Kino

"Vaiana": Lina Larissa Strahl spricht die erste polynesische Disney-Prinzessin!

Sie ist abenteuerlustig, temperamentvoll und unglaublich smart: Vaiana ist die Hauptfigur im gleichnamigen Disney-Animationsfilm, der am 22. Dezember 2016 in den deutschen Kinos startet. Die Häuptlingstochter mit einer besonderen Verbindung zum Ozean erlebt ein waghalsiges Segelabenteuer, um ihr Inselvolk zu retten. Die 19-jährige Lina Larissa Strahl spricht die erste polynesische Prinzessin im Disneyuniversum überhaupt. "TV Movie Online"-Redakteurin Johanna Mayerhofer traf den "Bibi & Tina"-Star zum Interview.

Vaiana Lina Larissa Strahl
Lina Larissa Strahl spricht die polynesische Disney-Prinzessin Vaiana. Foto: Disney

TV-Movie.de: Was verbindest du mit Disney?

Lina Larissa Strahl: Also aufgewachsen bin ich vor allem mit Dschungelbuch, Tarzan und Arielle. Ich war aber tatsächlich nie so ein typisches Disneyprinzessinnen-Mädchen. Mein Vorbild war später eher Hannah Montana. Aktuell mitgerissen, aufgrund der ganzen Songs, hat mich "Frozen".

Vaiana ist deine erste Synchronrolle. Was waren die größten Herausforderungen beim Synchronisieren?

Definitiv das Weinen. Das finde ich ja beim Film schon nicht einfach, aber beim Synchronsprechen bist du ja wirklich alleine im Raum, stehst da und musst dir etwas Trauriges vorstellen und dich irgendwie reinfinden. Teilweise konnte ich auch ein paar Worte nicht richtig aussprechen. "Retten" zum Beispiel klang für sie zu nordisch. Obwohl ich aus Hannover bin (lacht).

Hast du dir denn auch von der Original-Sprecherin Auli‘i Cravalho etwas "abgehört"?

Das musst du sogar. Es ist quasi Pflicht das Original so gut wie möglich nachzumachen – vor allem von der Betonung und vom Rhythmus her. Als Sprecher will man den Film am Ende  nicht verfälschen. Du willst in Deutschland das darstellen, was sich die amerikanischen Macher dabei gedacht haben. Da kann nicht jeder sein eigenes Ding machen.

Du sprichst als Vaiana die Hauptrolle des Films. Wie hast du die Rolle ergattert?

Ich wurde dem deutschen Disney vorgeschlagen und die haben bei meinem Vater durchgeklingelt. Als ich davon erfahren habe, war ich erst einmal gar nicht so aufgeregt, weil ich so viel zu tun hatte. Ich habe sogar zwei Tage überlegt, ob ich es machen soll und bin dann doch zum Casting gegangen. Dort habe ich dann erst realisiert, dass es Disney ist und war total aufgeregt. Sie haben mich dann genommen und es ging los.

Was magst du an Vaiana besonders?

Vaiana ist ein sehr lebendiges Wesen, sehr willensstark und dickköpfig und lässt sich nicht leicht unterkriegen. Sie ist sehr optimistisch und humorvoll. Von ihrem Optimismus könnte ich mir auf alle Fälle eine Scheibe abschneiden. Es ist einfach schön, sich für Kids oder Mädchen in meinem Alter in sie hineinzuversetzen und sie als Vorbild zu sehen. Disney-Prinzessinnen sind ja generell starke Persönlichkeiten und damit gute Vorbilder.

In welchen Punkten ähnelt ihr euch?

Willensstark bin ich auch, ein bisschen dickköpfig bin ich auch. Ich wäre gerne so abenteuerlustig wie sie. Früher war ich das mehr, jetzt wäge ich viel zu viel die Konsequenzen ab und entscheide mich meistens für: nein.

Hast du eine Lieblingsfigur im Film oder ist Vaiana dann doch deine Favoritin?

Pua, das Hausschwein, ist mein absoluter Favorit. Der Halbgott Maui ist auch sehr interessant, den muss man aber lieben und verstehen lernen, glaube ich.

Der Film rückt ein pazifisches Inselvolk und seine Geschichte in den Mittelpunkt. Warum eignet sich das Thema für einen Disneyfilm?

Es ist auf alle Fälle eine Abwechslung zu bisherigen Disney-Themen. Es ist eine ganz neue Welt. Der ganze Film spielt ja auf dem offenen Meer. Klar hatten wir schon Ariel im Wasser, aber Vaiana ist eine Kämpfernatur, die sich auf dem Wasser bewegt und Abenteuer erlebt. Während des Films passiert viel, was wir bisher von Disney nicht kennen, mehr verrate ich nicht.

Die Regisseure Ron Clements und John Musker reisten für die Recherche des Films auf Fidschi, Samoa, Tahiti und später dann Neuseeland. Warst du schon einmal in diesen Gegenden?

Nein, leider nicht. Ich würde sehr, sehr gerne. Weiter als Nordsee und Mittelmeer bin ich noch nicht gekommen aber ich nimm es mir fest vor (lacht).

Es herrscht meist ein sehr straffer Zeitplan beim Synchronisieren. Wie lange hatte das Vaiana-Team Zeit?

Ich hatte wirklich wenig Zeit, weil ich "Bibi & Tina" parallel gedreht habe. Am Ende waren es neun Synchron-Tage, das ist schon ein straffer Durchmarsch. Man ist sechs bis sieben Stunden im Studio, macht etwa 120 Takes am Tag. Aber es ist toll. Es wird dabei nicht auf Qualität verzichtet: Wenn es noch nicht passt, dann braucht es eben doch länger.

Hast du auch die Songs von Vaiana eingesungen?

Viele denken, dass ich die Songs singe aber ich bin es nicht. Ich finde es schön, dass man es nicht hört, aber ich will dafür auch nicht das Lob einheimsen. Ich wollte es machen, aber ich hatte leider zu wenig Zeit dafür. Ich finde, der Gesang ist gut gelungen und passt gut zum Film.

Im Februar 2017 kommt der vierte Teil von "Bibi & Tina" in die Kinos und du spielst erneut Bibi. Ist ein weiterer Teil in Planung?

Also von unserer Seite aus (Lisa-Marie Koroll spielt Tina, Anm. d. Red.) wird es definitiv der letzte Teil sein. Es war eine superschöne und extrem prägende Zeit aber wir sind auch bald 20  und wollen uns einfach weiter entwickeln. Es ist auch ein schönes Ende, man sollte es nicht überstrapazieren.

 

Sänger und "The Voice"-Coach Andreas Bourani spricht den Halbgott Maui. Wie er die Rolle bekommen hat und was er mit dem Muskelkoloss gemeinsam hat, erfahrt ihr in unserem Interview mit Andreas Bourani

Ihr wollt euch den neuen Disney-Hit nicht entgehen lassen? Seht hier den offiziellen Trailer zu "Vaiana":

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