Kino

Wolverine unsterblich einsam

In den ersten Filmen wollte der Mutant mit den scharfen Klauen keinesfalls Teil eines Teams sein. Jetzt scheint niemand mehr übrig, er eines mit ihm bilden könnte.

Wie Regisseur James Mangold jetzt im Interview erläuterte, sind von den ehemaligen Freunden des ruppigen Mutanten mit latentem Hang zu Zigarren und Wutausbrüchen fast keine mehr übrig. Hauptthema seines neuen Films ist daher Wolverines Unsterblichkeit - und sein Wissen darum, dass alle Menschen, die er liebt, sterben werden. "Daher lebt er sein Leben auf eine Art isoliert". Bis hier klingt das ein wenig wie "Highlander" mit Krallen statt Schwert. Und auch die auftauchenden Probleme scheinen sich zu ähneln: "Alte Freundschaft bringt ihn nach Japan. Doch dann findet es sich in einem Labyrinth aus Verrat, gefangen zwischen den Plänen von Verbrechern, Reichtum und anderen Mächten. Seine Liebe ist fort, seine Lehrer sind fort, viele seine Freunde sind fort. Dazu zweifelt er an sich und seiner Bestimmung: 'Was tue ich eigentlich? Was geht mich das alles überhaupt an?' Es ist erschöpft. Er hat lange gelebt und ist jetzt müde. Er ist der Schmerzen überdrüssig". So ein Unsterblicher hat's eben auch nicht leicht...

 

Nicht mehr teamfähig

Zeitlich ordnet der Filmemacher das Geschehen nach "X-Men 3" ein. "Ich würde es aber kein Sequel nennen. Ich fand, es war wichtig, Logan an einem Punkt aufzunehmen, an dem er keine Verpflichtungen gegenüber den X-Men hatte. Viele von denen sind gestorben und er ist nicht mehr Mitglied eines Superhelden-Teams." Eigentlich nicht so schlimm: Schließlich wollte Wolverine das in den bisherigen Filmen sowieso nie sein. Aber so auf Dauer einsam ist halt auch nix. Vor allem, wenn man aufgrund seiner Mutation nahezu unkaputtbar ist und daher ziemlich viel Zeit totschlagen muss - wenn sich nicht statt dessen irgendwelche Superschurken finden lassen.



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