Zenny nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Akupressur-Set für zu Hause
Akupressur, jederzeit und ohne Termin – das macht Zenny jetzt möglich. Doch ist das Set für zu Hause wirklich so wirkungsvoll wie eine echte Behandlung?

Innere Unruhe, Anspannung oder ein unruhiger Schlaf – viele Menschen suchen nach einfachen Ritualen, die sie bewusst in ihren Alltag integrieren können. Genau hier soll Zenny helfen, ein Akupressur-Kit zur Selbstanwendung, das durch die traditionelle Stimulation bestimmter Punkte am Ohr helfen soll – und das ohne Nadeln.
Placebo oder Alltagshelfer?
Das Zenny-Kit enthält Ohrkarten für Alltagsthemen wie Schlaf, Stress, Ängste oder den weiblichen Zyklus sowie zehn sogenannte Zenny Patches. Diese bestehen aus medizinischem, selbstklebendem Silikon und einem kleinen, 24-karätig goldplattierten Metallgewicht. Mithilfe einer Pinzette werden die Patches auf die entsprechenden Punkte am Ohr geklebt, wo sie bis zu fünf Tage getragen und durch leichtes Massieren immer wieder aktiviert werden können.
Hinter Zenny steckt für Jelena Meyer Vicente allerdings nicht nur eine Geschäftsidee, sondern eine ganz persönliche Erfahrung. Ihre Mutter erkrankte an Brustkrebs und musste sich einer Chemotherapie unterziehen. Gemeinsam probierten Mutter und Tochter verschiedene komplementärmedizinische Methoden aus, darunter auch Akupressur. Die wurde für ihre Mutter in dieser Zeit besonders bei Schwindel oder Übelkeit zu einem festen Ritual der Selbstfürsorge.
Für die Gründerin blieb dabei vor allem eine Frage: Warum sollte eine Methode, die ihr in dieser schwierigen Situation geholfen hatte, nicht auch für andere Menschen einfacher zugänglich sein?
Aus dieser Erfahrung entstand schließlich die Idee für Zenny: Akupressur soll nicht länger nur über Heilpraktiker oder andere Termine zugänglich sein, sondern auch selbst angewendet werden können. Das Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Der UVP liegt bei 9,99 Euro, für die Herstellung zahlt Jelena 1,50 Euro oder sogar weniger. 5.000 Euro Umsatz gab es schon, das begeistert die Löwen noch nicht.
Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel sind sich nicht sicher, ob Zenny vielleicht zu viel verspricht. Allerdings hat Jelena die Akupressur natürlich nicht selbst erfunden, sie will nur einen neuen Markt erschließen.
Janna Ensthaler und Frank Thelen finden den Pitch super, nun geht es um Zahlen und die Erfolgsaussichten für die Zukunft. Carsten steigt aus, für ihn ist Zenny zu klein. Frank zweifelt nicht daran, dass es genügend Menschen gibt, die sich für Akupressur begeistern, aber er vermutet, dass der Besuch einer Akupressurpraxis selbst auch etwas zur Wirkung beiträgt. Ein Kit für zu Hause reizt ihn somit nicht.
Johannes Kliesch sieht Zenny vor allem im Einzelhandel, da seine Stärken jedoch im Onlinehandel liegen, steigt er aus. Janna schließt sich direkt an, auch ihr ist Zenny nicht groß genug. Ralf hingegen lässt sich nicht von seiner Einschätzung abbringen: Zenny hat viel Potenzial, ist aber alles andere als ein Selbstläufer. Zu einem besseren Kurs wäre er zu einem Deal bereit.
Jelena berät sich hinter den Kulissen und kehrt mit einem neuen Angebot zurück: 100.000 Euro für 20 Prozent. Ralf ist einverstanden, der Deal steht.
Nach der Sendung
Zenny ist sowohl im eigenen Onlineshop als auch über Amazon verfügbar. Auf der Zenny-Homepage gibt es aktuell ein Show Special mit 20 Patches für 9,99 Euro – der reguläre Preis liegt mittlerweile bei 11,90 Euro. 3,90 Euro Versandkosten kommen dazu, sofern man für unter 75 Euro einkauft.
Bei Amazon gibt es Zenny für 12,99 Euro, hier kommen noch 2,95 Euro Versandkosten hinzu. Rossmann listet die Ohr-Akupressur-Patches zwar, sie sind allerdings aktuell nicht lieferbar.
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