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Züchtigung bei "In aller Freundschaft": Alexa Maria Surholt lag auf dem Boden vor Lachen!

Sarah Marquardt zählt zu den beliebtesten Figuren bei "In aller Freundschaft". Seit 20 Jahren wird sie von Alexa Maria Surholt verkörpert. Im Interview sprach die Mimin über den Jubiläumsdreh und Sarahs Männergeschichten.

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Alexa Maria Surholt und Jascha Rust reisten für den Jubiläumsdreh von "In aller Freundschaft" nach Thailand. Instagram/Alexa Maria Surholt

Am 26. Oktober vor genau 20 Jahren flimmerte die erste Folge von "In aller Freundschaft" über die Bildschirme. Mit dabei war damals auch Sachsenklinik-Verwaltungschefin Sarah Marquardt. Noch heute schlüpft Alexa Maria Surholt regelmäßig in die Rolle der forschen Blondine, die sich von niemandem etwas sagen lässt. 

Dass ihre Figur auch noch nach 20 Jahren Biss hat, das beweist sie in dem 90-minütigen Jubiläumsfilm "In aller Freundschaft - Zwei Herzen", der am 26. Oktober zur Primetime im Ersten ausgestrahlt wird. Darin reist Sarah Marquardt gemeinsam mit Dr. Roland Heilmann und Kris Haas zu einem Ärztekongress nach Thailand. Dort ankommen tun sie jedoch nie, denn schon vorher gehen der Klinikchefarzt und der Krankenpfleger im thailändischen Nirgendwo verloren. Und so muss Sarah Marquardt sich alleine durchbeißen... 

Wir trafen Alexa Maria Surholt in Hamburg zum Interview und sprachen mit ihr über den Dreh in Thailand, Sarahs Männerbekanntschaften und warum die Darstellerin so herzlich beim Thema Züchtigung lachen musste.

TVMovie Online: Zum 20-jährigen Jubiläum von „In aller Freundschaft“ zeigt das Erste ein 90-minütiges Special, für welches Sie mit Thomas Rühmann und Jascha Rust in Thailand vor der Kamera standen. Wie war der Dreh?

Alexa Maria Surholt: Es war wirklich toll! Ich habe ein gewisses Begeisterungs-Tourette-Syndrom dort entwickelt (lacht)! Ich bin schon des Öfteren in Thailand gewesen, aber dort zu arbeiten ist natürlich etwas ganz anderes. Wir hatten ein großes thailändisches Serviceteam, das uns zur Seite stand und vorher schon mit Produktionen wie „Hangover“ zusammengearbeitet hat. Das hat alles mit den Locations und dem Ablauf der Produktion vor Ort organisiert, bei wahnsinnigen Temperaturen das Set aufgebaut und uns mit der Kultur vertraut gemacht. Ein entzückendes Team und ein totales Geschenk!

Auch für unser Dreiergespann war es ein durchweg tolles Erlebnis mit einer fantastischen Regisseurin. Ich dachte, ich würde den Winter überbrücken, aber nichts da! Ich bin bei minus 16 Grad zurückkehrt. Das waren 50 Grad Temperaturunterschied! (lacht)

IN ALLER FREUNDSCHAFT - ZWEI HERZEN (AT) Drehstart in Thailand für das Jubiläums-Special mit Thomas Rühmann und Alexa Maria Surholt.
Für "In aller Freundschaft - Zwei Herzen" reisten Thomas Rühmann und Alexa maria Surholt nach Thailand.          © ARD/Tom Schulze

Sie waren in einer Konstellation unterwegs, die wir so in der Serie kaum sehen…

Ja, während ich mit dem Thomas sehr viel drehe, ist das mit dem Jascha normalerweise sehr selten der Fall. Umso schöner war es, dass wir in Thailand dann endlich mal die Gelegenheit dazu hatten und ich auch den Jascha als jungen Kollegen besser kennenlernen konnte! Abends saßen wir oft zusammen und haben uns viel aus unseren Leben erzählt. Wir drei haben uns wirklich sehr, sehr gut verstanden. Und wir hatten viele tolle Gastdarsteller dabei wie Michael Gwisdek, der den deutschen Honorarkonsul gespielt hat. Es war ein Fest mit ihm zu arbeiten!

Welche besonderen Erinnerungen haben Sie an 20 Jahre „In aller Freundschaft“?

Bei so vielen Jahren ist es natürlich schwierig, einzelne Erlebnisse herauszugreifen. Es gab so viele schöne Momente! So ist es immer schön, wenn neue Kollegen dazustoßen, mit denen man sich wunderbar versteht, Regisseure oder eine Geschichte besonders toll ist. Wir lachen grundsätzlich alle gerne zusammen – das sieht man auch zum Beispiel in den „Outtakes“.

