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Werner Hansch: Die schlimmen Folgen seiner Spielsucht | Promi Big Brother

Im Interview verrät Werner Hansch, warum er das Geld bei „Promi Big Brother“ so dringend braucht.

Werner Hansch
Im Interview spricht Werner Hansch über die Gründe seiner Teilnahme bei "Promi Big Brother" Foto: picture alliance / SvenSimon

Werner Hansch dürfte den meisten Zuschauern noch Fußball-Moderator bekannt sein. Die Sportlegende ist mittlerweile 82 Jahre alt und damit auch der älteste „Promi Big Brother“-Kandidat in der Geschichte der Sendung und wahrscheinlich auch aller anderen Trash-Formate des deutschen Fernsehens. Bei den Fans kam daher die nicht ganz unberechtigte Frage auf, weshalb der Kommentator sich auf das Format einlässt?

 

Werner Hansch in finanzieller Notlage?

Werner Hansch soll tatsächlich kurz vor der Pleite stehen – da kämen die 100.000 Euro Preiosgeld durchaus gelegen. Im Interview mit der Bild-Zeitung verriet er nun einiges zu den Hintergründen seiner Teilnahme: „Da gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Der eine ist natürlich die Herausforderung für mich, um mich zu bewähren, um herauszufinden, ob ich in der Gruppe bestehen kann. Aber auch um etwas Neues an mir zu entdecken, weil ich so was noch nie mitgemacht habe. Es wird bestimmt auch schwere Prüfungen geben – psychische und physische. Da muss ich schauen, wie ich die bestehe.“

Angesprochen auf die finanziellen Fragen gab er zu die Teilnahme zwar als „sportlichen Wettbewerb“ zu sehen, das Geld aber gut gebrauchen zu können. Wofür genau verriet er zwar leider nicht, sei aber in finanziellen Sorgen. Wir sind gespannt wie er sich im Wettbewerb gegen seine Konkurrenten durchsetzen kann!

 

Promi Big Brother: Spielsucht wird Thema

Wie Hansch in der zweiten Folge „Promi Big Brother“ erklärte, sei er spielsüchtig und habe inzwischen eine halbe Million Euro verzockt. „Eine ganz furchtbare Sache. Ein gesunder Mensch kann sich nicht vorstellen, welche Kraft eine Sucht auf einen Menschen ausüben kann“, so der Sportmoderator. Die Sucht habe ihn komplett aus der Bahn geworfen.

„Ich habe viele Menschen enttäuscht, die mir vertraut haben, die mir freiwillig Geld gegeben haben“, erzählte Hansch weiter. Besonders schlimm sei der Verlust seiner Partnerin gewesen: „Ich habe meine Lebensgefährtin dabei verloren – eine wunderbare Lebenspartnerin. Sie hat wie eine Löwin um mich gekämpft. Es flogen Teller durch die Luft, Wanduhren sind runtergefallen. Diese Frau hat um mich gekämpft. Nur ich habe es nicht begriffen. Ich Hornochse. Ich habe es nicht begriffen, bis zu dem Punkt, an dem sie sagte: ‚Ich werde mich von dir trennen.‘“

Dass Wolfgang Bosbach (68) ihn anzeigte, um sein Geld zurückzubekommen, kann Hansch verstehen. Das sei sein gutes Recht gewesen. „Ich muss ihm, wenn ich es ganz genau betrachte, dankbar sein für diesen Schritt“, so Hansch unter Tränen. Dass der ehemalige Freund den Streit um das liebe Geld öffentlich machte, war trotzdem hart:

„Das hat mich im Kern getroffen. Das hat meine Reputation sozusagen komplett zerstört. Ich habe danach auch finanziellen Schaden erlitten, denn danach haben drei, vier Leute, die mich engagiert hatten für Veranstaltungen, storniert. So ist alles passiert. Ich kann nichts zurücknehmen. Ich kann nur versuchen, es wieder gutzumachen.“

Inzwischen befindet sich Werner Hansch in Therapie und hat sich einer Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige angeschlossen. „ Wenn ich hier rausgehe, werde ich mich für Projekte zur Prävention einsetzen“, erklärte er bei „Promi Big Brother“.

 
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