn im Moment der Machtergreifung durch die Gefangenen wird auch in der Netflix-Serie die „gelernte“ (Gefängnis-)Kultur mehr und mehr aufgegeben, während sich die Gefangenen zunehmend gemäß ihrer eigenen Persönlichkeiten verhalten.

 

OITNB: Die emotionale Dichte der 5. Staffel

Tasty (Danielle Brooks, 2. v. rechts) muss den Verlust Pousseys verkraften. Foto: Netflix
Bildunterschrift eingeben Tasty (Danielle Brooks, 2. v. rechts) muss den Verlust Pousseys verkraften. Foto: Netflix

Die große Herausforderung der 5 Staffel sei die Dichte der Handlung gewesen, so die Schauspieler. Sie hätten mehr als das erste Halbjahr 2016 gefilmt. „Wenn fast sieben Monate Dreh letztendlich nur drei Tage erzählen, braucht es vor allem große Kontinuität“, berichtet Danielle Brooks - nicht nur was Kostüme, vor allem was Emotionen betreffe, die vor der Kamera jeden Tag wieder die selben sein mussten.

Gleich in der ersten Folge sehen wir eine Explosion an Gefühlen – Wut, Angst, Verzweiflung, aber eben auch die Genugtuung, sich ein Stück Freiheit erkämpft zu haben. Der Litchfield-Aufstand beginnt brutal - und schnell ist klar, dass nicht alle Insassen als Sieger aus dem Demontieren der alten Machtverhältnisse gehen werden. „Wahrscheinlich würde ich selbst einen Gefängnisausstand überleben“, sagt Taylor Schilling, „aber eben nur, weil ich weiß bin.“

 

OITNB: Die Gefangenen verändern sich

Taylor Schilling (rechts) als Piper Chapman: "Ich würde eine Gefängnisrevolte überleben, aber nur, weil ich weiß bin!" Foto: Cara Howe/Netflix
Taylor Schilling (rechts) als Piper Chapman: "Ich würde eine Gefängnisrevolte überleben, aber nur, weil ich weiß bin!" Foto: Cara Howe/Netflix

Im neuen Litchfield muss jede Gefangene ihre Rolle neu definieren, sich aber auch mit den eigenen Kämpfen befassen. „Nach dem Tod Pusseys ist Tasty nicht mehr das fröhliche Mädchen, das sie mal war“, gibt Danielle Brooks einen Ausblick auf die Entwicklung ihrer Figur, "Tasty lebt jetzt in der Dunkelheit."

Auch Suzanne, die nicht aktiv in den Aufstand eingreift, hadere vor allem mit sich selbst, so Uzo Aduba. „Crazy Eyes“ kämpfe erstens, um sich vom Verlust Pousseys nicht niederstrecken zu lassen, und wieder die Kontrolle über ihre Gedanken zu bekommen. Zweitens kämpfe sie weiter damit, herauszufinden, wer sie wirklich ist. „Sie trauert auf ihre eigene Weise um die tote Freundin, und ihr Schmerz liegt schwer auf ihrem Herzen.“ * Mehr über Suzanne in Staffel 5 lest ihr mit Klick auf den unterlegten Link. *

Vielleicht ist das das Erfolgsrezept von „Orange Is the New Black“: „Jeder Mensch kämpft permanent mit sich selbst, und vor allem mit der Frage, ob er so wie er ist, gut (genug) ist“, betont Laverne Cox. Ob es trotzdem Spaß gemacht hat, diese dunkle Staffel zu spielen! "Klar, wir konnten das Gefängnis komplett auf den Kopf stellen", sagt Danielle Brooks lachend. Warum die OITNB-Stars ihre Rollen so gern spielen, lest ihr mit Klick auf den unterlegten Link.

Alle Infos und News zu „Orange Is the New Black“ bekommt ihr mit Klick auf den unterlegten Link. Erfahrt darüber hinaus, was im Juni außerdem neu bei Netflix ist, und welche Serien zu den besten Netflix-Originals zählen.

 

von Redaktionsleiter Maryanto Fischer

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