Der Titel „In aller Freundschaft“ trifft auf unser Team zu! Das bedeutet allerdings nicht, dass wir uns nicht damit auseinandersetzen können, wenn etwas mal nicht so läuft. Wir können uns fetzen und diskutieren und uns in unseren Figuren reiben. Ich denke, das macht auch den Erfolg der Serie aus, dass wir uns in unsere Rollen so gut hineinversetzen können.

Allerdings gab es auch viele traurige Momente, so wie der Tod von Kollegen, die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Der Schmerz darüber geht weit über das Professionelle hinaus, wir sind eben nicht nur Kollegen!

In aller Freundschaft: Sarah und Roland in Thailand
"In aller Freundschaft - Zwei Herzen": Sarah versucht, Roland von der Schönheit Thailands zu überzeugen. © MDR/Saxonia Media/Tom Schulze

Welche Entwicklung würden Sie sich denn für Sarah Marquardt wünschen?

Ich habe das Glück, dass ich mit meiner Figur schon ungeheuer viele Dinge spielen durfte, sodass ich mich gerne überraschen lasse! Für die kommende Staffel habe ich aber auch schon ein paar Ideen eingebracht, die darf ich jetzt aber nicht verraten (lacht)! Wir wollen ja auch die Zuschauer überraschen!

Es ist immer sehr spannend, dass sich das Publikum in den sozialen Netzwerken so rege beteiligt, bestimmte Wünsche hat und uns mit den Figuren auch identifiziert. Manchmal können wir einige Wünsche davon auch erfüllen, aber nicht alle – die Spannung muss schließlich erhalten bleiben (lacht)! Dann muss man manchmal auch gegen die Erwartung handeln. Das Besondere am Schauspiel ist schließlich auch, Facetten einer Figur zu zeigen, die der Zuschauer nicht immer gerne sehen will oder sympathisch findet, ohne die Figur dauerhaft zu beschädigen. Wenn sich das Publikum aufregt, dann haben wir es richtig gemacht (lacht)!

Sie sagten einmal, Sie würden die „beliebteste böse Figur im deutschen Fernsehen“ spielen.

Ja, Sarah macht manchmal Dinge, die die Leute auch gerne machen würden. Im realen Leben kann man das aber nicht immer machen, weil es sonst schwere Konsequenzen hätte. Man ist als Schauspieler also auch eine Art Stellvertreter! Oscar Wilde hat einmal einen schönen Satz gesagt: „Die Guten reizen die Geduld, die Bösen reizen die Fantasie.“ Das trifft auch bei Sarah zu (lacht)!

In aller Freundschaft - Zwei Herzen: Sarah und der thailändische Polizeipräsident Adirak Bunriag
Sarah wird vom thailändischen Polizeipräsidenten Adirak Bunriag umgarnt. © MDR/Saxonia Media/Tom Schulze

Man hat manchmal das Gefühl, die forsche Sarah könnte nichts so leicht aus der Bahn werfen. In „Zwei Herzen“ gab es dann aber doch so eine Situation, als sie vom thailändischen Polizeipräsidenten aufgefordert wurde, sie zu züchtigen (lacht).

Diese Stelle habe ich so geliebt im Drehbuch! (lacht) Sarah war einem netten Flirt nebenbei anfangs gar nicht abgeneigt, sie ist ja auch Single und fand den Polizeipräsidenten ganz attraktiv… Doch dann wurde ihr klar, dass sie Roland wiederfinden muss. Ich habe mich so auf den Moment gefreut, das zu spielen, und dann mussten wir natürlich selbst alle lachen. Wir brauchten etliche Takes, weil wir die Stelle alle so komisch fanden. Ich lag teilweise auf dem Boden vor Lachen (lacht)! Ich hatte auch eine Variante gespielt, bei der mir Essen aus dem Mund gefallen ist, aber das war dann irgendwie zu viel (lacht)!

Nun wird die 22. Staffel von „In aller Freundschaft“ gedreht. Wie sieht es da mit den Männergeschichten für Sarah aus?

Die lässt sie mal für eine Weile aus (lacht)! Die braucht jetzt mal eine Pause nach den letzten Geschichten. Es ist noch gar nicht lange her, da hatte Sarah einen jungen Freund und dann ist ihnen dessen Vater dazwischengekommen. Das war schon eine krasse Nummer (lacht)! Was sonst noch so in den neuen Folgen passiert, darf ich aber leider nicht verraten…

Vielen Dank für das Gespräch!

Wer die Züchtigungs-Szene mit eigenen Augen sehen möchte, der sollte am 26. Oktober um 20.15 Uhr im Ersten einschalten, dann läuft "In aller Freundschaft - Die zwei Herzen".

von Sophie Piper



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