Fernsehen

Wegen Amoklauf: ProSieben Maxx hört mit "ELeague" auf!

Bei Gamern erfreute sich die "ELeague" auf ProSieben Maxx großer Beliebtheit: Nach dem Amoklauf in München wird die Sendung jedoch abgesetzt! Doch das stößt in der Community auf viel Unverständnis.

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Nach dem Amoklauf in München reagiert ProSieben Maxx mit einer umstrittenen Programm-Absetzung: Die "ELeague" wird mit sofortiger Wirkung aus dem Programm genommen! ProSiebenSat1

Nach dem Amoklauf in München ist nach vielen Jahren die Diskussion um den Einfluss von Ego-Shootern und brutalen Videospielen wieder neu eröffnet worden. Eine direkte Reaktion zeigte jetzt ProSieben Maxx, die die Übertragung der "ELeague", einer professionellen E-Sports-Veranstaltung, in der gegnerische Teams im Taktik-Shooter "Counter Strike: Go" gegeneinander antreten, mit sofortiger Wirkung aus dem Programm nimmt!

Die kurzfristige Programm-Entscheidung teilte ProSieben Maxx über den hauseigenen Facebook-Kanal mit folgender Begründung mit: "Aufgrund der jüngsten Ereignissen wollen wir derzeit keine Ego-Shooter-Spiele wie CS:CO übertragen. Vielen Dank für Euer Verständnis“. Die Reaktion der Fans fiel jedoch anders aus, als es sich die ProSieben Maxx-Verantwortlichen gewünscht hätten. 

Zuschauer reagieren mit Unverständnis und Kritik

Die Fangemeinde der "ELeague" kann die Reaktion des Senders nicht nachvollziehen. Benny H., dessen Kommentar schon über 2.000 Likes sammelte, fast den Grundkonflikt für die "Gamer" und Zuschauer recht gut zusammen: „Es ist wirklich schlimm was in München und generell auf der Welt passiert. Es ist aber absolut lächerlich Spiele wie CS:GO damit in Verbindung zu bringen. So werden die alten Vorurteile gegen Videospiele wieder hochgekocht.“ 

Generell fällt auf, dass die Entscheidung zur Absetzung von ProSieben Maxx fast durchweg scharf kritisiert wird. Nach dem Amoklauf in München hatte Innenminister Thomas de Maizière die Computerspiel-Debatte wieder angerissen, als er „gewaltverherrlichende Spiele“ als eine der Mitursachen ins Spiel brachte. CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder fordert gegenüber der Welt am Sonntag sogar, dass „Ego-Shooter" komplett "hinterfragt werden.“

 

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