Serien

„The Walking Dead“: Verzögert sich Staffel 8 um unbestimmte Zeit?

"The Walking Dead"-Cast, Staffel 7
Der „The Walking Dead“-Cast hat vielleicht länger frei als gedacht. Wegen Streiks könnten sich Dreh und Ausstrahlung von Staffel 8 verzögern. Bild: AMC

Der drohender Autoren-Streik in den USA könnte Konsequenzen für Staffel 8 von „The Walking Dead“ haben. Verschiebt sich das Ausstrahlungsdatum nach hinten?

Wir sind noch damit beschäftigt das Finale der siebten Staffel zu verdauen und schon kommt der nächste Schock. Bis wir endlich erfahren, wie Ricks und Negan Battle ausgeht, könnte es länger dauern, als ursprünglich erwartet.

Eigentlich soll Staffel 8 der Zombie-Serie ab Oktober diesen Jahres ausgestrahlt werden, doch jetzt kommt ein bevorstehender Streik diesen Plänen in die Quere.

 

Amerikanische Drehbuchautoren gehen auf die Barrikaden

Sowohl die “Writers Guild of America” (WGA) - die Gewerkschaft der Autoren in der Film- und Fernsehindustrie der Vereinigten Staaten - als auch der Handelsverband  „Alliance of Motion Picture and Television Producers“ (AMPTP), der sich für die Interessen amerikanischer Film- und Fernseh-Produktionsfirmen stark macht, stecken hinter besagtem Streik.  

Schon seit geraumer Zeit ist die faire oder eben unfaire Bezahlung amerikanischer Drehbuchautoren wieder Thema. Die WGA verkündete aufgrund stetig sinkender Gehälter in naher Zukunft Streiks zu planen. Nach Aussagen der WGA soll das Einkommen von Arbeitsnehmern in der relevanten Berufsgruppe um bis zu 23  Prozent geschrumpft sein. Grund hierfür ist der Trend, immer kürzere Serien-Staffeln mit um die zehn Episoden zu produzieren. Ein Paradebeispiel hierfür ist „Game of Thrones“.

Nachdem Staffel 1 von „The Walking Dead“ aus nur sechs Folgen bestand, schaffte es Staffel 2 schon auf 13 Episoden. Seither hatten alle Staffeln 16 Folgen, womit die Serie sich besagtem Trend wiedersetzt, was sich allerdings auf das Gehalt der Screenwriter auswirkt.

 

"Writers Guild of America" mahnt Filmindustrie

Der WGA-Vorstand mahnte nun die Filmindustrie: „Sollte es soweit kommen, wird die Schreibtätigkeit für Fernsehen, Spielfilme  und digitale Serien eingestellt. Einige Serien, die planmäßig im Sommer 2017 auf Sendung gehen sollen, werden hiervon betroffen sein, da das Schreiben und die Produktion dieser Staffeln derzeit im Gange ist.“

Wer keine Vorstellung davon hat, was es bedeuten könnte, wenn die Drehbuchautoren wirklich in Streik treten, denke an den „Writer’s Strike“ in den Jahren 2007 und 2008. Da die kreativen Köpfe hinter den Shows für rund 100 Tage ihre Kugelschreiber niederlegten, kam der Serien-Kalender einiger Shows mächtig durcheinander. Betroffen waren neben „Desperate Housewives“ zum Beispiel „Prison Break“. Das bedeutete für die Serienmacher riesige Einbußen und für Fans viel längere Wartezeiten und somit auch einiges an Frust.

Streiks sind eine legitime und teils notwendige Maßnahme im Kampf um faire Gehälter, doch werden „The Walking Dead“-Fans sich im Fall der Fälle gedulden können? Die Zombie-Serie stand ohnehin schon in der Kritik, da die Zuschauer fanden, die siebte Staffel habe deutlich an Spannung und Authentizität verloren.

Anlässlich dieser vernichtenden News hier nochmal der Super Bowl 2017-Clip:

 


Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt