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"Westworld": Ist das der "Game of Thrones“-Nachfolger bei HBO?

Nach Westeros kommt der Western? Große Hoffnung steckt HBO in seine neue Serie "Westworld", die der inoffizielle "Game of Thrones"-Nachfolger werden soll. Doch hat der Sci-Fi-Western tatsächlich Chancen so große Wellen zu schlagen?

Und täglich grüßt das Murmeltier. Jeden Morgen wacht die bildhübsche Dolores (Evan Rachel Wood) in ihrem gemütlichen Domizil auf, grüßt ihren Vater auf der Veranda und reitet zum Einkauf in ihr beschauliches Western-Städtchen – in dem sie ganz zufällig ihre große Liebe Teddy (James Marsden) wiedersieht. Alles super, oder? Naja, nicht so ganz. Denn Dolores ist nur Teil eines futuristischen Vergnügungsparks namens „Westworld“, in dem menschliche Besucher an den humanoiden Roboter-Einwohnern ihre heimlichsten Triebe ausleben dürfen.

Worum geht es in Westworld?

Der amerikanische Westen. Unberührte Prärie, mutige Cowboys und ein Leben zwischen Frieden und Hölle. Diese Version des amerikanischen Traums hat sich Dr. Robert Ford (Anthony Hopkins) in seinem Freizeitpark „Westworld“ erfüllt: Seine täuschend echte Simulation einer Western-Welt hat der „Robo-Daddy“ mit ein paar humanoiden Robotern ausgestattet, die tagein und tagesaus fast denselben Alltag durchleben.

Westworld Anthony Hopkins
"Master of Puppets": Dr. Robert Ford (Anthony Hopkins) hat "Westworld" erschaffen!

Durchbrochen wird das Treiben nur von zahlungskräftigen Gästen, den „Newcomers“, die in „Westworld“ nach Herzenslust ihre „Triebe“ ausleben können. Von mutigen Shoot-Outs mit Bandidten bis zur Vergewaltigung von unschuldigen Robo-Einwohnern ist so ziemlich alles möglich, was die Fantasie so erlaubt. Besonders ein „Man in Black“ (Ed Harris), der zu den ältesten Gästen von „Westworld“ zählt, treibt es mit den Einwohnern der Western-Welt ziemlich bunt. Doch der vermeintliche Erzählstrang, den die Macher von „Westworld“ stetig kontrollieren, wird immer häufiger von Fehlern durchbrochen. Fehler, die auch die Roboter an sich immer menschlicher agieren lassen…

Hat „Westworld“ das Zeug zum „Game of Thrones“-Nachfolger?

Die neue HBO-Vorzeigeserie basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1973 von Bestseller-Autor Michael Crichton. Im Grunde vermischen die beiden Showrunner Jonathan Nolan („Interstellar“) und Lisa Joy („Burn Notice“) im ambitionierten Western-Sci-Fi viele Elemente einiger Film-Hits: Die Idee eines Theme-Parks, in dem ein Teil der Bewohner nichts von ihrem Schicksal merken, erinnert an „Die Truman-Show“. Die humanoiden Roboter, die langsam ihr Bewusstsein entwickeln, an den Sci-Fi-Hit "Ex Machina". Und natürlich sind auch jede Menge klassischer Western-Elemente enthalten.

"Westworld"
Von was Träumen Roboter wie "Dolores" tatsächlich?

Etwas fraglich ist, ob der Konflikt zwischen den Newcomern und den Hosts, der schon stark angedeutet wird, tatsächlich über mehrere Staffeln spannend gehalten werden kann. Irgendwann müssten sich die Macher tatsächlich überlegen, wie sie die Geschichte über den Film hinweg anlegen wollen. Großartig ist allerdings der generelle Look der Serie, die intensive und ungewisse Atmosphäre sowie die generelle Komplexität der Geschichte.

Inwiefern sich auch die Figuren zu „Fan-Lieblingen“ etablieren können, wie bspw. in „Game of Thrones“, wird sich noch zeigen müssen.

Wo kann ich „Westworld“ sehen?

Derzeit wird „Westworld“ in den USA auf HBO ausgestrahlt und ist auf dem mobilen Dienst HBO Go abrufbar. Auch deutsche Fans können den Trip in den Vergnügungspark mitverfolgen: „Westworld“ wird im Original auf Sky Go, Sky on Demand uns Sky Ticket kurz nach US-Ausstrahlung zum Abrufen bereitgestellt. Den Trailer zum HBO-Spektakel findet ihr auch an dieser Stelle noch einmal:

 

 

 



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