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Verblüffende Geständnisse von Angelina Jolie!

Ihre Zukunft in Hollywood, unverständliche Texte auf dem Hochzeitskleid - und die Ohrfeige ihres Lebens: Im Gespräch mit TV Movie macht Superstar Angelina Jolie verblüffende Geständnisse.

Angelina Jolie
Angelina Jolie

Der Wahnsinn, diese Frau! Wuppt 'ne Familie mit sechs Kindern, hält seit 15 Jahren ihren Superstar-Status und heiratet quasi im Vorübergehen Brad Pitt, den wohl begehrtesten Junggesellen Hollywoods. Für Angelina Jolie (39, "Salt") scheints nichts zu geben, was ihr nicht gelingt. Trotz proppevollem Terminkalender wirkt sie bei unserem Treffen in New York so entspannt und glücklich, dass wir sie gleich auf ihre Traumehe ansprechen.

Mrs. Jolie, Ihr Ehemann hat uns kürzlich vorgeschwärmt, wie viel verbundener Sie sich seit Ihrer Heirat im August fühlen...

Angelina Jolie: Es ist toll, so etwas, zu hören (lacht).

Mussten Sie dafür wirklich erst heiraten?

Angelina Jolie: Natürlich nicht. Wir fühlten uns ja bereits wie ein Ehepaar. Unsere Kinder verbinden uns mehr als jedes Stück Papier.

Warum haben Sie es dann gemacht?

Angelina Jolie: Wir wollten eine Feier mit den Kindern haben. Es war unheimlich süß, wie aufgeregt sie waren. Knox und Shiloh (6 und 8 Jahre; d.Red.) waren unsere Ringträger und haben extra ein Kissen dafür genäht. Die anderen Kinder schrieben unser Ehegelübde, was zum Totlachen war. Wir hatten einen Mordsspaß.

Wer kam auf die Idee Ihr Hochzeitskleid mit den Zeichnungen Ihrer Kinder zu verzieren?

Angelina Jolie: Das war meine Idee, aber ich muss gestehen, dass Brad und ich bereits seit Jahren die Zeichnungen unserer Kinder nutzen, um T-Shirts oder Notizbücher zu entwerfen. Für mein Kleid malte jedes Kind etwas. Eins der Kinder schrieb "Buttock Futtock" aufs Kleid. Wir wissen bis heute nicht, was das bedeuten soll. (lacht)

Ist es für Sie ein Unterschied, ob Sie über Brad als Freund oder Ehemann sprechen?

Angelina Jolie: Oh ja. Ich finde Ehemann greift tieferund fühlt sich wärmer an. Ich sehe Brad jetzt mit anderen Augen. Es gefällt mir "Ehemann" zu sagen.

Für ihren neuen Film "Unbroken" standen Sie zum dritten Mal hinter und nicht vor der Kamera. Wollen Sie die Schauspielerei an den Nagel hängen?

Angelina Jolie: Als meine Mutter starb wirde mir klar, wie sehr ich durch sie motiviert war, Schauspielerin zu sein. Sie träumte selbst von einer Karriere, und es hat mir Freude gemacht, ihr meine Filme zu zeigen. Als sie starb, war dieses Gefühl weg. Ich merke jetzt, dass ich lieber hinter der Kamera stehe.

Was gefällt Ihnen daran besser?

Angelina Jolie: Ich mag das Rampenlicht nicht. Ich fühle mich viel wohler, wenn ich mit der Crew zusammen bin und Stiefel und Anorak tragen kann. "Unbroken" hat mir so viel Spaß gemacht, weil ich die Geschichte erzählen konnte, wie ich wollte. Als Schauspieler kommt man für ein paar Monate auf den Set und hat keine Ahnung, was dnaach aus dem Film wird.

In Ihrem Film wird der Olympialäufer Louis Zamperini während des Zweiten Weltkriegs von Japanern gefoltert. Könnten Sie solche Taten vergeben?

Angelina Jolie: Nein, ich vergebe nicht leicht. Und ich glaube nicht, dass ich jemandem vergeben könnte, der meine Kinder verletzt. Es ist bewundernswert, wie Louis seinen Peinigern vergeben konnte. Für mich gejört Gerechtigkeit dazu. Ich glaube nicht, dass man erwarten kann, solche Taten zu vergeben, ohne dass für Gerechtigkeit gesorgt wurde.

In ihrem nächsten Film "By The Sea" führen Sie nicht nur Regie, sondern stehen mit Brad auch vor der Kamera. Wer von Ihnen ist umgänglicher?

Angelina Jolie: Mit Brad kann man wunderbar arbeiten, aber ich bin ein Alptraum (lacht). Er ist ein toller Schauspieler und ich vertraue niemandem mehr als ihm. Ich höre manchmal, dass Eheleute nicht zusammen arbeiten wollen. Ich dagegen finde es toll.

Welches von Ihren Kindern ähnelt Ihnen am meisten?

Angelina Jolie: Shiloh und Maddox (13; d. Red.). Abber alle unsere Kinder haben ihren eigenen Kopf. Wahnsinnig interessant, das zu beobachten.

Sie haben eine wilde Vergangenheit. Was war der Wendepunkt in Ihrem Leben?

Angelina Jolie: Ich glaube, wenn man jung ist, sieht man immer nur sein eigenes Leid und seine eigenen Wünsche. Ich merkte erst wie gut es mir ging, als ich das erste Mal in ein Kriegsgebiet reiste. Es traf mich wie eine Ohrfeige ins Gesicht. Ich wurde plötzlich wach, sah, was in der Welt vorging. Mutter zu werden und ein Kind zu adoptieren, hat das nur noch vertieft. Ich finde es ein wunderschönes Gefühl, für andere zu leben. Es schenkt mir tiefen Frieden.

Wessen Meinung ist Ihnen am wichtigsten?

Angelina Jolie: Die meiner Kinder. Sie sind mein Barometer dafür, wie gut ich mich im Leben anstelle. Sie erwarten von mir, eine tolle mutter zu sein - und das ist ihr gutes Recht. Ich möchte ihre Erwartungen erfüllen.

Und was ist mit den Erwartungen anderer?

Angelina Jolie: Es wird viel über mich geschrieben und gesagt. Darauf habe ich keinen Einfluss. Ich kann nur das machen, was ich für richtig halte. Ich versuche die bestmögliche Person zu sein. Glauben Sie mir: Keiner übt mher Druck auf mich aus, als ich selbst.

INTERVIEW: Helen Höhne










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