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WM 2018: ER fordert Rauswurf von Özil und Gündogan

Mesut Özil und Ilkay Gündogan
Es gibt wieder heftige Kritik an Özil und Gündogan. Foto: picture alliance/augenklick/rauchensteiner

Die Diskussionen um die Fußballer Mesut Özil und Ilkay Gündogan reißen auch kurz vor Beginn der WM in Russland nicht ab. Jetzt fordert der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg eine klare Linie vom DFB und wünscht sich den Rauswurf der beiden Profis.

 

Stefan Effenberg: Rauswurf wäre die richtige Entscheidung 

Stefan Effenberg, wie man ihn kennt: Auch zu der Debatte um Özil und Gündogan hat der Ex-Fußballer eine klare Meinung und hat den Eindruck, dass der deutsche Fußballbund das Verhalten der beiden Kicker nicht streng genug bewertet hat.

Stefan Effenberg sieht die Entscheidung des DFB kritisch. Foto: Getty Images

Die beiden Nationalspieler waren scharf kritisiert worden, nachdem Fotos von ihnen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aufgetaucht waren. Bundestrainer Joachim Löw erklärte zwar, das Treffen sei "keine glückliche Aktion" gewesen, zog einen Rauswurf der beiden Profis aber nie in Betracht.



Eine Entscheidung, die Stefan Effenberg kritisch sieht. "Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft“, sagte der 49-Jährige im Interview mit "t-online.de".

 

Stefan Effenberg: Bei ihm fiel die DFB-Entscheidung anders aus

Was bei ihm besonders für Unmut sorgt: Bei ihm hat der DFB härter durchgegriffen. Nachdem er 1994 nach dem WM-Vorrundenspiel gegen Südkorea den Fans den Mittelfinger zeigte, durfte er jahrelang nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielen.

"Der DFB war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung. Özil und Gündogan haben jetzt Glück gehabt, dass der DFB in diesem Fall inkonsequent und nicht schnell gehandelt hat“, so Stefan Effenberg. Ähnlich erging es Ersatztorwart Uli Stein. Der Rauswurf folgte nachdem er den Teamchef Franz Beckenbauer als "Suppenkasper" bezeichnet hatte.



"Man dreht es sich beim DFB allerdings so, wie man es gerade braucht. Bei mir oder bei Uli Stein haben sie anders reagiert“, kritisiert der ehemalige Fußballer. Mit dieser Kritik steht er nicht alleine da. Bleibt zu hoffen, dass die Nationalmannschaft den Wirbel der letzten Wochen vergessen kann und sie erfolgreich in die WM startet. Alle Infos zur WM 2018 bekommt ihr mit einem Klick auf den unterlegten Link. 

 
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