Fernsehen

"The Voice Kids": Revolverheld für kleine Stars

Letztes Jahr überraschte "The Voice Kids" alle. Jetzt startet die Neuauflage. TV Movie war vor Ort und verrät, was die Show aktuell drauf hat. Ein Revolverheld spielt dabei eine Hauptrolle. Auch bei der Konkurrenz. Wie geht das?

Henning Wehland, Lena Meyer-Landrut und Johannes Strebe
The Voice Kids

Er wirkt fast verloren. Der Junge, der gerade die Bühne betritt. Einsam steht er vor diesem Mikrofon, das sich ihm entgegenreckt, während ihn 630 Zuschauer anstarren. Doch dann setzt die Musik ein – und Salvatore, ja, dieser zehn Jahre junge Salvatore, füllt mit seiner kleinen großen Stimme das 2300 Quadratmeter große Studio, als wäre es das Leichteste der Welt. Ein echter Gänsehaut-Moment! Und nicht der einzige in dieser Staffel: Immerhin treten 81 Talente zwischen 8 und 14 Jahren neu bei „The Voice Kids“ an.

In der letzten TV-Saison sorgte die Casting-Show für eine Riesen-Überraschung. Fast jeder vierte Fernseher in Deutschland wurde auf SAT.1 geschaltet, wenn die jungen Stimmen antraten – ein Ergebnis weit über Senderschnitt. Klar, dass Staffel  2 nicht lange auf sich warten lässt: Am 21.3. gehts wieder los – diesmal mit acht statt zuletzt sechs Folgen. TV Movie besuchte die Blind Auditions und entschlüsselte das Erfolgsrezept der „Voice Kids“.

Männer haben die Nase vorn


Da wären zum einen die Coaches: Lena Meyer-Landrut (22) und Henning Wehland (42) lieferten schon im letzten Jahr eine klasse  Show  und  sammelten  als  hippe Freundin und cooler Papa ordentlich Sympathiepunkte – nicht nur bei den Kids. Und auch  Revolverheld-Frontmann Johannes Strate (33), in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem roten Drehsessel, hat seine Rolle schon  gefunden: „Er ist der Schwarm, eindeutig“, verrät Lena im Interview mit TV Movie. „Er schnappt mir ständig die Talents vor der Nase weg!“ Für die Sängerin kommts im Fight um die besten Talente gleich doppelt dick: „Ich habe alle Taktiken versucht. Aber die Kids sind irgendwie gehirngewaschen“, sagt sie. „Entweder gehen sie zu Johannes oder zu Henning, weil er letztes Mal gewonnen hat.“

Leidenschaft pur


Weiteres dickes Plus für „The Voice Kids“: der Respekt im Umgang mit den Kandidaten. Da gibt es kaum einen Unterschied zum großen Show-Bruder „The Voice of Germany“. Alle, die auf der Bühne stehen, haben Talent. „Hier wird niemand bloßgestellt, damit die Nation drüber lachen kann“, stellt Johannes klar. Dicke Tränen kullern hier daher selten. „Die Kinder sind unglaublich stark“, bestätigt Lena. „Bei anderen Shows herrscht Weltuntergangsstimmung, wenn die Leute rausfliegen. Das passiert hier nicht, weil von Anfang an klar ist: Es geht nicht um einen Plattenvertrag, sondern um den Spaß auf der Bühne.“

Was wiederum zum dritten Punkt führt: Bei „The Voice Kids“ findet kein übertriebener Wettberwerb statt. „Schlimm wäre es, wenn die Kinder abdrehen und später bei jeder Supermarkt-Eröffnung auftreten“, erklärt Lena. Dem Sieger winkt daher kein Riesen-Gewinnpaket, sondern ein Ausbildungsvertrag in Höhe von 15.000 Euro, der gezielt zur Talentförderung eingesetzt wird. Am Ende geht es also um eine coole Show. „Die liefern die Kids alle ab“, sagt Henning. „Sie haben keine Angst – dafür jede Menge Leidenschaft für Musik.“ Ja, das konnte ich tatsächlich spüren.

TEXT: Katharina Hofmann
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