Stars

Xavier Naidoo: Fremdenhass im Netz? 1. Statement

Skandal-Musiker Xavier Naidoo werden erneut ausländerfeindliche Äußerungen unterstellt. In einem neuen Video besingt er die Flüchtlingspolitik und schockt mit einer krassen Behauptung. 

Xavier Naidoo, ESC, NDR, Eurovision, Rückzieher
Xavier Naidoo: Fremdenhass im Netz? Jetzt meldet er sich zu Wort! Foto: Getty Images

Deutschlands beliebtester Soulsänger und DSDS-Jurymitglied Xavier Naidoo äußert sich seit Jahren immer wieder zu politischen Themen und positioniert sich auch in seinen Songs. Nachdem er bereits mehrfach für seine Äußerungen in Kritik geraten war, sorgt er nun erneut mit einem ein kryptisches Video im Netzt für Wirbel – denn scheinbar spricht sich der 48-Jährige hier dagegen aus, Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen. 

 

Update: Xavier Naidoo bezieht Stellung

Der Sender RTL verlangte auf Twitter eine Stellungnahme vom DSDS-Juroren zu dem geleakten Video. Die lieferte der Sänger auf seinem Instagram-Profil. Im Posting heißt es, dass das Video bereits aus dem Jahr 2018 sei und ihm "Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit völlig fremd" seien. Er erklärt weiter, dass seine Aussagen "völlig falsch interpretiert" wurden. "Ich setze mich seit Jahren aus tiefster Überzeugung gegen Ausgrenzung und Rassenhass ein. Liebe und Respekt sind der einzige Weg für ein gesellschaftliches Miteinander", heißt es im Statement. 

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion einen externen Inhalt von Instagram ausgewählt und an dieser Stelle im Artikel ergänzt. Bevor wir diesen Inhalt anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. durch den Datenschutzmanager. Die Rechtmäßigkeit der bis zum erneuten Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt unberührt.
Ich bin damit einverstanden, dass mir auf dieser Website externe Inhalte angezeigt werden und damit personenbezogene Daten an Drittplattformen sowie in unsichere Drittstaaten übermittelt werden können. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung .

Nicht nur seine Fans unterstützen den Sänger, auch prominente Befürworter kommentieren mit dem Hashtag #onelove, Herzen und Emojis. 

 

Xavier Naidoo: Klare Meinung zur Flüchtlingspolitik

Im Video singt Naidoo von einer vermeintlichen Gefahr, die von Flüchtlingen ausgeht. Mittlerweile hat sich das 50-Sekunden-Video im Netz verbreitet, zuerst auf rechtspopulistischen Foren, mittlerweile auch auf den Social Media-Kanälen verärgerter Einzelpersonen. Woher es ursprünglich stammt, ist nicht sicher. Der Mannheimer hat es weder auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlicht und sich bislang auch noch nicht offiziell dazu geäußert.

Auch wenn Xavier Naidoo in dem Song keine direkten Aussagen trifft, wird dennoch klar,  dass er mit der aktuellen Flüchtlingspolitik in Deutschland nicht einverstanden ist. An einer Stelle bezeichnet er Migranten sogar als „Wölfe“ und beklagt, dass "Töchter und Kinder leiden müssen", weil sie sich in der Sportumkleide vor eben jenen "Wölfen" umziehen müssten. Davor verkündet er, Deutschland sei „verloren“, doch keiner mache den Mund auf. Die heftigste Behauptung von allen: "Was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei der der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt". Damit impliziert er, Geflüchtete begingen täglich Morde an Deutschen - eine völlig haltlose Behauptung, die die Tatsachen verdreht und Fans mit einer fremdenfeindlichen Gesinnung Muition liefert! Sein Schlussplädoyer: "Lasst uns das beenden, und zwar nun!"

Naidoos Worte erinnern stark an das bereits vor neun Jahren veröffentlichte Musikvideo „Abgrund“. Schon damals äußerte er sich kritisch zur politischen Lage und bekommt dafür bis heute aus rechten Kreisen viel Zuspruch. Erst im vergangenen Jahr wurde vom Oberlandesgericht Nürnberg verabschiedet, dass Naidoo nicht als „Antisemit“ bezeichnet werden dürfte – denn durch seine Ideologie und Auffassungen, die er weiterhin öffentlich vertritt, wurde der Sänger immer wieder als „Faschist“ und „Antisemit“ betitelt. 

Auch aktuell hält sich der DSDS-Juror nicht zurück. „Doch Hauptsache es ist politisch korrekt, auch wenn ihr daran verreckt“, heißt es in dem nun aufgetauchten Video. 

Das Ergebnis seines musikalischen Rants: Im Netz wird Naidoo erneut als „Faschist“ und „Patriot“ bezeichnet, die kritischen Kommentare unter den Postings häufen sich. Was es tatsächlich mit dem Video auf sich hat, von wann es ist und wie es im Netz verbreitet wurde, ist bisher nicht bekannt. Fakt ist, dass sich Naidoo nicht von seiner eigenen Meinung abhalten lässt, als Person des öffentlichen Lebens jedoch eine gewisse Verantwortung trägt und starken Einfluss auf die Meinungsbildung Anderer nimmt. 

 


Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt