Kino

Warum Tarantino Will Smith als "Django" abservierte

Als Quentin Tarantino das Drehbuch zu "Django Unchained" verfasste, hatte er dabei keine bestimmten Darsteller im Sinn, auch nicht Will Smith.

Wenn Quentin Tarantino an einem neuen Film arbeitet, dann ist Aufmerksamkeit vorprogrammiert. Auch "Django Unchained" ist nicht zuletzt wegen der namhaften Besetzung um die Oscar-Gewinner Jamie Foxx, Christoph Waltz und Superstar Leonardo DiCaprio schon jetzt in aller Munde. Fast wäre die Darstellerriege noch ein wenig schillernder gewesen, denn auch Will Smith interessierte sich für die Rolle Djangos, wie er kürzlich bestätigte: "Es war eines der großartigsten Drehbücher, die ich je gesehen habe. Ich war mitten in den Dreharbeiten zu "Men in Black 3", Tarantino war bereit zu starten und ich konnte mich nicht ihm zusammensetzen, um Fragen durchzugehen, also wollte ich ihn nicht aufhalten." Laut Tarantino scheiterte eine Zusammenarbeit aber weniger an Terminproblemen, sondern mehr an seiner Begeisterung für Jamie Foxx. "Als ich 'Django' verfasst habe, da habe ich es nicht für irgendjemanden geschrieben. Ich hatte keine Ahnung, wer ihn spielen sollte", erzählt das Multigenie. "Ich habe mich mit sechs verschiedenen Schauspielern getroffen. Will Smith war eine der Personen, mit denen ich mich traf. Und dann habe ich mich mit Jamie getroffen und er kam zu mir heim und ich habe ihn in die Mangel genommen."

 

Foxx hat Django entfesselt

Einige Vorsprechen später hatte Foxx den Regisseur überzeugt. "Am Ende dieses langen Prozesses habe ich dann meine Entscheidung getroffen. Und ehrlich gesagt, Jamie war der letzte, mit dem ich zusammenkam und nachdem ich mich mit ihm unterhalten hatte rief ich die anderen Jungs an und sagte 'Hört zu, ich hab meinen Django gefunden...'", so Tarantino. Nach einer vierjährigen Pause vom Schauspielern wäre eine Rückkehr mit "Men in Black 3" (aktuell im Kino) und einem Tarantino-Werk für Will Smith natürlich triumphal gewesen. Andererseits kann er auch so nicht über mangelnde Arbeit klagen. Statt mit "Django Unchained" kommt er 2013 mit dem neuen M. Night Shyamalan-Film "After Earth" in die Kinos.



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