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Der beste Dealpreis?

Amazon bietet jetzt Preisverlauf an – schön, aber echte Transparenz sieht anders aus

Amazon bietet bei vielen seiner Produkte an, den Preisverlauf einzusehen. Das soll kundenfreundlich sein und dem Käufer zeigen, dass es sich bei dem Angebot wirklich um einen guten Deal handelt. Aber nicht alles was glänzt, ist auch Gold.

Amazon Preisverlauf am Apple iPad
Amazon bietet nun die Möglichkeit, den Preisverlauf bei vielen Produkten einzusehen, um auch wirklich beim besten Preis zuzuschlagen. Oder? Foto: Amazon (TVM-Montage)

Sweet, 19 Prozent Rabatt. Schönes Ding. 170 Euro kann ich beim Kauf sparen im Vergleich zur UVP. Befristetes Angebot? Kommt direkt in den Einkaufskorb, zwei Klicks später ist das Produkt bestellt und bestenfalls morgen schon vor der Haustür.

Verlockende Rabatte gibt es bei Amazon mehr als Pickel am Rücken eines Teenagers. Doch anders als bei den Pickeln ist nicht jedes Angebot bei Amazon auch wirklich saftig. Auch wenn die hohen Rabattzahlen und durchgestrichenen UVP-Preise das suggerieren.

Amazon hat nun ein neues Feature ausgerollt, das Käufern erlaubt, die Preishistorie des Produkts einzusehen und sich so einen Überblick darüber zu verschaffen, was das Produkt in den vergangenen Monaten gekostet hat und ob es sich aktuell wirklich um einen guten Deal handelt.

Wie der Preisverlauf bei Amazon funktioniert

Wolltest du bisher überprüfen, ob ein Amazon-Deal auch wirklich so gut ist, wie er verspricht, musstest du auf Browser-Add-ons (wie zum Beispiel Keeper) oder externe Preisvergleichsseiten (wie Geizhals) zurückgreifen. Vor allem letzteres war und ist etwas umständlich, weil man aktiv einen neuen Tab öffnen und auf der Vergleichsseite nach dem Produkt suchen muss.

Nun bietet aber Amazon direkt einen Preisvergleich an. Mit nur einem Klick auf die Funktion, die sich direkt unter dem Preis und neben der UVP findet, kann man den Preisverlauf im letzten Monat, in den letzten 3 Monaten oder im letzten Jahr einsehen.

Das funktioniert in der Praxis sehr gut: Aktuell (sprich am Freitag, 21. August 2026) ist das Apple iPad Air 11“ mit M3 Chip und 256 GB bei Amazon stark reduziert und kostet nur 719 Euro. Durch einen Klick auf „Preisverlauf“ öffnet sich links im Bild ein neues Fenster, das die Preishistorie anzeigt:

Preisverlauf bei Amazon
Klickt man auf „Priesverlauf“, öffnet sich links die Historie zum Preis des Produkts. (Amazon-Screenshot vom 21.08.26) Foto: Amazon

Die Funktion ist noch nicht auf alle Produkte freigeschaltet und scheint auch nur auf dem Desktop zu funktionieren. Mein Selbstversuch, auf meinem Smartphone die Historie einzusehen, blieb ohne Erfolg. Schlicht deswegen, weil mir die „Preisverlauf“-Funktion nicht angezeigt wurde.

Doch es gibt einen Haken

Schön transparent, könnte man denken. Und liegt dabei nicht falsch. Allerdings nur, wenn man sich exklusiv im Amazon-Kosmos befindet. Was wäre aber, wenn ich dir sagen, dass es außer Amazon noch andere Händler gibt, die ebenfalls Angebote führen – vielleicht sogar bessere.

Mein Punkt ist, dass das neue Feature ausschließlich den Preisverlauf des Produkts bei Amazon zeigt. Nicht aber, wie der Preis bei anderen Shops aussieht, geschweige denn, ob der Artikel bei der Konkurrenz günstiger ist.

Das ist ehrlich gesagt wenig überraschend. Warum sollte Amazon das auch machen? Den obwohl der Onlineshopping-Platzhirsch nicht selten wirklich den besten Preis bietet, gibt es Ausnahmen. Und auf diese will man natürlich nicht aufmerksam machen.

Also ja: Das neue Feature ist gut und hilfreich. Vor allem an Shopping-Events wie dem Prime Day oder Black Friday. Will man aber wirklich die volle Preistransparenz aller Shops im Netz und nicht nur Amazon, dann muss man weiterhin auf externe Tools greifen.

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