„You Can See Everything“ in Deutschland: Kinostart steht fest – dann kommt die Erfolgs-Doku
In den USA wird „You Can See Everything“ gefeiert. Nun steht auch der deutsche Kinostart fest – und Fans müssen deutlich kürzer warten als gedacht.

Nach geheimnisvollen Festivalvorführungen ist „You Can See Everything“ am 16. Oktober offiziell in den US-Kinos gestartet – und entwickelt sich dort zum Überraschungserfolg. Die fast dreistündige Dokumentation von Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleitet Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes in den Wochen vor ihrem Haftantritt und entwickelte sich während der Dreharbeiten zu einem dreijährigen Projekt.
Die Reaktionen fallen außergewöhnlich stark aus. Der Film erhält nahezu durchgehend hervorragende Kritiken und spielte an seinem ersten Wochenende 15 Millionen Dollar in nur 855 Kinos ein. Damit gelang einer Dokumentation der beste nordamerikanische Start seit mehr als 20 Jahren.
Auch bei A24 scheint man inzwischen an Größeres zu glauben: Das Studio bewirbt „You Can See Everything“ offiziell für die kommende Award-Saison – unter anderem sogar für Bester Film.
Und inzwischen gibt es auch für deutsche Filmfans gute Nachrichten: Der Kinostart hierzulande steht fest.
Wann startet „You Can See Everything“ in Deutschland?
Lange war unklar, wann die gefeierte Dokumentation überhaupt nach Deutschland kommt. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Sony Pictures sich die Vertriebsrechte für Deutschland und Österreich gesichert hat.
Nun gibt es einen konkreten Termin: „You Can See Everything“ startet am 3. Dezember 2026 in den deutschen Kinos.
Damit geht es deutlich schneller als zunächst erwartet. Nach dem internationalen Rechte-Deal war noch denkbar, dass Sony den Film erst passend zur heißen Phase der Award-Saison im Februar oder März 2027 nach Deutschland bringt. Diese Spekulation ist nun hinfällig.
Zwischen dem US-Kinostart am 16. Oktober und der deutschen Premiere liegen damit nur knapp sieben Wochen.
Wann erscheint „You Can See Everything“ im Stream?
Während der deutsche Kinostart am 3. Dezember nun feststeht, gibt es für die Streamingpremiere weiterhin keinen offiziellen Termin.
In den USA landen A24-Filme nach ihrer Kino- und Digitalauswertung aufgrund eines bestehenden Deals bei HBO Max. Bei einigen jüngeren Veröffentlichungen lagen zwischen Kinostart und Streamingpremiere mehrere Monate. Ein US-Streamingstart Anfang 2027 wäre daher durchaus denkbar – bestätigt ist das bislang aber nicht.
Für Deutschland lässt sich daraus ohnehin nicht automatisch ein Termin ableiten. Hier können andere Rechtevereinbarungen und Auswertungsfenster gelten.
Darum geht es in „You Can See Everything“
Ausgangspunkt der Dokumentation ist ein Porträt von Elizabeth Holmes, der Gründerin des gescheiterten Bluttest-Unternehmens Theranos. Holmes wurde in den USA wegen Betrugs verurteilt und trat 2023 ihre mehrjährige Haftstrafe an.
Was zunächst als Film über die umstrittene Unternehmerin beginnt, wächst während der Dreharbeiten allerdings zu einem dreijährigen Projekt heran. Nathan Fielder und Lance Oppenheim beschäftigen sich dabei zunehmend mit der Frage, wie verlässlich Bilder, Aussagen und vermeintlich dokumentarische Wahrheiten überhaupt sind.
So geht es nicht nur um Holmes und den Theranos-Skandal, sondern auch um Wahrheit, Selbstinszenierung und die Macht von Bildern – und darum, wie leicht sich die Wahrnehmung eines Menschen durch das beeinflussen lässt, was eine Kamera zeigt oder eben nicht zeigt.
Hierzulande kennen viele die Geschichte von Holmes bereits durch die Disney+-Serie „The Dropout“. „You Can See Everything“ nähert sich der ehemaligen Unternehmerin allerdings aus einem völlig anderen Blickwinkel.






